« zurück » Konzertberichte » Blackfield-Festival, Gelsenkirchen - 20./21.06.2009
Blackfield-Festival, Gelsenkirchen - 20./21.06.2009
Seite 1: Samstag, 20.06.2009
Das langersehnte Blackfield-Wochenende war endlich angebrochen und wieder machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Gelsenkirchen zu einer der schönsten Festivallocations, die ich bisher kennengelernt habe.
In der Hoffnung, diesmal größere Chancen auf einen Parkplatz direkt vor der "Haustür" zu haben, weil am Freitag diesmal noch nichts... naja, nichts Festivaltechnisches jedenfalls... los war, stiegen wir recht früh am Samstag ins Auto, um nach den ersten 50 km festzustellen, dass wir die Kissen vergessen hatten, die wir uns extra besorgt hatten, um unsere "Eigenpolsterung" auf den Steinstufen nicht allzu arg strapazieren zu müssen. Aber wegen sowas dreht man ja nicht um.
Dummerweise hatten sich die Autobahnbauer ausgerechnet dieses Wochenende dazu ausgesucht, einige Brücken abzutragen (als wenn das nicht reicht, die die ganze A1 eh nur aus Baustellen besteht...), so dass wir eine hübsche kleine Umleitung fahren...ähm...stehen durften. Der Spaß hat uns 'ne ganze Menge Zeit gekostet, aber wat soll's.
Dadurch haben wir dann den Wolkenbruch verpasst, der unmittelbar bevor wir ankamen in Gelsenkirchen stattgefunden haben muss, wie wir aus dem mittelgroßen Teich hinter der Einbiegung auf die Zielgeraden, sprich Grothusstraße schlossen, wo ich befürchten musste, dass mein Auto mit etwas weniger Schwung die Prüfung auf Seetauglichkeit nicht bestanden hätte.
Mit der Parkplatzhoffnung für ganz Faule hatte sich das logischerweise erledigt und so fuhren wir wieder ins Parkhaus, was diesmal nicht nur deutlich voller sondern auch teurer war als letztes Jahr.
Das Wetter war inzwischen der Meinung, noch einen kleinen kühlen Guss hinterher schicken zu müssen, also Jacken zu, Regenjacken an und weiter Richtung Amphi-Theater.
Keine 300 m später kam die Sonne wieder durch und brachte die nassen Klamotten fast zum Dampfen, also wieder raus aus dem ganzen Zeug - mit irgendwas muss man sich ja beschäftigen während man an der Bändchenausgabe ansteht. Wir ahnten schon, dass das mit dem Wetter wohl so bleiben würde - abwechslungsreich wie das Festival-Programm.
Das Gefühl, dass es locker doppelt so viele Besucher wie im letzten Jahr waren, bestätigte sich an allen Ecken und Enden, aber bei dem LineUp, was uns erwartete, war das auch kein Wunder.
Als wir dann endlich drinnen waren, hatten wir KLOQ schon verpasst und auch von STAUBKIND haben wir noch nicht viel mitbekommen. DESTROID hatte ich letztes Jahr auf dem Neuwerk-Festival in Düsseldorf mit ziemlich grauseligem Sound erlebt und mir das folglich verkniffen, außerdem musste man sich ja erstmal akklimatisieren und nach den "üblichen Verdächtigen" Ausschau halten, die sich irgendwo im Gewühl zwischen den Verkaufsständen rumtrieben.
Dieser erste Tag war dafür mehr als geeignet, denn so richtig interessant wurde es für uns auf der Bühne erst mit ROTERSAND, die als Einheimische wohl den kürzesten Anreiseweg hatten und die ich auch zuletzt bei den weihnachtlichen Neuwerk-Festivals gesehen hatte und nun teils belustigt, teils entsetzt feststellen musste, dass Rasc genau dasselbe Hemd wieder an hatte mit genau demselben Loch unterm Arm - gut sichtbar, denn ich hatte mir zum Lauschen und wegen des guten Ausblicks eine gemütliche Stufe im weiten Rund des Amphitheaters gesucht. Vielleicht sollte ihm bei einem der nächsten Konzerte, wenn er sich ins Publikum zur obligatorischen "Tanzkontrolle" begibt, mal jemand ein Päckchen Nähzeug in die Tasche mogeln... ;-)
Davon abgesehen war es ein klasse Konzert - in den kurzen 45 min gab es "Electronic World Transmission", "Almost Violent", "Lost", "Dare To Live", "First Time", "I Cry", "Exterminate Annihilate Destroy" und "Undone" zu hören.
