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« zurück » Rezensionen » Soundcheck » Divamee - Ex|pe|ri|ment

Divamee - Ex|pe|ri|ment


Veröffentlichungstermin: 10.10.2008
Label: Codeline Records
Genre: Electro
[U] -Wertung:  6 von 10
[Markus am 10.02.2009 ]
Leserwertung: 7 aus (3) Stimmen

Ein Experiment (von lateinisch experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“) im Sinne der Wissenschaft ist eine methodisch angelegte Untersuchungsanordnung. Das wissenschaftliche Experiment darf deshalb nicht mit dem Begriff Zufallsexperiment aus der Stochastik verwechselt werden. So zumindest sind die einleitenden Worte im entsprechenden Wikipedia Eintrag. Was das nun mit dieser CD zu tun hat? Nun der Titel „Experiment“ ist nicht ganz zufällig gewählt möchte ich mal annehmen.
Die Ausgangslage für dieses Album ist eine eher ungewöhnliche. Die Band Divamee sammelte für ihr Debüt Instrumentale von diversen Künstlern (Die Perlen, Drunkness, Eo Ipso, Der Sternensoldat, Rapid Cell Destruction, Monosex, Decence und X-Tractor) und verarbeitete diese dann weiter. Von daher kann es eigentlich nicht verwundern dass „Experiment“ ein Abwechslungsreiches Album geworden ist.
Divamee wurde irgendwann im Jahre 2006 gegründet und besteht aus den beiden Sängerinnen Lysz und Liva und dem Musiker/Sänger Kim Strange (ja ist wirklich ein Mann).
Zumindest Lysz könnte einigen bekannt sein. Immerhin 5 Jahre lang stand Sie mit ihrer Ex-Band auf der Bühne. Um welche Band es sich dabei handelt wird in der Presseinfo totgeschwiegen.
Kommen wir zurück zur Musik und die stellt den Hörer auf die Probe. Wenn da nicht die Gesangstimmen wären könnte man den Eindruck eines Samplers im CD-Player gewinnen. Einen roten Faden sucht man musikalisch zumindest vergeblich. Eingangs erwähnte Ausgangslage macht klar das dem auch kaum so sein kann. Zumindest inhaltlich kann man einen roten Faden ermitteln. Es geht um Tierversuche, Umweltzerstörung oder auch Kindesmissbrauch, wobei einige Texte recht plakativ wirken.
Highlights dürften der Opener „Goddess“ und das stark an :Wumpscut: erinnernde „Spiel mit mir“. Gerade letzteres hat die Chance auf vermehrten Clubeinsatz. Daneben finden sich aber auch Schwachpunkte. So können mich Songs wie „Sehnsucht“ oder „Visions“ nicht sonderlich überzeugen. „Tsunami Task Force“ fällt mit seinen Industrial Beats dann völlig aus dem Rahmen, ist aber auch eindeutig zu langatmig und eintönig.
Es gab sicherlich schon schlechtere Debüt Alben als dieses. Auch mag ich die Band hier gar nicht bewerten, dafür wären eigene Songs von Nöten. „Goddes“ als Eigenkomposition kann mich überzeugen, womit ein Ausblick auf das erste „eigene“ Album gar nicht so düster aussieht. Das Experiment ist spannend aber eben nicht immer von Erfolg gekrönt.


Tracklist:


01. Goddess
02. EndZeit (für Tiere)
03. Kalte Liebe
04. Alles dreht sich
05. Sandman
06. Engel
07. Spiel mit mir
08. Sehnsucht
09. Visions
10. No way out
11. Traumwelt
12. Tsunami Task Force
13. EndZeit (Mathe B a.k.a CS-Dos-Remix)

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