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Martin von Mantus im Interview
Seite 1: Das neue Album "Demut"
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Seite 2: Einzelne Tracks unter die Lupe genommen
Seite 3: Ein kleines Wortspiel
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Wir fragten Martin Schindler zum neuen Mantus-Release "DEmut" aus. Was es über einzelne Tracks des Albums zu berichten gibt und was Martin über Liebe, Hass und Poesie denkt, erfahrt ihr im folgenden Interview...
Hallo Martin, vielen Dank, dass du dir für unsere Fragen Zeit nimmst. Nach dem Release der EP „Königreich Der Angst“ gibt es nun auch einen neuen Longplayer von MANTUS: „Demut“. Wie lange haben die Arbeiten am neuen Album gedauert?
Martin: Die Arbeit an dieser Produktion hat zwischen sechs und acht Monaten gedauert. Genau kann ich das nicht sagen. Songwriting, Arrangieren und Produzieren sind bei mir ein flüssiger Prozess. Deshalb kann ein Song innerhalb weniger Tage fertig sein oder aber er braucht Wochen bis zur endgültigen Fertigstellung. Sobald eine bisherige Produktion abgeschlossen ist, beginne ich meist direkt mit meiner neuen Arbeit. Das ganze Konzerpt, die Artworkideen etc. entwickeln sich dann im Laufe der Zeit, wenn die Sachen für mich selbst auch klarer werden.
Ihr seid in letzter Zeit, was Veröffentlichungen angeht, wieder sehr fleißig. Woher nehmt ihr die Kraft und vor allem die Kreativität dazu?
Martin: Tja, ich weiß auch nicht. Das Musikmachen ist seit vielen Jahren mein Lebensinhalt und seitdem ich das tue, gab es in regelmäßigen Abständen immer Produktionen, die ich angefangen und beendet habe. Ich glaube, ich muss das einfach machen. Ansonsten würde mir etwas sehr Bedeutendes im Leben fehlen. Davon abgesehen ist es bei mir nach wie vor so, dass es noch so viele Sachen gibt, mit denen ich mich beschäftigen möchte. Und es gibt so viele Songs, die bisher noch nicht geschrieben sind.
Was meinst du ist besser, die Fans regelmäßig mit neuem Material zu versorgen, oder sie auch mal „zappeln zu lassen“? Welche Erfahrung hast du dahingehend gesammelt?
Martin: Die Frage hat sich für mich nie wirklich gestellt, da wir nicht nach einem bestimmt Kalkül veröffentlichen, sondern nach der eigenen Überzeugung. Ich denke, in erster Linie muss sich das Plattenlabel mit dieser Frage beschäftigen. Generell haben wir immer relativ viel und regelmäßig veröffentlicht. Und von den Fans habe ich immer das Gefühl zurückbekommen, dass es so der richtige Weg ist. Letztendlich muss ein Künstler selbst entscheiden, wie weit das Niveau und die Qualität der Veröffentlichung über einen bestimmten Zeitraum zu halten ist, denn nur der Künstler beschließt im Endeffekt, dass ein Album fertig ist.
Der Albumtitel „Demut“ steht wofür?
Martin: Mit dem Albumtitel spielen wir auf die Vanitas-Thematik an, die wir in einigen Songs und im gesamten Artwork-Konzept in den Mittelpunkt gestellt haben. Diese Thematik beschäftigt sich mit dem Sinn und Zweck von menschlichen bzw. weltlichen Bestrebungen wie Schönheit, Geld oder Jugend angesichts der überlebensgroßen und schicksalhaften Macht des Todes, welcher ein Mensch letztendlich und ohne Einflussmöglichkeit ausgesetzt ist.
Unter „Vanitas“ versteht man auch eine gesamte Kunstepoche in der Malerei, worauf sich die Bilder im Artwork jeweils beziehen. Der Begriff ist zwar mittlerweile nicht mehr so geläufig, trotzdem ist diese Thematik noch immer aktuell und man setzt sich damit in Büchern, Filmen und in der Musik natürlich auch auseinander.
Prägend war damals der Satz „Alles ist eitel.“, den Martin Luther später mit „Alles ist nichtig.“ übersetzt hat. Es geht um die Frage, ob in der Konsequenz nicht jegliches menschliches Handeln, also jede menschliche Bestrebung, welche für uns solch’ eine große Bedeutung zu haben scheinen, nur eine Form der Eitelkeit darstellt. Denn letztendlich bleibt nichts von alledem.
Stehen die 12 Tracks in unmittelbarem Kontext zum Albumtitel, kann man also davon ausgehen, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt?
Martin: Nein, es ist kein Konzeptalbum im klassischem Sinne. Allerdings wollte ich ein Kernthema in den Mittelpunkt stellen und die Eigenschaft von Demut in Bezug auf Tod und Vergänglichkeit schien mir hier am besten geeignet und viele der Songs stehen in Verbindung dazu.