Als nächstes enterte Sven Friedrich die Bühne - diesmal mit seinem Projekt ZERAPHINE und auch wenn u.a. der Dauerbrenner "Be My Rain" nicht fehlte, kann ich nicht leugnen, dass er mich letztes Jahr hier auf dem Blackfield mit SOLAR FAKE um einiges mehr begeistert hatte.
PROJECT PITCHFORK hatte mich bis dato nicht sonderlich interessiert, ich hatte zwar ein paar Favoriten, die immer mal den Weg in den heimischen Player fanden, aber live hatte ich noch nicht das Vergnügen. Meine Tochter, die natürlich auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie war, war schon vom Zita-Rock vor"geschädigt" und freute sich wie verrückt darauf und ich muss zugeben, dass sie damit mehr als Recht hatte. Auch wenn ich nach längerem Zuhören immer mitfühlende Halsschmerzen ob des Gekrächzes kriege - mir haben die Hamburger Jungs ausgesprochen gut gefallen. Hier die Setlist: "If I Could", "Got Wrote", "Requiem", "Revolution Now", "Carrion", "Alpha Omega", "En Garde", "Existence", "Timekiller" (durfte natürlich nicht fehlen), "Conjure" und "Rescue Me".
Die dann folgende Band wurde von einem ziemlich angesagten Ansager angesagt - nämlich von keinem Geringeren als Ronan Harris: DIARY OF DREAMS, zugegebenermaßen mein persönliches Highlight und für mich auch die erste Gelegenheit, Stücke aus dem aktuellen Album "(if)" live genießen zu können. Die Keyboards wurden diesmal von Torben Wendt (DIORAMA) und Daniel Myer (HAUJOBB, DESTROID, COVENANT usw.) besetzt.
Mit "The Wedding", als Video-Vorauskopplung bekannt, ging es los, gefolgt von dem seit Jahren fest integrierten "Chemicals". "The Chain" und das wunderschöne "King Of Nowhere" vom neuen Album folgten und danach - viel früher als gewohnt - "Traumtänzer", welches schon seit langem zur Hymne geworden ist und entsprechend textsicher von den zahlreichen Fans mitgesungen wurde.
Danach gab es ein immer wieder vielfach gewünschtes Highlight: den "Butterfly:dance!" mit Adrian und Torben im Duett! Letzterer blieb auch danach noch seinem Keyboard fern und so gab es auch "The Curse" zweistimmig - absolut klasse. Ganz besonders habe ich mich auch über "Poison Breed" gefreut, denn es gehört zu meinen "(if)"-Favoriten. Leider leider war uns danach nur noch "Kindrom" vergönnt, weil die Stunde Spielzeit schon wieder rum war.
Der Headliner des Abends, VNV NATION, wurde dann zur Abwechslung von Adrian Hates angesagt und Ronan und seine Mannen betraten zu "Pro Victoria", dem Intro des tags zuvor erschienenen Albums "Of Faith, Power And Glory", die Bühne. Inzwischen wurde es auch langsam dunkel und wenn man sich das Ganze von den oberen Rängen aus betrachtete, sah das Rund des Amphi einheitlich und lückenlos schwarz aus. Im Laufe des Konzerts blieb auch so gut wie niemand mehr sitzen. Zu hören gab es "Honour 2003", "Epicentre", "Sentinel", "Nemesis", "Further", "Homeward" *schwärm*, "Chrome", "The Great Divide", "Illusion" *nochmehrschwärm*, "Precipice", "Legion", "Tomorrow Never Comes", "Beloved" und "Perpetual".
Den Kopf voll mit den Ohrwürmern aus den letzten Stunden und einem erfolglosen Versuch, noch einen Kaffee zu ergattern, machten wir uns auf den Weg zum Parkhaus.
Foto Galerie
In der Hoffnung, diesmal größere Chancen auf einen Parkplatz direkt vor der "Haustür" zu haben, weil am Freitag diesmal noch nichts... naja, nichts Festivaltechnisches jedenfalls... los war, stiegen wir recht früh am Samstag ins Auto, um nach den ersten 50 km festzustellen, dass wir die Kissen vergessen hatten, die wir uns extra besorgt hatten, um unsere "Eigenpolsterung" auf den Steinstufen nicht allzu arg strapazieren zu müssen. Aber wegen sowas dreht man ja nicht um.
Dummerweise hatten sich die Autobahnbauer ausgerechnet dieses Wochenende dazu ausgesucht, einige Brücken abzutragen (als wenn das nicht reicht, die die ganze A1 eh nur aus Baustellen besteht...), so dass wir eine hübsche kleine Umleitung fahren...ähm...stehen durften. Der Spaß hat uns 'ne ganze Menge Zeit gekostet, aber wat soll's.
