[tabby title=”Allgemeines”]

Zum bereits 23.Wave-Gotik-Treffen erwartete Leipzig auch in diesem Jahr wieder 20.000 vorrangig schwarz gekleidete Gäste aus aller Welt. Letztendlich kamen wohl um die 21.000 Gäste wieder nach Leipzig und einige mehr, die das WGT wirklich nur zum Treffen mit Gleichgesinnten nehmen wollen und auf das Bändchen, welches in diesem Jahr 99 Euro kostete, verzichteten. Zentraler Treffpunkt für viele war dabei die Moritzbastei, in, auf und um deren Mauern mit Konzerten, Partys und Mittelaltermarkt. Von Future-Pop bis Goth-Metal, von EBM bis Apocalyptic Folk, von mittelalterlichen Klängen bis zu hartem, elektronischem Industrial. Die Konzerte und Veranstaltungen des WGT fanden an mehr als 30 Orten statt, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, so etwa in den altehrwürdigen Gemäuern der Moritzbastei, in der neo-antiken Kuppelhalle Volkspalast oder auch mal im Freien, wie auf der Parkbühne. Nach dem großen Interesse vieler WGT-Gäste in den letzten Jahren, gab es auch diesmal wieder wundervolle klassische Musik zu erleben, sogar Opernvorstellungen konnte man beim WGT besuchen.

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Uns erwartete ein wirklich sehr heißes Wochenende in Leipzig bei Temperaturen von über
30 °C! Es war in manchen Locations schon sehr schwer, damit klar zu kommen, denn man lief förmlich weg vor lauter Hitze.

Das Eröffnungskonzert, wo es auch Platzkontingente für WGT-Besucher des 23. Wave Gotik Treffens 2014 gab, war die Wiederaufführung von „Wagner-Reloaded“ in der Arena Leipzig.
„Die Nachfrage war so groß, dass wir nun eine Sondervereinbarung getroffen haben“, sagte Brach, der Pressesprecher des WGT. Wer ein Ticket für das WGT besaß, konnte bei den Aufführungen am Samstag- und Sonntagabend an der Abendkasse in der Leipzig Arena Karten für die aufwendig inszenierte Schau zum halben Preis erwerben.

In unzählige Klubs luden Szene-DJs aus aller Welt bis zum Morgengrauen zum Tanzen ein.
Der 1886 geweihte Leipziger Südfriedhof gehört zu den größten und kunstgeschichtlich bedeutendsten europäischen Friedhöfen. Er ist mit seiner herausragenden Parkschöpfung, mit etwa 500 bedeutenden Kunstwerken und dem größten europäischen Friedhofsbauwerk ein großes Flächendenkmal. 560.000 Leipziger haben hier bisher ihre letzte Ruhe gefunden – darunter unzählige bedeutende Unternehmer, Wissenschaftler, Künstler und Architekten. Weiterhin fanden die Oberbürgermeister und auch die weltberühmten Thomaskantoren und Gewandhauskapellmeister hier ihre letzte Ruhestätte. Auch hier gab es wieder Führungen über den Südfriedhof zum Wave-Gotik-Treffen.

In diesem Jahr gab es in der “Runden Ecke” wieder eine Ausstellung “Kinder der Nacht – unangepasst und überwacht” – Schwarze Szene in der DDR.

Wir besuchten die Foto- und Kunstausstellung im Agra Café mit Werken von Sarah Horwath, Marcus Kauth, Paul Koudounaris, Marko Bennin, Sylke Ennen und Giovanni Perna.

Es wurden auch wieder gute Lesungen und Vorträge angeboten, wie z. B. von Christian von Aster, Mark Benecke, Lydia Benecke, Markus Heitz und vielen mehr.

Der große Treffen-Zeltplatz lag wie immer auf dem Gelände der ehemaligen Landwirtschaftsmesse „Agra“ am Rande der Stadt.
Mit den Obsorgekarten, die zum Zelten berechtigten, bekam man den Pfingstboten, das ausführliche WGT Programmbuch.
Die öffentlichen Nahverkehrsmittel der Stadt konnten von Freitagmorgen bis Dienstagmittag alle WGT Gäste, außer den Presseleuten, kostenlos benutzen.
Das Beste am Wave-Gotik-Treffen aber war seine einzigartige, magische Atmosphäre, die man überall in Leipzig spüren konnte. Gruftis aus aller Herren Länder feierten entspannt und friedlich, erfreuten sich an allen Facetten ihrer Subkultur, genossen ihr Zusammensein und tauchten die Straßen und Plätze einer ganzen Stadt in vielfältiges Schwarz.

