18 Summers – The Magic Circus

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Mit 18 Summers geht die Zahl der Comebacks erneut um einen Zähler nach oben. 18 Summers, bestehend aus Felix Flaucher und Frank Schwer, geben nach 10jähriger Kunstpause Ihr Comeback in Form des Album „The Magic Circus“ und geben als Genre Dark Pop an.

Was man sich darunter vorstellen muss, wird schnell klar. Wer „alt genug“ ist das letzte Album der Band zu kennen, muss sich nicht umgewöhnen. Was damals gut war muss auch 10 Jahre später überzeugen. Dark Pop ist eine Symbiose aus klassichem Synth-Pop und Dark Wave mit einer gehörigen Portion Melodie. In den 54 Minuten verschmelzen die Genres miteinander, die Bandbreite reicht von elektronischen Popsongs zu Stücken mit Akustikgitarren und Streichern. Dieser Reichtum an Klangbildern ist neben den Ohrwurmmelodien die große Stärke des Albums.

Hierzu passen die verschiedenen Stimmungsbilder des Albums, die von heiterer Leichtigkeit (“Beautiful Day”) bis hinein ins Düstere reichen (“Underworld”, “Chippewa Lake Park”). Dieser Facettenreichtum und diese an sich recht hohe musikalische Bandbreite ist die große Stärke des Albums. Doch trotz dieser Vielfältigkeit klingen die Songs wie aus einem Guss, was man 18 Summers auch negativ auslegen kann. Denn trotz der unterschiedlichen Instrumentalisierung klingen erstaunliche viele Songs gleich. Eine unterschwellige Zurückhaltung schwingt auch immer mit, was zum großen Teil an der Gesangsstimme von Felix Flaucher liegt. Das Gesamtbild wirkt auch mich wie eine leicht zerbrechliche Glasscheibe die man in Watte wickeln muss, damit man sie nicht aus Versehen beschädigt.

Insgesamt ist „The Magic Circus“ aber ein solides Album, welches vor allem alte Fans zufrieden stellen wird. 18 Summers leisten sich keine offenkundigen Schwächen, hätten aber gerne ein wenig mehr unvorhersehbares mit in die Songs einfließen lassen können, so ist das Ergebnis zufriedenstellend und je nach Laune auch erheiternd. Die Produktion lässt keine Wünsche übrig und das Gesamtbild ist in sich stimmig aber leider wenig spektakulär.