Dadurch haben wir dann den Wolkenbruch verpasst, der unmittelbar bevor wir ankamen in Gelsenkirchen stattgefunden haben muss, wie wir aus dem mittelgroßen Teich hinter der Einbiegung auf die Zielgeraden, sprich Grothusstraße schlossen, wo ich befürchten musste, dass mein Auto mit etwas weniger Schwung die Prüfung auf Seetauglichkeit nicht bestanden hätte.
Mit der Parkplatzhoffnung für ganz Faule hatte sich das logischerweise erledigt und so fuhren wir wieder ins Parkhaus, was diesmal nicht nur deutlich voller sondern auch teurer war als letztes Jahr.
Das Wetter war inzwischen der Meinung, noch einen kleinen kühlen Guss hinterher schicken zu müssen, also Jacken zu, Regenjacken an und weiter Richtung Amphi-Theater.
Keine 300 m später kam die Sonne wieder durch und brachte die nassen Klamotten fast zum Dampfen, also wieder raus aus dem ganzen Zeug - mit irgendwas muss man sich ja beschäftigen während man an der Bändchenausgabe ansteht. Wir ahnten schon, dass das mit dem Wetter wohl so bleiben würde - abwechslungsreich wie das Festival-Programm.
Das Gefühl, dass es locker doppelt so viele Besucher wie im letzten Jahr waren, bestätigte sich an allen Ecken und Enden, aber bei dem LineUp, was uns erwartete, war das auch kein Wunder.
Als wir dann endlich drinnen waren, hatten wir KLOQ schon verpasst und auch von STAUBKIND haben wir noch nicht viel mitbekommen. DESTROID hatte ich letztes Jahr auf dem Neuwerk-Festival in Düsseldorf mit ziemlich grauseligem Sound erlebt und mir das folglich verkniffen, außerdem musste man sich ja erstmal akklimatisieren und nach den "üblichen Verdächtigen" Ausschau halten, die sich irgendwo im Gewühl zwischen den Verkaufsständen rumtrieben.
Dieser erste Tag war dafür mehr als geeignet, denn so richtig interessant wurde es für uns auf der Bühne erst mit ROTERSAND, die als Einheimische wohl den kürzesten Anreiseweg hatten und die ich auch zuletzt bei den weihnachtlichen Neuwerk-Festivals gesehen hatte und nun teils belustigt, teils entsetzt feststellen musste, dass Rasc genau dasselbe Hemd wieder an hatte mit genau demselben Loch unterm Arm - gut sichtbar, denn ich hatte mir zum Lauschen und wegen des guten Ausblicks eine gemütliche Stufe im weiten Rund des Amphitheaters gesucht. Vielleicht sollte ihm bei einem der nächsten Konzerte, wenn er sich ins Publikum zur obligatorischen "Tanzkontrolle" begibt, mal jemand ein Päckchen Nähzeug in die Tasche mogeln... ;-)
Davon abgesehen war es ein klasse Konzert - in den kurzen 45 min gab es "Electronic World Transmission", "Almost Violent", "Lost", "Dare To Live", "First Time", "I Cry", "Exterminate Annihilate Destroy" und "Undone" zu hören.
Als nächstes enterte Sven Friedrich die Bühne - diesmal mit seinem Projekt ZERAPHINE und auch wenn u.a. der Dauerbrenner "Be My Rain" nicht fehlte, kann ich nicht leugnen, dass er mich letztes Jahr hier auf dem Blackfield mit SOLAR FAKE um einiges mehr begeistert hatte.
PROJECT PITCHFORK hatte mich bis dato nicht sonderlich interessiert, ich hatte zwar ein paar Favoriten, die immer mal den Weg in den heimischen Player fanden, aber live hatte ich noch nicht das Vergnügen. Meine Tochter, die natürlich auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie war, war schon vom Zita-Rock vor"geschädigt" und freute sich wie verrückt darauf und ich muss zugeben, dass sie damit mehr als Recht hatte. Auch wenn ich nach längerem Zuhören immer mitfühlende Halsschmerzen ob des Gekrächzes kriege - mir haben die Hamburger Jungs ausgesprochen gut gefallen. Hier die Setlist: "If I Could", "Got Wrote", "Requiem", "Revolution Now", "Carrion", "Alpha Omega", "En Garde", "Existence", "Timekiller" (durfte natürlich nicht fehlen), "Conjure" und "Rescue Me".