[tabby title=”Aufgefallen”]

Aufgefallen ist mir in diesem Jahr, des es weniger Cybers, dafür aber mehr Steampunk und mehr schwarz gab. Leider haben wir es zum Steampunk-Treffen am Samstagmittag nicht geschafft.

Die Treffenleitung hatte das Werk 2 dieses Jahr aus dem Programm genommen. Über die Gründe wurde viel spekuliert, aber der Bruch ging wohl nicht vom Werk 2 aus. Schade war, dass die schöne Ausstellung “Soulstrip” von Schwarwel und Incestum im verwaisten Werk kaum Besucher gefunden hat.

Vor dem Agra Gelände fand man leider zu viele Fotografen, was schon einem Spießrutenlauf glich und ich es persönlich nicht sehr toll fand, obwohl ich auch Fotograf – allerdings im Fotograben bin – ungefragt fotografiert zu werden!

Was ich schade fand, dass Markus Heitz erst gegen 18:15 Uhr gelesen hat und für mich da schon die ersten Bands anfingen. Aber alles kann man nicht haben.
[tabby title=”Donnerstag”] Am Donnerstag, den 05.06.14 einem schönen sonnigen Tag, fuhren wir in Richtung Leipzig, legten ein paar Kaffeepausen ein und kamen gegen 13 Uhr in Leipzig an.
Zuerst holten wir den Schlüssel zu unserer Wohnung ab, welche wir wieder mit unseren guten Freunden Jan & Annie teilten, und beluden nach dem Einkauf unseren Kühlschrank für die nächsten 5 Tage.
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Gabi, die es wieder möglich gemacht hat, dass wir auch in diesem Jahr in einer schönen Wohnung untergekommen sind!
Nun hieß es schnell das Bändchen am Eingang der Agra abzuholen und anschließend zum Bayerischen Bahnhof zum Essen zu fahren, was schon eine richtige Tradition hat. Leider hatten wir dieses Jahr kein Glück (man sollte immer einen Tisch vorbestellen!) und trotz allem fanden wir in der Innenstadt einen guten Inder. Dort gab es sehr gutes Essen und unseren geplanten Abend in der Moritzbastei zu verbringen haben wir dann über´s viele Quatschen vergessen. Aber schön war´s!

[tabby title=”Freitag”]

Heute ging es gleich aufs Agra Gelände um die Pressebändchen abzuholen.
Bei dem Sonnenschein genossen wir erst einmal noch einen Cocktail auf dem Gelände, bevor es weiter zum Viktorianisches Picknick im Clara Zetkin Park ging.
Dieses mal war ein Bereich durch ein rotes Band abgesperrt in dem nicht fotografiert werden durfte, da in den letzten Jahren sich einige durch die vielen Fotografen gestört vor kamen.
Aber man hatte trotzdem die Möglichkeit, ein paar schöne Motive zu erhaschen.

Im Heidnisches Dorf gab es anschließend, wie jedes Jahr die tollen Mittelalterstände mit Handwerk, Kirschbier und Hanfbrot.
Dort schauten wir uns die Band Inkubus Sukkubus und Heimataerde an, die pünktlich um 20 Uhr das Set anfingen. Bruder Ansgar v. Hucretha und Bruder Jacques de Périgord betraten begleitet von einer schwer bewaffneten Bühnenwache die Bühne, ehe kurz darauf Ashlar von Megalon die Bühne betrat. Ältere Songs wie “Der Verfall” und neue Songs wie von der aktuellen EP “Bruderschaft” die auf 666 Stück limitiert ist wurden gespielt und Heimataerde machten eine tolle Show. Einige Fans in den vorderen Reihen wurden noch mal schön mit Kunstblut bespritzt als Ansgar den Körper einer (Plüsch-)Ratte mit den Zähnen zerfetzt und sie anschließend ins Publikum wirft. Auch mich hatte es im Fotograben erwischt , indem mich Ansgar zärtlich mit Kunstblut beschmierte. Eine wirkliche gelungene Show – Heimataerde hat die Menge klasse unterhalten!

Anschließend ging es in die Agra-Halle.

