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Felix Marc
Wir interviewten Felix Marc, seineszeichens Frontmann der Formation Frozen Plasma, Keyboarder bei Diorama und nicht zuletzt jetzt auch wieder als Solokünstler aktiv.
Dein neues Album "Parallel Worlds" wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Irgendwie leben wir ja alle in solch parallelen Welten... Wie bist du auf den Titel gekommen und wie würdest du dein neues Album beschreiben?
Felix: Der Albumtitel geht auf den Titel des gleichnamigen Songs zurück, der auch auf dem neuen Album zu finden ist. Diesen Song, "Parallel World", habe ich bereits vor 3 Jahren geschrieben und als ich vor der Frage stand, die 12 Stücke des Albums unter ein Hauptthema zu stellen, fiel mir auf, dass die treibende Kraft hinter allen Songs die Wechselwirkung meiner beiden Lebensstile ist. Der abrupte Sprung zwischen diesen Lebenswelten, Beruf und Berufung, Geschäftsmann und Musiker. Genau das Thema des Songs. Und so entschied ich mich, auch das Album danach zu benennen.
Wer sind die Damen, die auf seiner neuen CD mitsingen (warum musste das sein)?
Felix: Die Idee der weiblichen Unterstützung war eigentlich nicht geplant und entstand während bzw. nachdem die Songs geschrieben waren. Es war auch ein zusätzlicher Ansporn, mich gegenüber dem ersten Album produktionstechnisch noch ein Stück weiter zu wagen bzw. weiter zu entwickeln.
Die Zusammenarbeit mit MyLucina hat sich mehr oder wenig zufällig ergeben. Ich hatte bereits die Idee das Buch "The Collector" als Duett zu vertonen, aber noch keine passende Sängerin. Auf der letzten Tour mit Frozen Plasma in Krefeld habe ich MyLucina über eine gemeinsame Freundin kennengelernt und in der Folge mitbekommen, dass sie auch schon für Emily Autumn mit auf der Bühne war und ein eigenes Musikprojekt verfolgt. Der Charakter ihrer Stimme hat mich sehr beeindruckt und im Zusammenhang mit der Collector-Idee weiter inspiriert.
Bei Lis van den Akker war das natürlich etwas anders, da wir uns schon länger kennen und auch schon viel musikalisch ausprobiert haben. Der Track "Fields of grey" existiert schon sehr lange und hat diverse Stadien durchlebt: vom straighten Popsong über eine 80's Version hin zur letztendlich auf dem Album wiederzufindenen Ballade. Ich war nie hundertprozentig zufrieden mit dem Song und der Ansatz, das Duett mit Lis zu probieren, war der letzte Anlauf, noch was daraus zu machen. Umso mehr hat mich das Ergebnis umgehauen. Unsere Vocals verschmelzen in dieser Version auf eine ganz besondere Art und Weise zu einer Einheit.
Wo siehst du selbst die Weiterentwicklung oder die Unterschiede zum Debüt?
Felix: Mein neues Album ist im Vergleich zum Erstling sicherlich gereifter und ausdrucksstärker - sowohl in der Produktion als auch in den Texten. Ich habe versucht, noch direkter in meinen Ansätzen zu sein und die abwechslungsreichen Facetten meiner Musik noch gezielter mit einzubringen, d.h. die schnelleren Uptempo-Nummern genauso wie die melodiösen Synthiepopsongs, aber auch die langsamere Ballade.
Für einen Song aus deinem neuen Album hast du das Buch "The Collector" von John Robert Fowles oder die Verfilmung "Der Fänger" als Grundlage genommen. Wie bist du darauf gekommen?