Die dann folgende Band wurde von einem ziemlich angesagten Ansager angesagt - nämlich von keinem Geringeren als Ronan Harris: DIARY OF DREAMS, zugegebenermaßen mein persönliches Highlight und für mich auch die erste Gelegenheit, Stücke aus dem aktuellen Album "(if)" live genießen zu können. Die Keyboards wurden diesmal von Torben Wendt (DIORAMA) und Daniel Myer (HAUJOBB, DESTROID, COVENANT usw.) besetzt.
Mit "The Wedding", als Video-Vorauskopplung bekannt, ging es los, gefolgt von dem seit Jahren fest integrierten "Chemicals". "The Chain" und das wunderschöne "King Of Nowhere" vom neuen Album folgten und danach - viel früher als gewohnt - "Traumtänzer", welches schon seit langem zur Hymne geworden ist und entsprechend textsicher von den zahlreichen Fans mitgesungen wurde.
Danach gab es ein immer wieder vielfach gewünschtes Highlight: den "Butterfly:dance!" mit Adrian und Torben im Duett! Letzterer blieb auch danach noch seinem Keyboard fern und so gab es auch "The Curse" zweistimmig - absolut klasse. Ganz besonders habe ich mich auch über "Poison Breed" gefreut, denn es gehört zu meinen "(if)"-Favoriten. Leider leider war uns danach nur noch "Kindrom" vergönnt, weil die Stunde Spielzeit schon wieder rum war.
Der Headliner des Abends, VNV NATION, wurde dann zur Abwechslung von Adrian Hates angesagt und Ronan und seine Mannen betraten zu "Pro Victoria", dem Intro des tags zuvor erschienenen Albums "Of Faith, Power And Glory", die Bühne. Inzwischen wurde es auch langsam dunkel und wenn man sich das Ganze von den oberen Rängen aus betrachtete, sah das Rund des Amphi einheitlich und lückenlos schwarz aus. Im Laufe des Konzerts blieb auch so gut wie niemand mehr sitzen. Zu hören gab es "Honour 2003", "Epicentre", "Sentinel", "Nemesis", "Further", "Homeward" *schwärm*, "Chrome", "The Great Divide", "Illusion" *nochmehrschwärm*, "Precipice", "Legion", "Tomorrow Never Comes", "Beloved" und "Perpetual".
Den Kopf voll mit den Ohrwürmern aus den letzten Stunden und einem erfolglosen Versuch, noch einen Kaffee zu ergattern, machten wir uns auf den Weg zum Parkhaus.
Foto Galerie
weiterführende Links
Link: Blackfield-Festival
Link: Galerie
Seiten (0):
| Name | Text |
| Es wurden noch keine Kommentare abgegeben! | |
Kommentar via Facebook
Um Kommentare via Uselinks zu schreiben musst du dich einloggen
News
09.05.2012 Musiknews: Diary of Dreams präsentieren neue Traumsammlung
27.04.2012 Festivals: The Christmas Ball Festivals 2012
28.02.2012 Amphi Festival: Amphi 2012: Apoptygma Berzerk ersetzen Front 242
18.01.2012 Festivals: Gothic meets Klassik!
14.01.2012 Musiknews: Frozen Plasma verkünden Albumtitel
Artikel
24.09.2011 Soundcheck: VNV Nation - Automatic
27.04.2011 Konzertberichte: 23.04.2011 – Blackfield & North Atlantic Oscillation in Karlsruhe – Substage
14.03.2011 Konzertberichte: Festival of Darkness - Braunschweig, Meier Music Hall - Freitag, 11.03.2011
23.01.2011 Konzertberichte: 15.01.2011 - Unheilig, Apoptygma Berzerk und The Beauty of Gemina in Karlsruhe - Europahalle
13.11.2010 Soundcheck: Various Artists - Septic IX
29.03.2010 Soundcheck: Mesh - How Long?
29.11.2009 Interviews: Mesh
19.11.2009 Interviews: Rotersand
Mitarbeiter gesucht
Du interessierst sich für Musik, Film, Hörspiel? Du würdest dieses Interesse gerne vertiefen und gerne auf einer Homepage präsentieren und hast keine eigene? Dann werde Teil von [U]selinks! Wir suchen Mitarbeiter für die Bereiche - Kritiken (Musik, Film, Hörspiel) - Interviews - etc. Nimm Kontakt zu uns auf.
Du interessierst sich für Musik, Film, Hörspiel? Du würdest dieses Interesse gerne vertiefen und gerne auf einer Homepage präsentieren und hast keine eigene? Dann werde Teil von [U]selinks! Wir suchen Mitarbeiter für die Bereiche - Kritiken (Musik, Film, Hörspiel) - Interviews - etc. Nimm Kontakt zu uns auf.


