Seabound – Double Crosser
Veröffentlichungstermin: 27.10.2006
Label: Dependent Records
Genre: Electro
[U] -Wertung:
[Markus am 03.11.2006 ]
Leserwertung:
Sie sind zurück! Seabound präsentieren ihre dritten Longplayer. Für dieses Album haben Martin und Frank so ziemlich alle Register gezogen. Sei es nun das man sich die bereits bewährten Künste von Ingo Römling für das Coverartwork sicherte oder mit Olaf Wollschläger und Eskil Simonsson (Covenant) gleich zwei Produzenten mit ins Boot holte.
Es scheint so als wollte man mit aller Gewalt an den bisherigen Erfolgen anknüpfen.
War es bei „Beyond Flatline“ noch Liebe auf den ersten klick, bedurfte es bei Double Crosser schon eines genaueren hinhören. Ich gebe gerne zu das ich anfangs sogar von diesem Album enttäuscht war. Der Opener „Scorch The Ground“ war bereits vom Septic Sampler bekannt, erfüllt aber alles was ein Opener zu leisten hat. Bereits nach wenigen Klängen ist klar: Das kann nur Seabound sein. Verwechslung unmöglich! Das gilt auch für das folgende „The Promise“ ein weiterer typischer Seabound Track.
"Doubleplusungood" und "Sapphire" holen einen dann aber erstmal wieder runter. Sphärische Klänge, ja manchmal auch ein wenig beklemmend. „Sapphire“ ist mir sogar viel zu ruhig.
Geweckt wird man dann aber unweigerlich von „Domination“, einer wahren Bassline Granate. „Every Last Grain“ ist das krasse Gegenstück dazu. Ein verträumter instrumentaler Song. Ein Zwischenspiel, mehr nicht. „Castaway“ nimmt ein wenig von dieser Verträumtheit mit hinüber. Der Refrain ist schon Hymnenhaft von der ansonsten mechanischen Kälte die Seabound meist verströmen ist hier nichts mehr übrig geblieben. „October Song“ treibt das ganze noch auf die Spitze. Sehr melodiös.
Wenn dann „Traitor“ füllt man sich ein wenig wie bei einem Sampler bei dem gerade einige Songs liefen, die man keiner Band zuordnen konnte und auch nicht wirklich zu 100% zu überzeugen wussten. Und dann zeigt „Traitor“ das Seabound noch da sind. Wobei es mich schon sehr gewundert hat diesen Song auf dem Album wiederzufinden. Schließlich ist der Song bereits vor knapp 2 Jahren veröffentlicht worden. Hat aber Gott sei Dank nichts von seiner Qualität eingebüsst.
Das abschließende „Breathe“ erinnert mich an VNV Nation`s Beloved. Langsam, ja fast verschlafen Anfangen und dann über 8 Minuten steigern, steigern, steigern.
Einige Songs auf „Double Crosser“ hätte ich von Seabound so nicht erwartet, was die erste Kontaktaufnahme mit den neuen Songs ein wenig erschwerte, aber nach und nach siegt dann doch die Qualität. Nicht bei allen Songs aber doch bei den meisten.
Tracklist:
01 Scorch The Ground (Version) (4:16)
02 The Promise (5:46)
03 Doubleplusungood (4:01)
04 Sapphire (4:05)
05 Domination (4:55)
06 Every Last Grain (2:06)
07 Castaway (5:52)
08 October Song (3:51)
09 Traitor (Extended) (6:37)
10 Breathe (8:15)
[U]ser Sammlung
weiterführende Links
Link: Seabound
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