Wir schreiben das Jahr 2012, es ist der 16. Juli, Sonntag Abend 19:00 Uhr und die Markthalle lockte mit einem reichen Angebot an EBM mit den dazu gehörigen harten Elektro-Beats – Combichrist in Begleitung von Blitzmaschine waren an diesem Abend für das Entertaiment zuständig.

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Da wir im Vorfeld wussten, dass Blitzmaschine den Anfang machen würden, wählten wir mit Bedacht die Uhrzeit aus, wann wir denn in der Markthalle eintreffen wollten. Diese bot einen großzügigen Eingangsbereich, mit anschließender Halle, wo schon eine Band am Spielen war. Insgeheim hoffte ich, dass es die letzten Klänge von Blitzmaschine waren, doch ich sollte mich täuschen.
(Wie ich jetzt im Nachhinein weiß, bzw. auf der Homepage der Markthalle angegeben wird,
war es Rotersand. Was die Veranstalter sich dabei gedacht haben, Rotersand als Vor-Vorband zu benutzen?? Unklar… *kopfschüttel*)

In der Hoffnung, anschließend den Headliner Combichrist zu bekommen, trat nun Blitzmaschine auf die Bühne. Abgesehen von den eher zweifelhaften Texten über das weibliche Geschlecht konnten sie doch rein instrumental überzeugen.
Mit interessanten Melodien mit stark unterlegten Beats wurde das Publikum in Stimmung gebracht. Dieses war eher weniger stark vertreten, denn die Halle war immer noch relativ leer. Um so mehr Platz blieb, um sich vor übereifrigen Tänzern zu retten.
Was man dem Sänger von Blitzmaschine zugute halten musste, ist, dass er trotz eher teilweise desinteressiertem Publikum versuchte, sich diesem zu nähern, in dem er den Heimatbonus ausspielte und sämtliche Bezirke von Hamburg aufzählte.
Was allerdings eher nach hinten los ging, denn nach ein oder zwei Verschiedenen blieb er dann doch bei “Stellingen” hängen und wiederholte dies, was mir dann doch ein Grinsen aufs Gesicht zauberte.

Dann war es endlich soweit, gegen 20:45 Uhr begann dann ein pompöses Orchesta-Intro und anschließend trat Andy LaPlegua mit seinem Drummer auf die Bühne.
Mit seinem bekannten fiesen Grinsen begrüßte er das Publikum, welches nun in deutlich größerer Dichte anwesend war. Nach jedem Titel kam ein weiteres Bandmitglied auf die Bühne und erntete jeweils großen Applaus von der Menge.
Combichrist wusste insgesammt sein Publikum wieder zu begeistern und mitzureißen,
besonders bei den Titeln “Get your Body beat” und “What the Fuck is wrong with you?”.
Zudem auch mit größzügigen Geschenken zu “bewerfen” – wozu neben den üblichen Drumsticks diesmal auch eine Topfpflanze gehörte.
Nach knapp zwei Stunden war die Party vorbei und man konnte endlich an die frische Luft, denn mittlerweile hatte sich auch der Rest des Sauerstoff aus der Halle verflüchtigt, was die Temperaturen leider ziemlich anstiegen ließ.

Schlussendlich war es aber ein wunderbarer Abend, mit einer wirklich außergewöhnlich aufgedrehten Band, die zudem noch wirkliche Stimmungsmacher sind.