Felix: Das Buch las ich zum ersten Mal während meines 6-monatigen Aufenthaltes in Irland 1999. Es war Lektüre in dem dortigen Englischkurs, den ich besuchen musste. Ich war sofort gefesselt von der Story und konnte das Buch nie ganz vergessen. Vor zwei Jahren hatte ich dann die Idee, diese Vorlage zu vertonen, nachdem mir das Buch nach dem Umzug nach Frankreich zufällig wieder aus einem der Umzugskartons in die Hände gefallen ist. Die Geschichte passt nach wie vor sehr gut in unsere Zeit, da die Grundaussage "Money lets you do whatever you want" vor allem Herr Berlusconi oder Herr Strauss-Kahn zu kommentieren wissen dürften. Dabei ist die Geschichte so geschrieben, quasi prädestiniert für ein Duett, dass die Handlung abwechselnd von den beiden Protagonisten erzählt wird. Dieselbe Handlung wird psychologisch komplett unterschiedlich interpretiert. Auch die Charaktere sind so gegensätzlich, dass auch dieser Song perfekt in das Konzept der Parallelwelten hineinpasst.
Den Song "The Muse" wird es auch als Video geben. Wie kam es dazu, das Video in einem Museum zu drehen und wer hat dich dabei unterstützt?
Felix: Die Location war ein Zufall und ein Glücksfall zugleich. Schließlich geht es in dem Lied um die Inspiration bzw. die Muse an sich, also auch alles, was damit zusammenhängt und daraus entsteht: Musik, Museum, usw. Wie auch schon beim ersten Musikvideo ("Give back the moments") wollte ich dasselbe Film-Team beisammen halten und ich bin froh, dass es gelungen ist, Boris May für Regie und Schnitt und Dominik Kuhn für Kamera und Licht wieder an Bord zu haben. Boris und ich lernten zufällig den PR-Manager vom red dot design museum auf einem Diorama-Konzert in Madrid kennen. Das Konzert wurde in letzter Minute abgesagt, da die Hälfte der Band im Schneechaos in Frankfurt steckengeblieben ist. Und so hatten wir Zeit ins Gespräch zu kommen. Ein halbes Jahr später, als es ans Planen des Videos ging, haben wir uns dann auf diesen Kontakt besonnen und konnten das red dot design museum in Essen als Location gewinnen. Das Museum ist wirklich etwas Besonderes – eine Verschmelzung von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Epochen, was einen spannenden Hintergrund für das Musikvideo ergeben sollte.
Deine neue Homepage ist unter http://www.felixmarc.de auch online. Einige Fotos erinnern mich ein wenig an einen bestimmten Fotografen. Hat hier der Herr Heilemann seine Hände mit im Spiel? ;-)
Felix: Nein, da muss ich Dich enttäuschen. Der Fotograf, der hier verantwortlich zeichnet, heißt Thomas Wuhrer (www.wuhrer-fotostylez.de). Gut, der HDR-Style der Fotos ist vielleicht nicht neu, aber der Gedanke, solche Fotos von Musikbands aus unserer Szene zu machen. Ich wollte sehr plakative, helle Fotos mit Motiven des Albums, die einen Hochglanz-Charakter haben, um mich von den düsteren, "ich-steh-vor-'ner-Industrieruine"-Fotos abzuheben. Darüber hinaus hat Thomas in der Post-Production tolle Kunstwerke aus den Fotos gezaubert, z.B. für das Motiv des "Collector" mit den Schmetterlingen im Kellerraum.
Wieso gibt es eigentlich keine Skandale um deine Person? Man hat ja manchmal den Eindruck, dass man derzeit besonders böse sein muss oder ständig das F-Wort benutzten muss, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Bei dir findet man beides nicht.
Felix: Scheint, als hätte ich den richtigen Berater. :-) Aufmerksamkeit kann man auf unterschiedlichste Art und Weise bekommen. Ich mache jetzt seit gut 12 Jahren als aktiver Künstler Musik in der internationalen schwarzen Szene und habe durch eine kontinuierliche Schaffensphase und Konzerte mit diversen Bands in vielen Ländern dieser Erde ein schönes Netzwerk und eine treue Fanbase aufbauen können. Warum sollte ich da jetzt böse sein und fluchen? Wichtig ist doch, dass man authentisch ist; sonst ist man lediglich Teil eines kurzzeitigen Hypes und verschwindet genauso schnell wieder von der Bildfläche wie man aufgetaucht ist.