The Fair Sex, welche ihr 30-jährigens Bandjubiläum auf der Bühne feierten, veröffentlichten im Herbst 2013 die DVD “1. Night Of Darkness” mit Live-Aufnahmen aus dem Jahr 1991 und das Album “Unreleased & Rarities”, eine Sammlung bisher unveröffentlichter und rarer Aufnahmen aus den Jahren 1984-2004. “Unreleased & Rarities” erreichte Platz 1 der Deutschen Alternative Charts (DAC).
Heute kamen sie mit einigen Gästen im Gepäck auf die Bühne, wie z.B. beim 2.Song Peter Spilles, dann auch Darrin von Psyche und auch Henke. Zwischendurch kam von Myk Jung der Satz, der 2m Mann (Rascal von Rotersand) kann heute leider nicht da sein da er gerade im Kohlrabizirkus spielt. Schade, wäre sicher auch super gewesen.
Mit einer Mischung aus gitarrenlastigem Gothic-Rock und elektronischen Elementen begeisterten sie mich an diesem Abend sehr und wurden so mit zu einem Highlight von diesem WGT.

Bei Apoptygma Berzerk gegen 23:10 Uhr war die Halle extrem voll. Sie boten eine grandiose Show, aber leider war das Licht etwas schlecht, dass man die Band nicht sehr gut auf der Bühne sah. Aber sie brachten die Masse in der Agra zum Tanzen.

Nach einer knappen einstündigen Pause kamen als Mitternachtsspezial 1:20 White Lies auf die Bühne. Einige Leute waren geblieben um diese Band aus den 80er zu sehen und feierten sie.

Für einige Andere ging es dann in die Agra 4.2 in der die Party mit DJ Steve Weeks und DJ Peddy weiter ging.

[tabby title=” Samstag”]

Heute fuhren wir zur Leipziger Automesse AMI. Die Sonderschau “Historische Bestattungsfahrzeuge” war für Festival-Besucher kostenlos. Die Ausstellung zeigte Fahrzeuge des letzten Geleits aus vier Epochen: Von der Bestattungskutsche um 1880 bis zum Bestattungsanhänger aus den 1970ern. Man fand neben den Kutschen aus dem 19. und 20. Jahrhundert auch den Cadillac, in dem Marlene Dietrich zur letzten Ruhe gefahren wurde.

Leider hat uns die Zeit nicht gereicht, um am Samstag die Design de luxe Collection mit der Modedesignerin Lucardis Feist aus Bad Lauterberg (Harz) im Hotel Fürstenhof Leipzig zu sehen. Die Designerin Lucardis Feist entwirft auch sehr schöne, individuelle “dunkle” Hochzeitsmode.

Sixtina Absintherie
Dieser Club der letztes Jahr umgezogen war, war leider etwas schwer zu finden da er hinter dem Ring Cafe liegt. Aber einige Kreidepfeile auf dem Boden halfen uns und anderen Interessierten dort hin zu finden.

Delivered Soul begann gegen 14 Uhr im Krypta, also im Keller des Clubs. Etwas sehr klein, aber für Stefan und seinem Keyborder Micha von Synthlabor war es ok und brachte eine gute Clubatmosphäre.
Es war ein sehr lockeres Konzert und Sänger Stefan spielte und redete viel mit dem Publikum.
Als Abschluss spielten sie den Song “Made my Day” wobei das Publikum kräftig mitsingen durfte und dieser Aufforderung auch folgte.
Als Zugabe, welche das Publikum lauthals forderte, spielten sie “Ich will doch nur tanzen”.

Setlist:

1. It doesn´t always have to be war
2. Trust
3. Eternity
4. Kein Weg
5. Und dabei
6. Weit weg
7. Wegweisend
8. Gefangen
9. Break out
10. Never ending Time
11. Liar
12. Don´t give up
13. Make my day

Zugabe:

