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« zurück » Rezensionen » Soundcheck » Roughhausen - The Agony Of The Beat

Roughhausen - The Agony Of The Beat


Veröffentlichungstermin: 29. August 2008
Label: Tinder Box Records
Genre: Industrial
[U] -Wertung:  10 von 10
[Basti am 25.11.2008 ]
Leserwertung: 8 aus (2) Stimmen

Wenn man sich auf die Fahne schreiben kann bei einer Band wie Front Line Assembly mitgewirkt zu haben, ist das schon mal ein ausdrucksstarkes Aushängeschild und eine gute Promotion für etwaige künftige Soloprojekte. So verhält es sich bei Jeff Stoddard: Er unterstützte FLA an der Gitarre und wirkte weiterhin bei Will und Decree mit. Erfahrung kann man dem Mann also zweifelsohne zusprechen und somit auch auf ein interessantes Album seines Soloprojektes Roughhausen hoffen.
„The Agony Of The Beat“ heißt sein erstes Solo-Album und man kann die Vergangenheit von Jeff Stoddard klar heraushören, denn Vergleiche mit den Heroen aus Vancouver FLA oder Skinny Puppy sind nicht von der Hand zu weisen: Harte Kost mit verzerrten Vocals, krachenden Gitarren und sphärischen bzw. soundtrackartigen Synthesizerklängen machen die Platte zunächst schwer zugänglich. Aber genau das macht den Reiz eines guten Albums aus: Man muss sich damit beschäftigen, seine umfangreichen Facetten erfassen und mit jedem Durchlauf etwas neues für sich entdecken. Genauso ist es bei „The Agony Of The Beat“ und man kann sich sicher sein, dass so schnell keine Langeweile aufkommt. Besonders beeindruckend sind die vielen Klangspielereien und Effekte, die sich einem mehr und mehr, von Mal zu Mal erschließen.
Wie man es von Industrial-Projekten diesen Schlages erwartet, geht auch Roughhausen die Lyrics betreffend nicht zimperlich mit dem Hörer um und es wird einem beim Hören und Lesen bewusst, dass der „Parental Advisory“-Button seine Berechtigung hat.
„The Agony Of The Beat“ entwickelt beim Hören eine unglaublich bedrückende und düstere Atmosphäre, vorrangig nur durch den Einsatz von Klängen, Geräuschen, Samples und Melodietupfern und nicht durch krampfhaft banal eingesetzte Lyrics und „schaurige“ Vocals, wie es des Öfteren praktiziert wird! Dabei sollte erwähnt sein, dass die Lyrics zwar keine unwesentliche Rolle spielen, sie sich aber doch hinter den teils erdrückenden Klangwänden verstecken, wobei ein Großteil der Titel ganz ohne Vocals auskommt und wirklich nur der Synthesizer und die Gitarre Stimmungen vermitteln!
Alles in allem ist Jeff Stoddard ein wirkliches geniales Erstlingswerk voller Energie, Wut und Düsternis gelungen. Man muss sich auf jeden Fall mit dem Album auseinandersetzen und sollte nicht erwarten, nach dem ersten Hören ein Urteil fällen zu können. Je öfter man es hört, umso mehr entdeckt man und umso spannender wird die Platte. Gerade Electrofreunden aus unseren Breiten sei auf jeden Fall ein Reinhören empfohlen, weil man solchen Industrial bei uns doch verhältnismäßig selten zu hören bekommt, weil zum Beispiel deutsche Labels eher selten auf solche Sounds setzen.
 


Tracklist:


01 The Pinned Man
02 Control
03 The Bad Seed
04 I Know You
05 Sub-Nality
06 Fornaicus
07 Relentlesss
08 My War
09 Gut [Entrails Mix]
10 U Better Run
11 Falling Down
12 Fists of Love
13 An Awakening

[U]ser Sammlung






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