Was hat sich seit den Studioaufnahmen für das erste Album "Pathways" für dich geändert und war dies relevant für dein zweites Album "Parallel Worlds"?
Felix: Zwischen den beiden Alben hat sich v.a. persönlich viel geändert. Ich bin Anfang letzten Jahres Vater eines wunderbaren Sohnes geworden und durfte beruflich nach Paris umziehen, also auf der Karriereleiter eine Sprosse nach oben. Drei einschneidende Ereignisse, die zeitgleich vonstatten gingen. Das hat natürlich die Gesamtsituation, am Wochenende auf Tour mit der Musik gehen und die Woche über Familie und Job managen, intensiviert. Das schlug sich auch in den Songs nieder, die seitdem entstanden sind, z.B. "Ghost" oder "Life is porn".
Wie bekommst du Felix Marc, Diorama, Frozen Plasma, deinen Job und natürlich deine Familie unter einen Hut?
Felix: Das ist mein Berufsgeheimnis. Aber bitte nicht meine Frau und meinen Chef fragen. :) Nein, im Ernst. Das ist natürlich ein schmaler Grat, auf so vielen Baustellen gleichzeitig eine gute Performance abzuliefern. Ohne die Unterstützung und Toleranz der Familie wäre das gar nicht möglich. Offene Kommunikation und weitschauende gemeinsame Planung in Familie und Beruf lassen bis dato noch genug Freiräume für meine künstlerische Selbstverwirklichung, die v.a. nachts vonstatten geht, wenn alle schon schlafen. Und mein Sohn hat die Musik offenbar auch schon im Blut. Zu "Moscow Paris" und "The Muse" zappelt er schon tapfer mit.
Wird es Felix Marc auch einmal live geben?
Felix: Das hängt davon ab, ob sich das Live-Konzept, das ich im Kopf habe, verwirklichen lässt. Ich möchte meine Songs auf jeden Fall mit einer vollwertigen Band auf die Bühne bringen, um der Musik noch mehr Druck live zu geben und mehrstimmig zu singen. Das Casting ist gerade angelaufen und wenn die ersten Proben vielversprechend sind, kann ich mir gut vorstellen, einzelne exklusive Shows in Deutschland und Europa zu spielen. Das passiert aber frühestens Mitte 2012.
Und jetzt? Erstmal Urlaub? Was gibt es als nächstes von dir zu hören? Hast du schon entsprechende Pläne?
Felix: Zuerst gilt der Fokus auf die Familie neben den diversen Festivalauftritten mit Diorama und Frozen Plasma im Juni-Juli. Urlaub dann endlich im August mit komplettem Switch-off aller Online-Verbindungen zum Runterkommen. Dann wird im zweiten Halbjahr wie gesagt am Live-Konzept für Felix Marc und an den nächsten Veröffentlichungen für Frozen Plasma und Diorama gearbeitet.
Neben deinem Soloalbum, Frozen Plasma und Diorama hast du noch zusammen mit Mental Discipline den Track "Fallen Stars" aufgenommen. Bist du nicht ausgelastet oder was steckt dahinter?
Felix: Mir war langweilig. ;) Einer der beiden von Mental Discipline sprach mich nach dem Diorama-Konzert in Ekatarinburg im Oktober letzten Jahres an und gab mir eine Promo-CD mit. Zu meinem Erstaunen waren da richtige Ohrwürmer drauf und der o.g. Track in einer Instrumentalfassung. Ich schrieb zurück und fragte, was die Pläne mit dem Track sind und ob ich nicht Text und Gesang beisteuern könnte, da mir der Track irgendwie ans Herz gewachsen war. Mitten in der Zusammenarbeit flog ich dann für eine Frozen Plasma Show im Januar nach Moskau und wir trafen uns dort wieder zur ersten Lagebesprechung. Bekanntermaßen gab es dann den Terroranschlag am Moskauer Flughafen. Das war exakt 4 Stunden nach meinem Abflug vom selbigen Flughafen. Diese Erfahrung hat mich dann motiviert, den Text für den Song entsprechend zu schreiben.
