Portion Control - Crop
Veröffentlichungstermin: 26.06.2009
Label: Sigsaly Transmission Media
Genre: EBM, Industrial
[U] -Wertung:
[Markus am 13.07.2009 ]
Leserwertung:
Mit Portion Control drängt eine Band in die Öffentlichkeit zurück, die schon in den 80ern aktiv war. Noch ein Comeback!? Mag der ein oder andere denken, doch das stimmt nicht so ganz. Die beste Antwort bieten die Briten auf ihrer Webseite an. Im Untertitel heißt es dort schließlich „Uncompromising electronic audio from 1980 to present“ und das stimmt auch so. Auch wenn Portion Control jahrelang keinen Labelvertrag hatten und es somit ein wenig schwieriger wurde, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, hat man stetig munter weiter Alben veröffentlicht. Mit „Sigsaly Transmission Media“ hat sich nun ein Label der Band angenommen und der Weg zurück ins Rampenlicht ist dadurch vermutlich ein wenig erleichtert.
„Crop“ ist so was wie ein kleines "Best Off Portion Control 2004 - 2009" Album. Wer also Alben wie z.B. das letzjährige „Slug“ kennt, wird auf „Crop“ den ein oder anderen bekannten Song wieder finden.
Stilistisch bietet „Crop“ einen Mix aus EBM, Elektro und Industrialeinflüssen, dazu gesellt sich ein gehöriger Schuss Coolness, den man wohl nur nach knapp 30 Jahren Musikbusiness erlangen kann.
Portion Control geben keinen Pfifferling auf angesagte Trends und Strömungen innerhalb der Szene sondern ziehen stur ihr Ding durch. Experimentierfreudigkeit ist ein weiteres Attribut, welches die Band auf der Haben-Seite verbuchen kann. Dabei verlieren sich die beiden nicht in endlosen Klangexperimenten, sondern spielen ihre Songs strukturiert auf den Punkt ein. Daher wäre eine Kategorisierung in die Schublade Old School EBM für Portion Control eher kontraproduktiv, denn mit dem anhaltenden Revival Trend hat man ebenso wenig am Hut.
Da man weitestgehend auf Flächensounds verzichtet, klingen Portion Control doch sehr minimalistisch. Mann kann es aber auch positiv ausdrücken, wenn man dem Duo bescheinigt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. So finden sich einige EBM Perlen innerhalb der Tracklist der ersten CD wieder. Besonders in Erinnerung bleiben „Hardman“, „Global“ sowie „Blood Rushed To Head“. Sehr experimentell gibt man sich dann mit den beiden Tracks „Onion Jack“. Beide knapp 15 Minuten lang, bieten jede Menge Platz für Spielereien und Experimente.
CD2 ist eigentlich eher eine Bonus EP. 4 Tracks die es in sich haben. „Brain Scraper Death Dive (Rebuild)” hat einen derart unglaublichen Drive und arbeitet verstärkt mit Klangflächen. Großartiger Track. Aber auch die anderen 3 Bonushäppchen sind von aller erster Güte.
Klasse! Die EBM Rentner von „Portion Control“ lassen mit diesem Album, so manch jungen Newcomer alt aussehen.
Tracklist:
1-01. Hardman
1-02. Global
1-03. Pure Menace
1-04. Blood Rushed to Head
1-05. Blind Eyes
1-06. Too Much Damage
1-07. Onion Jack II Segue
1-08. Chew You to Bits (Rebuild)
1-09. Sickman
1-10. Onion Jack IV Segue: Pearly King & Queen Cosh Boy. Onion Freak.Drive.By.Sunbeam
2-01 Brain Scraper Death Dive (Rebuild)
2-02. Defend (NTRSN Version)
2-03. Witness/Transmission Intro_01
2-04. Amnesia (Beta.01)
[U]ser Sammlung
weiterführende Links
Link: Portion Control
Link: Sigsaly Transmissions
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