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« zurück » Rezensionen » Soundcheck » Klangfusion Vol. 1

Klangfusion Vol. 1


Veröffentlichungstermin: 27.07.2007
Label: Accession Records
Genre: Darkelectro
[U] -Wertung:  10 von 10
[Markus am 31.07.2007 ]
Leserwertung: 8 aus (11) Stimmen

Die Idee einer Doppel Maxi ist sicher nicht ganz neu aber hier passen die beiden Acts sehr gut zusammen, so das man als Käufer sich sicherlich für beides zu erwärmen weis.

Den Anfang macht die neue [:SITD:] Single „Kreuzgang“.
Kreuzgang ist beileibe kein schlechter Song, erinnert mich aber in letzter Konsequenz zu sehr noch an die letzte Single „Richtfest“ um mich wirklich Vollendens zu begeistern.

Man muss aber kein Prophet sein um dem Song einen triumphalen Einzug in die Clubs zu attestieren. Fett Produziert, eingängiger Refrain, eine typische [:SITD:] Hymne eben.

Dieser Track ist auch gleich mehrfach durch den Remixwolf gedreht worden. 5 Versionen sind für meinen Geschmack ein paar zuviel. Zwar sind die Remixe durch die Bank gut und interessant aber dennoch ist es immer wieder derselbe Track. Dieser Remixwahnsinn wird aber gottlob zweimal unterbrochen. Atonement“ und „Metamorphosis“ heißen die beiden Songs und diese Stellen für mich das eigentlich interessante an dieser EP dar.

Denn hier verlässt die Band sehr deutlich den bisher eingeschlagenen Weg. Versucht sich an komplizierteren Drumbeats als das was man bislang zu hören bekam. Das geht zwar ein wenig auf Kosten der Eingängigkeit, zeigt aber das die Band durchaus bereits ist sich weiterzuentwickeln. Die Entwicklung geht zwar nicht so weit wie das z.B. The Retrosic mit dem letzten Album vorgelebt haben, aber es ist dennoch der erste Schritt und wer weiß was uns mit dem Album erwartet.

[:SITD:] legen die Meßlatte für Painbastard jedenfalls schon ganz schön hoch, doch der Leipziger Anwalt überspringt diese locker und setzt selbst noch einen drauf.

Die „Nyctophobia“ EP, ist das Beste was mir von Painbastard bislang untergekommen ist.
Wie schon [:SITD:] finden sich jede Menge Remixversionen in der Tracklist wieder doch alleine die ersten vier Tracks sind ein Ohrenschmaus. Etwas eingängiger als bislang, keinesfalls poppiger sondern einfach etwas direkter. „Nyctophobia“ ist dabei noch das Stück, welches man ohne Probleme „Painbastard“ zuordnen kann ohne dabei lange überlegen zu müssen. “Psychological disintegration” hätte man nicht unbedingt so erwartet. “Torn” kennt man schon vom letzten Album, hier findet man jedoch die Remixversion des Gastsängers. Mir persönlich gefällt dieser Remix von Torben Wendt (Diorama) um einiges besser als das Original. Etwas mehr Beats, einfach gefälliger.

“Menschfeind“ ist eigentlich das Titelstück, der letzten Diary Of Dreams EP. Painbastard bringt diesen Song jedoch in einer stark electrifizierten Version, bei der DOD-Fans unter umständen mit den Ohren schlackern werden. Nichts desto trotzt ein Klasse Ding!

Folgen noch die anscheinend unumgänglichen Remixversionen.

Im Internen Wettstreit liegt Painbastard knapp vor [:SITD:], insgesamt kann man aber diese Doppelsingle nur empfehlen. Das es ein bisschen viele Remixe geworden sind lässt sich da auch verkraften, zumal sie so schlecht nicht sind. Die CD im schicken Digipack sollte jedenfalls für knapp 11 € zu haben sein und ist für Fans Pflichtprogramm.


Tracklist:

[:SITD:] - Kreuzgang

01 Kreuzgang (single version)
02 Kreuzgang (rotersand's steinerized rework)
03 Atonement
04 Kreuzgang (dolorosa version by angels and agony)
05 Kreuzgang (rmx by agonoize)
06 Metamorphosis
07 Kreuzgang (bestie mensch rmx by painbastard)
08 Kreuzgang (laufwerk rmx by Diorama feat. Klangstabil und Va:See)

Painbastard – Nyctophobia

01 Nyctophobia
02 Psychological disintegration
03 Torn (feat. Torben Wendt - Remixed by Torben Wendt)
04 menschfeind (feat. diary of dreams)
05 nyctophobia (remixed by [:SITD:])
06 nyctophobia (remixed by assemblage 23)
07 nyctophobia (eleven years rmx by in the nursery)
08 nyctophobia (remixed by this morn' omina)
09 nyctophobia (remixed by Straftanz)
10 nyctophobia (remixed by supreme court)






weiterführende Links


Link: [:SITD:]
Link: Painbastard
Link: Accession Records




Kommentare Kommentare (1)


 

Seiten (1): [1]

Name Text
Biggi

Ich muß mal ein wenig widersprechen...

... finde ich doch, dass bei SITD die Remixe das Interessante an der Platte sind. Das neue "Atonement" schleppt sich etwas dahin und "Metamorphosis" ist meiner Meinung nach auch recht unspektakulär oder es kickt erst nach dem 20. Durchlauf...
Die Mixe dagegen sind äußerst abwechslungsreich - von eingängig-poppig über die fast fühlbaren Halsschmerzen, die die Agonoize'schen Stimmverzerrungen (im positiven Sinne) bescheren bis hin zu ruhig und ein wenig aus der Reihe tanzend, was ich aber von der Kombination Wendt/Klangstabil nicht anders erwartet habe.

Was Painbastard angeht, hat sich "Psychological disintegration" recht schnell zum Favoriten entwickelt, bei den Remixen kann ich mich noch nicht entscheiden, ob's die 7, 8 oder 9 wird und ja - "MenschFeind" ist gewöhnungsbedürftig, man schafft es aber nicht, die Füße still zu halten. Ist schon interessant, was daraus gemacht wurde.
Mal gucken, wer als nächstes klanglich fusioniert - wenn der nächte Doppelpack wieder so stimmig wird, dann werde ich wohl tatsächlich noch zum regelmäßigen Maxi-Käufer. ;-)
_________________

Kommentar melden | 31.07.2007 - 21:56:51

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