Vielen Dank für das interessante Interview und viel Erfolg mit deinem 2. Album! Das letzte Wort gehört dir.
Wir sehen uns wieder in dieser oder jener Parallelwelt.
Dein neues Album "Parallel Worlds" wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Irgendwie leben wir ja alle in solch parallelen Welten... Wie bist du auf den Titel gekommen und wie würdest du dein neues Album beschreiben?
Felix: Der Albumtitel geht auf den Titel des gleichnamigen Songs zurück, der auch auf dem neuen Album zu finden ist. Diesen Song, "Parallel World", habe ich bereits vor 3 Jahren geschrieben und als ich vor der Frage stand, die 12 Stücke des Albums unter ein Hauptthema zu stellen, fiel mir auf, dass die treibende Kraft hinter allen Songs die Wechselwirkung meiner beiden Lebensstile ist. Der abrupte Sprung zwischen diesen Lebenswelten, Beruf und Berufung, Geschäftsmann und Musiker. Genau das Thema des Songs. Und so entschied ich mich, auch das Album danach zu benennen.
Wer sind die Damen, die auf seiner neuen CD mitsingen (warum musste das sein)?
Felix: Die Idee der weiblichen Unterstützung war eigentlich nicht geplant und entstand während bzw. nachdem die Songs geschrieben waren. Es war auch ein zusätzlicher Ansporn, mich gegenüber dem ersten Album produktionstechnisch noch ein Stück weiter zu wagen bzw. weiter zu entwickeln.
Die Zusammenarbeit mit MyLucina hat sich mehr oder wenig zufällig ergeben. Ich hatte bereits die Idee das Buch "The Collector" als Duett zu vertonen, aber noch keine passende Sängerin. Auf der letzten Tour mit Frozen Plasma in Krefeld habe ich MyLucina über eine gemeinsame Freundin kennengelernt und in der Folge mitbekommen, dass sie auch schon für Emily Autumn mit auf der Bühne war und ein eigenes Musikprojekt verfolgt. Der Charakter ihrer Stimme hat mich sehr beeindruckt und im Zusammenhang mit der Collector-Idee weiter inspiriert.
Wo siehst du selbst die Weiterentwicklung oder die Unterschiede zum Debüt?
Felix: Mein neues Album ist im Vergleich zum Erstling sicherlich gereifter und ausdrucksstärker - sowohl in der Produktion als auch in den Texten. Ich habe versucht, noch direkter in meinen Ansätzen zu sein und die abwechslungsreichen Facetten meiner Musik noch gezielter mit einzubringen, d.h. die schnelleren Uptempo-Nummern genauso wie die melodiösen Synthiepopsongs, aber auch die langsamere Ballade.
Für einen Song aus deinem neuen Album hast du das Buch "The Collector" von John Robert Fowles oder die Verfilmung "Der Fänger" als Grundlage genommen. Wie bist du darauf gekommen?
Felix: Das Buch las ich zum ersten Mal während meines 6-monatigen Aufenthaltes in Irland 1999. Es war Lektüre in dem dortigen Englischkurs, den ich besuchen musste. Ich war sofort gefesselt von der Story und konnte das Buch nie ganz vergessen. Vor zwei Jahren hatte ich dann die Idee, diese Vorlage zu vertonen, nachdem mir das Buch nach dem Umzug nach Frankreich zufällig wieder aus einem der Umzugskartons in die Hände gefallen ist. Die Geschichte passt nach wie vor sehr gut in unsere Zeit, da die Grundaussage "Money lets you do whatever you want" vor allem Herr Berlusconi oder Herr Strauss-Kahn zu kommentieren wissen dürften. Dabei ist die Geschichte so geschrieben, quasi prädestiniert für ein Duett, dass die Handlung abwechselnd von den beiden Protagonisten erzählt wird. Dieselbe Handlung wird psychologisch komplett unterschiedlich interpretiert. Auch die Charaktere sind so gegensätzlich, dass auch dieser Song perfekt in das Konzept der Parallelwelten hineinpasst.
