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Noch bevor am 21. Februar das "Richtfest" steigt, haben uns Tom und Carsten Rede und Antwort zur Bandgeschichte aber natürlich auch zum neuem Album gestanden. Was dabei raus kam? Lest selbst.

Könntet Ihr euch kurz für alle Leser vorstellen denen [:SITD:] noch kein Begriff ist?

Tom:
Gerne, [:SITD:] stammen aus dem Ruhrgebiet und wir selbst definieren unsere Musik schlicht und ergreifend als “Electro“.
Die Band besteht aus den drei Mitgliedern Carsten Jacek, Frank D’Angelo und mir, Thomas Lesczenski. Während ich mit der Musik betraut bin, zeigt sich Carsten für den Gesang und die textlichen Belange verantwortlich. Frank kümmert sich neben den [:SITD:] Live-Aktivitäten als zweiter Keyboarder und Backing-Vokalist um so viele Dinge hinter den Kulissen, dass er fortan als drittes Bandmitglied mit von der Partie ist.

Dann mal zur Bandgeschichte Wer hatte die Idee eine Band zu gründen? Und wie habt ihr euch letztendlich gefunden und wieso ausgerechnet diese Musik?

Carsten:
Die Band existiert seit 1996 und ist aus einer Schulfreundschaft heraus entstanden. Sowohl mein damaliger Schulkollege Thorsten Lau - der sich mittlerweile aus beruflichen und familiären Gründen von der Musik zurückgezogen hat - als auch ich hatten dieselben musikalischen Vorlieben und Hintergründe. Wir bewegten uns seit Ende der 80-ger Jahren in der “schwarzen Szene“ und entschlossen uns, als reines Hobby selbst Musik zu machen. Wir haben ein paar Tapes und CD’s im Eigenvertrieb herausgebracht, die wir via Zeitschrifen und Konzerten vertrieben haben und waren mit Beiträgen auf diversen Samplern vertreten.

Professionelle Strukturen nahm das Ganze mit dem Bandeinstieg von Tom an, der 1999 zur Band hinzustieß und der sich fortan, um sämtliche musikalischen Belange der Band kümmerte. Als erstes Resultat dieser Zusammenarbeit entstand im Frühjahr 2000 eine erste Fassung von “Snuff Machinery“, welche wir an einige Deejays herausgaben. Das Stück erhielt durch Mundpropaganda und Weiterkopieren zunächst im Ruhrgebiet und später bundesweit Einzug auf den Tanzflächen der Clubs und Stefan Herweg von Dependent / Mindbase veröffentlichte den Song im Oktober 2001 auf der CD-Compilation “Septic II“ und er eröffnete uns die Möglichkeit VNV Nation im Rahmen der “Futureperfect Tour“ zu supporten.

  Wir bekamen draufhin zahlreiche Angebote von Plattenlabels und entschieden uns im Dezember 2001 bei Accession-Records zu unterschreiben, wo wir dann mit der Veröffentlichung der “Snuff EP“ direkt Platz 1 in den Deutschen Alternative Charts erreichen und 2003 mit der darauffolgenden Maxi-Single “Laughingstock“ und dem ersten Album “Stronghold“ diesen Erfolg verfestigen und ausbauen konnten.

Gibt es eine Geschichte zum Bandnamen?

Carsten: [:SITD:] steht für “Shadows In The Dark“, womit wir den allgemeine Grundtenor unserer Musik und deren Inhalte als metaphorischen Überbegriff zum Ausdruck bringen wollen.

Macht ihr die Musik hauptberuflich oder arbeitet ihr noch nebenbei?

Carsten:
Studium und Beruf waren zeitlich nicht mehr mit [:SITD:] in Einklang zu bringen, so dass wir uns dazu entschlossen haben, uns momentan ausschließlich der Musik zu widmen. Die Option das Studium oder den Beruf wieder aufzunehmen, besteht aber weiterhin.

Welche Vorbilder habt ihr? Idole? Die Helden eurer Jugend?

Tom:
Wir sind in den frühen 80-ger Jahren mit Bands wie Depeche Mode, Kraftwerk oder New Order aufgewachsen. Mitte der 80-ger Jahre entdeckten wir unsere Faszination für E.B.M. und Bands wie Front 242, Skinny Puppy oder Nitzer Ebb, die bis zum heutigen Tage anhält. Von Vorbildern zu sprechen wäre aber der falsche Ausdruck. Wir sind stets bemüht eine eigene musikalische Identität zu entwickeln. Die Formulierung “Helden der Jugend“ trifft die Sache schon eher...

Hattet ihr eigentlich mit eurem Erfolg gerechnet?

Tom:
Erfolg ist nicht planbar und dementsprechend haben wir auch nicht damit gerechnet. Wie Carsten eingangs sagte, machen wir seit vielen Jahren Musik und bei uns stand immer die Musik und deren Inhalte im Vordergrund. [:SITD:] ist quasi unser Kind und wir würden auch weiterhin Musik machen, wenn wir keinen Erfolg damit hätten, weil uns einfach die Sache an sich am Herzen liegt.

Snuff Machinery war ja ein sehr ausgeprägter Club Hit. Kämpft ihr noch mit den folgen? Ist es so das viele euch auf diese Nummer limitieren wollen?

Carsten: Es ist doch etwas Wunderbares einen solchen Song geschrieben zu haben. [:SITD:] ist mehr als “Snuff Machinery“, genauso wie z.B. Suicide Commando mehr als “See You In Hell“ oder Front 242 mehr als “Headhunter“ ist. Nicht das wir uns mit diesen Akts vergleichen wollen, dafür sind diese Bands im Gegensatz zu uns schon viele Jahre in der Szene aktiv, aber anhand dieser Beispiele kann man sehen, dass es durchaus etwas Positives hat, wenn man Identifikation mit einem “Überhit“ schafft.
Zum Glück wird das von unserem Publikum genauso gesehen und wir freuen uns über die entsprechende Würdigung, die z.B. “Laughingstock“, “Lebensborn“ oder jetzt “Richtfest“ zu Teil wird. “Snuff Machinery“ ist also eher Segen als Fluch...
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