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« zurück » Rezensionen » Soundcheck » Leæther Strip - Mental Slavery

Leæther Strip - Mental Slavery


Veröffentlichungstermin: 18.06.2010
Label: Alfa Matrix
Genre: EBM
[U] -Wertung:  6 von 10
[Markus am 30.05.2010 ]
Leserwertung: 6 aus (2) Stimmen

"Endlich was Neues von Leæther Strip" war eine spontane Reaktion innerhalb der Redaktion als uns der Promodownload zu "Mental Slavery" erreichte. In der Tat sind die Veröffentlichungen seit dem Comeback inflationär. Da wird mitunter Qualität mit Quantität locker ausgetauscht. Auch "Mental Slavery" macht es nicht unter 30 neuen Songs. Greift man auf die "Sonderdeluxelimitedhammeredition" zurück, sind es gleich satte 4 CD's, die auf den Markt gespült werden. Da sich da der Eindruck einstellt, dass die Kuh "Leæther Strip" gemolken werden muss solange sie Milch gibt, sollte da niemanden verwundern.

Die letzten VÖ's konnten mich beileibe nicht vom Hocker reißen, da nimmt man die Kernaussage "Clubtracks mit Tiefgang" fast schon ein wenig mit Humor.

Claus Larsen
Clubtracks finden sich tatsächlich auf "Mental Slavery" wieder. Vieles erinnert hier an frühere Leæther Strip Zeiten. Harte Vocals, knochentrockene EBM Beats. Das war damals schon das Erfolgskonzept hinter Leæther Strip. So ganz funktioniert das aber heute nicht mehr, denn ein wenig Abwechslung bei den Beats würde für ein angenehmeres Gesamtbild sorgen. Mitunter klingt das ein wenig einfallslos.

Nun aber genug gemeckert, denn bevor nun der Eindruck entsteht, Claus Larsen hätte durchweg Müll abgeliefert, schauen wir doch mal auf die positiven Seiten.

Es gibt nämlich durchaus Momente, bei denen Claus seine große Klasse aufblitzen lässt. Überraschenderweise sind dies vor allem die atmosphärischen Momente wie z.B. "Abscido" oder "We Build The Walls", die einen an alte Tracks wie "Croatia" erinnern lassen.

Irgendwann reifte dann bei mir die Erkenntnis, dass man hier eine große Chance hat liegen lassen. Hätte man schlicht und ergreifend 10 – 12 Tracks ausgewählt und als Album ohne weiteren Schnickschnack auf den Markt gebracht, wäre das Fazit vermutlich so ausgefallen: Mit Mental Slavery liefert Claus Larsen das beste Leæther Strip Album seit Jahren ab.

Nun fällt das Fazit aber ein wenig anders aus: Mit "Mental Slavery" liefert Claus Larsen eine Menge guter Songs, füllt diese aber mit der gleichen Anzahl an durchschnittlichem Material auf und verwässert so die eigentlichen Stärken, die "Mental Slavery" innewohnen.
Manchmal ist weniger halt einfach mehr, aber das scheint nun wirklich niemanden zu interessieren. So würde es mich nicht überraschen, wenn uns dieses Jahr noch eine EP sowie ein weiteres Album in der Retention Reihe erwarten würde.

Tracklist:


1-01. Introvert
1-02. Turmoil (fuel for fascism)
1-03. My shadow is your home
1-04. I feel human
1-05. State of mind control
1-06. Invade my body
1-07. Out there
1-08. Abusive
1-09. Your god has left you tonight
1-10. Closer to the pulse beat
1-11. It's the end
1-12. No entry no exit
1-13. Thirty-seven point one
1-14. Strobe lights
1-15. Frankfurt noir
1-16. Invade my body (Bær Body Music mix)
2-01. Grab it now
2-02. We build the walls
2-03. Slow
2-04. Battle mind
2-05. Dead soil
2-06. Song for Pia
2-07. What have i done? (feat. Andi Sex Gang)
2-08. H. C. Ørsted
2-09. Out there (Tunguska version)
2-10. My funeral
2-11. I watch you fall
2-12. Abscido
2-13. Song for Pia (acoustic version feat. Jim Cookas)
2-14. The Bears aren't sleeping tonight (Dance mix)

[U]ser Sammlung



Leæther Strip - My shadown is your home





weiterführende Links


Link: Leæther Strip
Link: Alfa Matrix




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