Den Song "The Muse" wird es auch als Video geben. Wie kam es dazu, das Video in einem Museum zu drehen und wer hat dich dabei unterstützt?
Felix: Die Location war ein Zufall und ein Glücksfall zugleich. Schließlich geht es in dem Lied um die Inspiration bzw. die Muse an sich, also auch alles, was damit zusammenhängt und daraus entsteht: Musik, Museum, usw. Wie auch schon beim ersten Musikvideo ("Give back the moments") wollte ich dasselbe Film-Team beisammen halten und ich bin froh, dass es gelungen ist, Boris May für Regie und Schnitt und Dominik Kuhn für Kamera und Licht wieder an Bord zu haben. Boris und ich lernten zufällig den PR-Manager vom red dot design museum auf einem Diorama-Konzert in Madrid kennen. Das Konzert wurde in letzter Minute abgesagt, da die Hälfte der Band im Schneechaos in Frankfurt steckengeblieben ist. Und so hatten wir Zeit ins Gespräch zu kommen. Ein halbes Jahr später, als es ans Planen des Videos ging, haben wir uns dann auf diesen Kontakt besonnen und konnten das red dot design museum in Essen als Location gewinnen. Das Museum ist wirklich etwas Besonderes – eine Verschmelzung von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Epochen, was einen spannenden Hintergrund für das Musikvideo ergeben sollte.
Deine neue Homepage ist unter http://www.felixmarc.de auch online. Einige Fotos erinnern mich ein wenig an einen bestimmten Fotografen. Hat hier der Herr Heilemann seine Hände mit im Spiel? ;-)
Wieso gibt es eigentlich keine Skandale um deine Person? Man hat ja manchmal den Eindruck, dass man derzeit besonders böse sein muss oder ständig das F-Wort benutzten muss, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Bei dir findet man beides nicht.
Felix: Scheint, als hätte ich den richtigen Berater. :-) Aufmerksamkeit kann man auf unterschiedlichste Art und Weise bekommen. Ich mache jetzt seit gut 12 Jahren als aktiver Künstler Musik in der internationalen schwarzen Szene und habe durch eine kontinuierliche Schaffensphase und Konzerte mit diversen Bands in vielen Ländern dieser Erde ein schönes Netzwerk und eine treue Fanbase aufbauen können. Warum sollte ich da jetzt böse sein und fluchen? Wichtig ist doch, dass man authentisch ist; sonst ist man lediglich Teil eines kurzzeitigen Hypes und verschwindet genauso schnell wieder von der Bildfläche wie man aufgetaucht ist.
Was hat sich seit den Studioaufnahmen für das erste Album "Pathways" für dich geändert und war dies relevant für dein zweites Album "Parallel Worlds"?
Felix: Zwischen den beiden Alben hat sich v.a. persönlich viel geändert. Ich bin Anfang letzten Jahres Vater eines wunderbaren Sohnes geworden und durfte beruflich nach Paris umziehen, also auf der Karriereleiter eine Sprosse nach oben. Drei einschneidende Ereignisse, die zeitgleich vonstatten gingen. Das hat natürlich die Gesamtsituation, am Wochenende auf Tour mit der Musik gehen und die Woche über Familie und Job managen, intensiviert. Das schlug sich auch in den Songs nieder, die seitdem entstanden sind, z.B. "Ghost" oder "Life is porn".
Wie bekommst du Felix Marc, Diorama, Frozen Plasma, deinen Job und natürlich deine Familie unter einen Hut?