Auch die Artwork ist wieder einmal mehr als gelungen. Wer zeichnet sich dafür verantwortlich?
Martin: Vielen Dank! Die ganze Artworkgestaltung hat auch sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch genommen. Wir haben da wieder mit Mira Lob zusammen gearbeitet, die auch die letzten beiden Artworks für Mantus gemacht hat. Ich selbst bin auch mehr als zufrieden mit der Gestaltung. Es lohnt sich also, sich dieses Album in physischer Form zuzulegen, denn wir verstehen unsere Alben als Gesamtprodukt und die Verpackung sowie die Gestaltung sind ein absolut wichtiger Teil davon.
Auf „Demut“ sind 12 Tracks zu hören. Wie sieht es bei euch mit den Kriterien aus, ob ein Stück in Englisch oder in Deutsch arrangiert wird?
Martin: Bei Mantus gibt es im Normalfall keine englischsprachigen Songs. Ich habe es als deutschsprachiges Projekt gegründet und habe nie eine Notwendigkeit gesehen, davon abzurücken.
Liegt hinter der Wahl der Reihenfolge der Tracks ein bestimmter Sinn?
Martin: Natürlich mache ich mir Gedanken, wie die Songs nacheinander angeordnet sein sollen. Aber ich gehe da meistens nach musikalischen Kriterien. Es sollte abwechslungsreich und in sich stimmig sein.
Am Ende einer Produktion höre ich mir das Album einige Male durch und entscheide dabei, in welcher Reihenfolge die Songs gespielt werden sollen.
Gibt es auf „Demut“ Unterschiede zu „Requiem“, was die Stilmittel oder die Produktion angeht?
Martin: Von den Produktionsvoraussetzungen gibt es viele Ähnlichkeiten zum „Reqiuem“ Album. Das mache ich nach wie vor bewusst so. Mit „Requiem“ haben wir unseren eigenen Stil generell in eine etwas andere Richtung gelenkt, so wie Mantus aktuell klingen soll. Auf der nachfolgenden EP und jetzt beim „Demut“ Album geht es in eine ähnliche Richtung und alle drei Produktionen klingen sehr homogen und stehen natürlich in Bezug zueinander. Aber natürlich gibt es auch Dinge, die sich verändern bzw. entwickeln und so klingt das „Demut“ Album insgesamt etwas rockiger und härter als die letzte Veröffentlichung. Die Songs wurden anders gemischt, beim Sound gab es leichte Veränderungen. Die Instrumentierungen sind allerdings wieder ähnlich wie bei „Requiem“.
Hallo Martin, vielen Dank, dass du dir für unsere Fragen Zeit nimmst. Nach dem Release der EP „Königreich Der Angst“ gibt es nun auch einen neuen Longplayer von MANTUS: „Demut“. Wie lange haben die Arbeiten am neuen Album gedauert?
Martin: Die Arbeit an dieser Produktion hat zwischen sechs und acht Monaten gedauert. Genau kann ich das nicht sagen. Songwriting, Arrangieren und Produzieren sind bei mir ein flüssiger Prozess. Deshalb kann ein Song innerhalb weniger Tage fertig sein oder aber er braucht Wochen bis zur endgültigen Fertigstellung. Sobald eine bisherige Produktion abgeschlossen ist, beginne ich meist direkt mit meiner neuen Arbeit. Das ganze Konzerpt, die Artworkideen etc. entwickeln sich dann im Laufe der Zeit, wenn die Sachen für mich selbst auch klarer werden.
Ihr seid in letzter Zeit, was Veröffentlichungen angeht, wieder sehr fleißig. Woher nehmt ihr die Kraft und vor allem die Kreativität dazu?
Martin: Tja, ich weiß auch nicht. Das Musikmachen ist seit vielen Jahren mein Lebensinhalt und seitdem ich das tue, gab es in regelmäßigen Abständen immer Produktionen, die ich angefangen und beendet habe. Ich glaube, ich muss das einfach machen. Ansonsten würde mir etwas sehr Bedeutendes im Leben fehlen. Davon abgesehen ist es bei mir nach wie vor so, dass es noch so viele Sachen gibt, mit denen ich mich beschäftigen möchte. Und es gibt so viele Songs, die bisher noch nicht geschrieben sind.
Was meinst du ist besser, die Fans regelmäßig mit neuem Material zu versorgen, oder sie auch mal „zappeln zu lassen“? Welche Erfahrung hast du dahingehend gesammelt?
