Neon Synthesis - Alchemy of Rebirth
Veröffentlichungstermin: 27.02.2009
Label: Killerpool Records
Genre: Industrial Metal
[U] -Wertung:
[MyMisery am 15.03.2009 ]
Leserwertung:
Die Formation Neon Synthesis veröffentlicht dieser Tage ihr offizielles Debüt auf dem italienischen Label Killer Pool Records. „Alchemy of Rebirth“, so der mystische Name des Erstlings, vereint eine düstere Melange aus Industrial Metal, Goth-Rock und Doom auf einzigartige Weise. Produziert wurde das Ganze von Victor Love, seines Zeichens Mitglied der Dope Stars.
Wenn bei der Rezension eines Albums sehr viel mehr Zeit als gewöhnlich benötigt wird, ist dies meist ein sehr schlechtes aber manchmal auch ein gutes Zeichen. In diesem Fall ist Version zwei eindeutig der Fall. Zu Beginn der Reise fand man recht schnell Zugang und auch Gefallen an dem Werk der jungen italienischen Band. Doch was zuerst nur Sympathie und positive Empfindung des Songmaterials war, entwickelte sich nach etwas Zeit und einigen Durchläufen in pure Begeisterung. Schwer vergleichbar, irgendwo zwischen Samael, Type O Negative und den Dope Stars, aber auch zugänglich und sehr elektronisch, lässt sich der Sound charakterisieren. Hinzu kommen Elemente aus dem Goth-Rock, Dark Electro und sogar Black Metal-Bereich. Die Stimme variiert von klar bis zu Growls und Kreischgesang. „Nihil“ startet fulminant und recht metallisch. Danach folgen die Dark Electro-versetzten Knaller „Visions from Above“ und „Betrayal“. Besonders der Zweitgenannte setzt in punkto Atmosphäre und Emotionalität bereits Anfang dieses Jahres sehr hohe Maßstände. Später lebt das geniale „Solitude + Fear“ die Goth-Rock Seite der Band aus. Darauf folgt „Artificial Paradise“, das bedingt als eine melodische und elektronische Version von Samael durchgehen könnte. Samael wohlgemerkt wie sie zuletzt klangen, also vor dem entsetzlichen Rückschritt des aktuellen Albums. So bewegen sich Neon Synthesis bis zum Schluss mit dem emotionalen „Catharsis“ auf einem sehr hohen Niveau.
Es gibt so Alben, da wollen hören die Gänsehaut-Schauer gar nicht mehr aufhören. „Alchemy of Rebirth“ gehört definitiv für mich dazu. Insbesondere der Song „Betrayal“ hat es mir angetan. Jenen werde ich nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekommen können. Fluch oder Segen? Naja, hier wohl eher Segen.
Tracklist:
1. Nihil
2. Visions From Above
3. Betrayal
4. Like Ashes On A Waste Land
5. Solitude + Fear
6. Artificial Paradise
7. The Sweetest Nightmare
8. Through The Looking Glass
9. VII
10. Catharsis
weiterführende Links
Link: Neon Synthesis
Link: Killerpool Records
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