Felix: Das ist mein Berufsgeheimnis. Aber bitte nicht meine Frau und meinen Chef fragen. :) Nein, im Ernst. Das ist natürlich ein schmaler Grat, auf so vielen Baustellen gleichzeitig eine gute Performance abzuliefern. Ohne die Unterstützung und Toleranz der Familie wäre das gar nicht möglich. Offene Kommunikation und weitschauende gemeinsame Planung in Familie und Beruf lassen bis dato noch genug Freiräume für meine künstlerische Selbstverwirklichung, die v.a. nachts vonstatten geht, wenn alle schon schlafen. Und mein Sohn hat die Musik offenbar auch schon im Blut. Zu "Moscow Paris" und "The Muse" zappelt er schon tapfer mit.
Wird es Felix Marc auch einmal live geben?
Felix: Das hängt davon ab, ob sich das Live-Konzept, das ich im Kopf habe, verwirklichen lässt. Ich möchte meine Songs auf jeden Fall mit einer vollwertigen Band auf die Bühne bringen, um der Musik noch mehr Druck live zu geben und mehrstimmig zu singen. Das Casting ist gerade angelaufen und wenn die ersten Proben vielversprechend sind, kann ich mir gut vorstellen, einzelne exklusive Shows in Deutschland und Europa zu spielen. Das passiert aber frühestens Mitte 2012.
Felix: Zuerst gilt der Fokus auf die Familie neben den diversen Festivalauftritten mit Diorama und Frozen Plasma im Juni-Juli. Urlaub dann endlich im August mit komplettem Switch-off aller Online-Verbindungen zum Runterkommen. Dann wird im zweiten Halbjahr wie gesagt am Live-Konzept für Felix Marc und an den nächsten Veröffentlichungen für Frozen Plasma und Diorama gearbeitet.
Neben deinem Soloalbum, Frozen Plasma und Diorama hast du noch zusammen mit Mental Discipline den Track "Fallen Stars" aufgenommen. Bist du nicht ausgelastet oder was steckt dahinter?
Felix: Mir war langweilig. ;) Einer der beiden von Mental Discipline sprach mich nach dem Diorama-Konzert in Ekatarinburg im Oktober letzten Jahres an und gab mir eine Promo-CD mit. Zu meinem Erstaunen waren da richtige Ohrwürmer drauf und der o.g. Track in einer Instrumentalfassung. Ich schrieb zurück und fragte, was die Pläne mit dem Track sind und ob ich nicht Text und Gesang beisteuern könnte, da mir der Track irgendwie ans Herz gewachsen war. Mitten in der Zusammenarbeit flog ich dann für eine Frozen Plasma Show im Januar nach Moskau und wir trafen uns dort wieder zur ersten Lagebesprechung. Bekanntermaßen gab es dann den Terroranschlag am Moskauer Flughafen. Das war exakt 4 Stunden nach meinem Abflug vom selbigen Flughafen. Diese Erfahrung hat mich dann motiviert, den Text für den Song entsprechend zu schreiben.
Vielen Dank für das interessante Interview und viel Erfolg mit deinem 2. Album! Das letzte Wort gehört dir.
Wir sehen uns wieder in dieser oder jener Parallelwelt.
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Webseite: Felix Marc
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News
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19.05.2011 Musiknews: Felix Marc - limitierte Single!
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04.08.2011 Soundcheck: Felix Marc - Parallel Worlds
14.09.2008 Soundcheck: Felix Marc - Pathways
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Felix Marc - Parallel Worlds
Info
Künstler: Felix MarcLabel: Infacted Recordings
Medienformat: CD, Album
Genre: Synthie-Pop
Catalog: FACT 3175
Veröffentlichung: 10.06.2011
Soundcheck: [U] Wertung:
Tracklist
- Repair
- Moscow Paris
- Collector
- Opposite Sides
- Life is Porn
- Fields of Grey
- The Muse
- Modern Talking
- The Garden of Light
- Ghost
- Mystify
- Parallel World
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