Martin: Die Frage hat sich für mich nie wirklich gestellt, da wir nicht nach einem bestimmt Kalkül veröffentlichen, sondern nach der eigenen Überzeugung. Ich denke, in erster Linie muss sich das Plattenlabel mit dieser Frage beschäftigen. Generell haben wir immer relativ viel und regelmäßig veröffentlicht. Und von den Fans habe ich immer das Gefühl zurückbekommen, dass es so der richtige Weg ist. Letztendlich muss ein Künstler selbst entscheiden, wie weit das Niveau und die Qualität der Veröffentlichung über einen bestimmten Zeitraum zu halten ist, denn nur der Künstler beschließt im Endeffekt, dass ein Album fertig ist.
Der Albumtitel „Demut“ steht wofür?
Martin: Mit dem Albumtitel spielen wir auf die Vanitas-Thematik an, die wir in einigen Songs und im gesamten Artwork-Konzept in den Mittelpunkt gestellt haben. Diese Thematik beschäftigt sich mit dem Sinn und Zweck von menschlichen bzw. weltlichen Bestrebungen wie Schönheit, Geld oder Jugend angesichts der überlebensgroßen und schicksalhaften Macht des Todes, welcher ein Mensch letztendlich und ohne Einflussmöglichkeit ausgesetzt ist.
Unter „Vanitas“ versteht man auch eine gesamte Kunstepoche in der Malerei, worauf sich die Bilder im Artwork jeweils beziehen. Der Begriff ist zwar mittlerweile nicht mehr so geläufig, trotzdem ist diese Thematik noch immer aktuell und man setzt sich damit in Büchern, Filmen und in der Musik natürlich auch auseinander.
Prägend war damals der Satz „Alles ist eitel.“, den Martin Luther später mit „Alles ist nichtig.“ übersetzt hat. Es geht um die Frage, ob in der Konsequenz nicht jegliches menschliches Handeln, also jede menschliche Bestrebung, welche für uns solch’ eine große Bedeutung zu haben scheinen, nur eine Form der Eitelkeit darstellt. Denn letztendlich bleibt nichts von alledem.
Stehen die 12 Tracks in unmittelbarem Kontext zum Albumtitel, kann man also davon ausgehen, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt?
Martin: Nein, es ist kein Konzeptalbum im klassischem Sinne. Allerdings wollte ich ein Kernthema in den Mittelpunkt stellen und die Eigenschaft von Demut in Bezug auf Tod und Vergänglichkeit schien mir hier am besten geeignet und viele der Songs stehen in Verbindung dazu.
Auch die Artwork ist wieder einmal mehr als gelungen. Wer zeichnet sich dafür verantwortlich?
Martin: Vielen Dank! Die ganze Artworkgestaltung hat auch sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch genommen. Wir haben da wieder mit Mira Lob zusammen gearbeitet, die auch die letzten beiden Artworks für Mantus gemacht hat. Ich selbst bin auch mehr als zufrieden mit der Gestaltung. Es lohnt sich also, sich dieses Album in physischer Form zuzulegen, denn wir verstehen unsere Alben als Gesamtprodukt und die Verpackung sowie die Gestaltung sind ein absolut wichtiger Teil davon.
Auf „Demut“ sind 12 Tracks zu hören. Wie sieht es bei euch mit den Kriterien aus, ob ein Stück in Englisch oder in Deutsch arrangiert wird?
Martin: Bei Mantus gibt es im Normalfall keine englischsprachigen Songs. Ich habe es als deutschsprachiges Projekt gegründet und habe nie eine Notwendigkeit gesehen, davon abzurücken.
Liegt hinter der Wahl der Reihenfolge der Tracks ein bestimmter Sinn?
Martin: Natürlich mache ich mir Gedanken, wie die Songs nacheinander angeordnet sein sollen. Aber ich gehe da meistens nach musikalischen Kriterien. Es sollte abwechslungsreich und in sich stimmig sein.
Am Ende einer Produktion höre ich mir das Album einige Male durch und entscheide dabei, in welcher Reihenfolge die Songs gespielt werden sollen.
Gibt es auf „Demut“ Unterschiede zu „Requiem“, was die Stilmittel oder die Produktion angeht?
Martin: Von den Produktionsvoraussetzungen gibt es viele Ähnlichkeiten zum „Reqiuem“ Album. Das mache ich nach wie vor bewusst so. Mit „Requiem“ haben wir unseren eigenen Stil generell in eine etwas andere Richtung gelenkt, so wie Mantus aktuell klingen soll. Auf der nachfolgenden EP und jetzt beim „Demut“ Album geht es in eine ähnliche Richtung und alle drei Produktionen klingen sehr homogen und stehen natürlich in Bezug zueinander. Aber natürlich gibt es auch Dinge, die sich verändern bzw. entwickeln und so klingt das „Demut“ Album insgesamt etwas rockiger und härter als die letzte Veröffentlichung. Die Songs wurden anders gemischt, beim Sound gab es leichte Veränderungen. Die Instrumentierungen sind allerdings wieder ähnlich wie bei „Requiem“.
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17.05.2009 Soundcheck: Mantus - Königreich der Angst
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