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Das H.R. Giger Museum wurde am 21. Juni 1998 im Schloß St. Germain in der mittelalterlichen Stadt Gruyères eröffnet, nachdem der surrealistische Künstler das 400 Jahre alte Gebäude ersteigert hatte. Zu beachten ist, dass einige Werke Hansruedi Gigers nicht für minderjährige Personen zu empfehlen sind. Bereits die Fassade des H.R. Giger Museums bietet einen beeindruckenden Anblick, auch wenn – abgesehen von der Statue neben der gewundenen Treppe und dem düsteren Ausstellungsstück direkt rechts neben dem Eingang – zunächst nichts auf ein Museum hindeutet, welches die Werke eines der beeindruckendsten Surrealisten der Kunstgeschichte beherbergt. Steht man direkt davor und richtet den Blick auf den Eingang, glaubt man durch die düstere, fast greifbare Atmosphäre, das Innere eines dunklen Giganten zu betreten.

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Wenn man in das H.R. Giger Museum tritt, landet man zunächst beim Museumsshop. Danach taucht man vollständig inn eine morbide, faszinierende Welt Hansruedi Gigers ein. Die düstere Aura seiner Werke hinterläßt einen nachhaltigen Eindruck und greift nach einem wie die Klauen der lebensgroßen Alien-Plastiken, die im Museum bewundert werden können.

Die permanente Ausstellung des Museums zeigt zahlreiche Werke Gigers aus verschiedenen Schaffensperioden von 1960 bis zu seinem Tod 2014.
Hansruedi Giger wurde am 5. Februar 1940 in Chur im Kanton Graubünden in der Schweiz geboren. Nach seiner Lehre als Bauzeichner und seines Studiums der Innenarchitektur und des Industriedesigns an der Kunstgewerbeschule Zürich widmete er sich bald der Kunst und veröffentlichte seine ersten Werke in Untergrundzeitungen. Sein Status als Künstler war eng verknüpft mit seinem Erfolg als Innenarchitekt, denn als Angestellter von Andreas Christen erlangte Hansruedi Giger zunächst im Bereich des Designs großes Ansehen. Dies führte zur ersten Ausstellung seiner Werke. Ab 1966 widmete sich Giger ganz seiner Kunst und erlangte schließlich 1980 weltweite Berühmtheit durch seine Mitarbeit an dem Film Alien, für die er den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte erhielt. Auch in der Black- und Death-Metal-Szene kam Giger durch seine düsteren Plattencovers zu großer Berühmtheit.
Gigers vielleicht drastischste Werke, die Serie Erotomechanics, wurden von Mia Bonzanigo inspiriert, die der Künstler 1979 heiratete. Nach nur eineinhalb Jahren ging die Ehe zu Ende. Von 2006 bis zu seinem Tod 2014 war Hansruedi Giger mit Carmen Maria Scheifele Giger verheiratet. Hansruedi Giger starb am 12. Mai 2014 im Alter von 74 Jahren, nachdem er auf der Treppe seines Hauses schwer gestürzt war, an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Von April bis Oktober ist das H.R. Giger Museum täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Von November bis März steht es Besuchern mittwochs, donnerstags und freitags von 13 bis 17 Uhr, an Wochenenden von 10 bis 18 Uhr offen. Das Museum wurde 2003 durch eine einzigartige Bar ergänzt.
Das Programm am 23. Juni spielte sich im Museum im oberen Stockwerk, aber auch im wunderschönen Giger Garten ab.
Gegen 10 Uhr öffnete das Museum und 12 Uhr die Absinthe Bar & Garten Party seine Pforten.
14 Uhr hielten Carmen Maria Scheifele Giger, sein Agent Bijam Alam aus Paris und Andreas Hirsch aus Wien, welcher in Österreich eine Ausstellung organisiert und im großen Taschen Buch die Texte beigesteuert hat, eine wunderbare Rede zum 20. Geburtstag.
Unter anderem gab es auch eine kleine Ausstellung von Alien Bildern der Fotokünstlerin Annie Bertram aus der Schweiz zu bestaunen.
Im Giger Garten konnte man dem Bodypainting – Fiorella Scatena zuschauen und bestaunen und es sich auf der Wiese gut gehenlassen und die Zeit genießen und der Jazz Band All Miles lauschen.
Derweil gab es im oberen Stockwerk noch einige Performance mit u.a. Die Compagnie Quilla eine Dance Performance, Persephone mit Sonja Kraushofer und Andre Wahl eine Music Performance und Stargazer 22.
Es war, wie schon so oft, ein wundervolles Wochenende in dem kleinen Städtchen Gruyères, in dem auch an diesem Wochenende ein Mittelalterfest stattfand, mit Käsefondue und lieben Freunden.

Info-Quelle: kunstmuseum.com

Sommer Öffnungszeiten vom 1. April bis 31. Oktober:
Täglich: 10.00 – 18.00 Uhr

Winter Öffnungszeiten vom 1. November bis 31. März:
Montag & Dienstag: Geschlossen
Mittwoch – Freitag: 13.00 – 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr

Die H.R. Giger Bar ist am Montag geschlossen
dafür die restlichen Tage bis 20:30 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 12.00 CHF
Ermässigt: 8.50 CHF
Kinder: 4.00 CHF

Adresse:
H.R. Giger Museum
Château St. Germain
1663 Gruyères
Telefon: +41 (0)26 921 22 00
E-Mail: info@hrgigermuseum.com
Webseite: www.hrgigermuseum.com