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Edge Of Dawn

Seite 1: Alles Seabound?



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Edge Of Dawn
Edge Of Dawn sind einer der heissesten Geheimtipps in Sachen anspruchsvoller Elektronik und intelligentem Future-Pop. Das Debüt der Formation Edge Of Dawn mit dem Seabound Sänger Frank Spinath und dem Informatiker Mario Schumacher stieß auf rund um positive Resonanz. Was lag also näher, als dem Newcomer ein wenig auf den Zahn zu fühlen.
Hallo Mario, fallen wir doch mal mit der Tür ins Haus. Wie fühlt man sich nachdem die erste offizielle CD veröffentlicht worden ist?

Es ist ein außergewöhnliches Gefühl, wenn man die erste CD mit komplettem Artwork frisch aus dem Presswerk in der Hand hält oder seine CD im Handel entdeckt. Das sind solche Momente, in denen man realisiert, dass sich damit ein persönlicher Traum erfüllt hat und denkt: „Wow, da hat sich die ganze Arbeit wirklich gelohnt!“ Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass wir bei Dependent und Metropolis Records gelandet sind – zwei Labels, die ich sehr schätze. Interessanterweise habe ich nach der Veröffentlichung der „The Flight [Lux]“ EP gut anderthalb Monate gebraucht, um sie überhaupt mit frischen Ohren zu hören und einigermaßen objektiv beurteilen zu können. Es freut mich sehr, dass ich auch noch mit diesem zeitlichen Abstand damit rundum zufrieden bin.
Welche Reaktionen hast du denn bisher erfahren?

Bisher haben wir außergewöhnlich positive Reaktionen erhalten – vor allem natürlich aus EU-Ländern und den USA, aber auch aus Ländern wie Kroatien, Polen, Russland und Japan. Obwohl wir von unserem Material sehr überzeugt waren, haben wir nicht mit solch einem begeisterten Zuspruch gerechnet. Auch über die Charterfolge war ich sehr überrascht.
Edge Of Dawn war ja bis vor kurzem dein Soloprojekt. Frank ist ja erst vor kurzem dazu gestoßen. Wie kam es dazu?

Kennen gelernt haben Frank und ich uns letztes Jahr nach einem großartigen Seabound-Gig in Frankfurt. Seitdem blieben wir in E-Mail-Kontakt. Zunächst habe ich bei Frank angefragt, ob er und Martin Interesse an einem Edge Of Dawn-Remix eines Seabound-Songs hätten. Obwohl Seabound zu diesem Zeitpunkt keinen Bedarf an Remixen hatten, war Frank an meiner Musik interessiert. Ich habe ihm dann den unveröffentlichten, etwa zwei Jahre alten Remix von Sterils “Disposable” zugeschickt, der ihm gut gefiel. Da ich auf der Suche nach einem Gastsänger für mein Debüt-Album war, fragte ich Frank ob er den Gesang für einen Edge Of Dawn-Song übernehmen könnte. Frank ermutigte mich darauf, ihm ein MP3 zu schicken, wenn ich einen geeigneten Song für ihn hätte. In den nächsten Wochen schrieb ich dann den Song “Losing Ground“ und schickte ihn Frank per E-Mail. Er antwortete noch am selben Tag, dass er den Song sehr gut findet und begann gleich an einem Text sowie einer klaren Idee zu einer Gesangslinie zu arbeiten und schlug vor, dass wir uns einmal treffen, um gemeinsam an dem Song zu werkeln. Das war der Beginn unserer Zusammenarbeit.
Hast du keine Angst das durch Franks Stimme, ein direkter Seabound Bezug gegeben ist? Oder das man Edge Of Dawn wohlmöglich sogar als Clone abstempelt?

Allein durch Franks Stimme bestehen natürlich Parallelen zwischen Seabound und Edge Of Dawn. Jedoch setzen wir den Gesang ganz anders ein, er steht viel mehr im Vordergrund. Auch besitzt Frank bei Edge Of Dawn mehr stimmliche Freiheiten – ich finde es sehr spannend, ihm eine Möglichkeit zu geben, auch ungewöhnliche Dinge einmal auszuprobieren. Meines Erachtens ist Edge Of Dawn im Gegensatz zu Seabound direkter und organischer. Während die Musik von Seabound einen kühlen, futuristischen Charakter besitzt und oft experimentell klingt, empfinde ich Edge Of Dawn als wärmer, emotionaler und lebendiger. Neben sehr elektronischen, tanzbaren Songs existieren bei uns auch ruhige / melancholische Stücke. Auch durch die Tatsache, dass es bei EOD zwei Sänger gibt und dass in meiner Musik starke Rock- und Alternative-Einflüsse vorhanden sind, setzen wir uns von Seabound ab.

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