Psy'aviah - Eclectric
Psy'Aviah legen mit "Eclectric" ihr zweites Fulltimealbum zur Begutachtung vor. Das Debütalbum "Entertainment Industries" konnte mich ja vor knapp 1,5 Jahren schon überzeugen und der Song "Tired" hat sich in der Zwischenzeit zu einem nicht mehr loszuwerdenden Ohrwurm entwickelt. Sobald ich den Namen Psy'Aviah lese, habe ich diesen Refrain im Ohr.
Ähnliches wird mit den Songs des Albums "Eclectric" nicht passieren, da es kein Song gibt der einen ähnlich eingängigen Refrain aufweisen kann. Dafür liegen die Qualitäten ganz woanders. Psy'Aviah mischen sich gekonnt durch verschiedene Genres, wobei der Kern aus EBM besteht. Dazu werden Stilelemente aus Hip Hop, Breakbeat, Techno, House etc. verbraten. Eine Mischung, die mir ganz gut mundet, da das Duo mit ungewöhnlichen Sounds experimentiert und sich so jeglichem Vergleich mit angesagten Genrebands zunächst entzieht.
Fette Beats mit "Killer SynthLine" garniert und eben bereits erwähnten Elementen ergeben einem klangvollen, tanzbaren Sound, den man nicht schon auf den letzten 20 zu rezensierenden Alben gehört hat.
Soweit deutet wirklich alles auf ein klasse Album hin, denn auch die Produktion kann vollends überzeugen. Für diese zeigt sich im übrigen Geert de Wilde von IC 434 verantwortlich. Wäre da nicht ein Schwachpunkt, der auch schon dem Debütalbum einer besseren Wertung im Wege stand, wäre das Resümee für "Eclectric" sicher um einiges besser.
Dass die Songs nicht oder nur schwer im Ohr hängen bleiben, liegt zu einem Großteil an dem Gesang von Emélie Nicolaï. Um es nicht allzu hart auszudrücken, die Stimme wäre in einem Call Center sehr angenehm, als Sängerin zu dieser Musik taugt sie aber nur bedingt. Da hilft es für den Gesamteindruck natürlich, sich Gastsänger ins Studio zu holen. Was man in Form von Jean-Luc De Meyer (Front 242), Len Lemeire (Implant, 32Crash) und Jennifer Parkin (Ayria) auch getan hat.
Ein Klasse Elektroalbum, bei dem so schnell keine Langeweile aufkommt, was aber eben leider auch mit einem eklatanten Schwachpunkt "gesegnet" ist. Zugute halten muss man aber, dass im direkten Vergleich zum Vorgänger der Gesang schon um einiges variabler und stimmiger geworden ist.
Tracklist:
01. No Excuse
02. Keep Hope Alive
03. !AllAboutYou
04. Something Evil
05. Anger Management
06. Attract/Reject
07. Paranoid
08. Blackhole
09. Ophelie (feat. Jean-Luc De Meyer)
10. Sweet Hard Revenge
11. Into The Game (feat. Ayria)
12. Twisted Mind
13. Fear (theory)
14. Fear (practice)
15. Rivotril Nights
Psy'aviah - "Eclectric" promo trailer
weiterführende Links
Link: Psy'aviah
Link: Alfa Matrix
Das könnte dich auch interessieren
08.09.2008 | Soundcheck Psy’Aviah - Entertainment IndustriesDownloads: Psy'Aviah - Contraspection
Bildergalerie Psy'Aviah
Kommentar via Facebook
Du interessierst sich für Musik, Film, Hörspiel? Du würdest dieses Interesse gerne vertiefen und gerne auf einer Homepage präsentieren und hast keine eigene? Dann werde Teil von [U]selinks! Wir suchen Mitarbeiter für die Bereiche - Kritiken (Musik, Film, Hörspiel) - Interviews - etc. Nimm Kontakt zu uns auf.