14. Ich will doch nur tanzen

Nun ging es für uns weiter zum Alten Landratsamt.
I-M-R ist die Weiterführung der musikalischen Idee von IN MY ROSARY, einem Projekt, das 1992 begonnen wurde und sich bereits kurz nach seiner ersten CD-Veröffentlichung “Those Silent Years” (1993) als feste Größe in der weltweiten Darkwave- / Alternative-Szene etablieren konnte. Hatte Ralf bislang alle Produktionen im Alleingang eingespielt, so lud er nun seine langjährigen Live-Gastmusiker Martin von Arndt, Holger Diener und Hansi Hünig auch ins Studio ein, um zukünftig mit ihnen gemeinsam die künstlerische Idee weiter zu entwickeln. Am 15. Oktober 2011 wurde diese neue Konstellation unter dem Namen I-M-R offiziell ins Leben gerufen. Ich war sehr gespannt.
Leider war die Halle noch halb leer, als I-M-R gegen 17 Uhr anfingen.
Melodische Sound mit E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Saxophon, was mich etwas an die 80er erinnerte erklangen in einer wunderschönen Harmonie. Auch spielten sie mal mit dem Bogen einer Violine auf der E-Gitarre und erzeugten damit tolle Klänge.
Das Publikum war begeistert und sie wurden mit großem Jubel verabschiedet.

Setlist:

1. Alibis
2. Confused by the time
3. Anesidora
4. Paper Garden
5. Why we cried
6. Little Death
7. Night Owl
8. Poisoned Eyes
9. Just like you
10. By the Fire
11. Uniforms a
12. GT
13. Believe Because

Jetzt kam die italienische Band Albireon auf die Bühne. Hinter Albireon verbergen sich die Künstler Davide Borghi, Stefano Romagnoli, Carlo Baja Guarienti, Lorenzo Borghi, Massimo Romagnoli & Paola Tarasconi, die gemeinsam eine sehr experimentelle Arbeit erschufen, welche die Genres (Dark) Folk, Industrial (Noise), Drone und Ambient in einem emotionalen Gewand vereint.

Sieben sind Matt Howden und seine Violine. Der Mann loopte sich und sein Geigenspiel kontinuierlich selbst und legte immer neue Melodiespuren darüber. Sehr erstaunlich, wie er seine Violine so zum Schlagzeug mutieren konnte und auch andere ungewöhnliche Töne hervorbrachte. Er wirbelte nur so über die Bühne und das Publikum feierte ihn bis zur letzten Sekunde.

Argine ist eine italienische Neofolk Band mit Corrado Videtta, Alfredo Notarloberti, Cecilia Videtti, Ricardo Sabeti und Alessio Sica welche 1992 gegründet wurde.
Waren die Songs anfangs noch relativ ruhig, so wurden sie im Laufe des Konzertes immer druckvoller und energischer, was da Publikum sichtlich begeistert aufnahm.

Sonne Hagal ist eine deutsche Neofolk-Band aus Brandenburg. Ihre Musik ist nach eigenen Angaben gekennzeichnet durch traditionelles Liedgut und moderne Instrumentierung. Unter anderem gibt es live als auch im Studio eine enge Zusammenarbeit mit Künstlern wie z.B. auch Matt Howden (Sieben), den vorhin schon bewundert haben. Ruhiger aber anspruchsvoller Sound erklang und das Publikum feierte die Band und forderten auch eine Zugabe.

1. Memory, Hither Come
2. Midgard
3. The Three Ravens
4. The Shapes Of Things to Come
5. Vengeance
6. Gold
7. Silence
8. Eismahd
9. To the Muses
10. The Horse With No Name
11. Black Spring
12. Mediocrity
13. Das letzte Lied
14. Sonnenwende
15. Midwinternight
16. Midsummernight
17. Ragnarök

Zugabe:
18. Futhark
19. Odin

[tabby title=”Sonntag”]

Heute ging der Tag sehr gemütlich, aber bei sehr heißen Temperaturen los. Mit einigen Freunden trafen wir uns zum Frühstück im Cafe Stein. Es gab einen sehr zu empfehlenden Brunch und wir hatten 4 sehr netten Stunden.

Am Nachmittag fuhren wir in den Kohlrabizirkus. Ein diesjähriges Ärgernis im Bereich dieser Veranstaltungshalle war, dass einige Fahrzeuge der Besucher, wie auch von einem Freund, auf dem daneben liegenden Parkplatz für eine Gebühr von ungefähr 250 Euro abgeschleppt wurden, da dieser Parkplatz in Privatbesitz ist. Nur kleine Schilder wiesen darauf hin und wenn man es gewohnt war, dort zu parken und von einer anderen Seite kam, sah man diese Schilder nicht wirklich.
Um die Besucher zu warnen wurde es in jeder Bandpause vom Veranstalter durchgegeben.

Gegen 17:30 Uhr begann !Distain.
Sie legten sofort mit alten und neuen Stücke los und die Band brachte sofort eine super Stimmung ins Publikum. Die Halle wurde da schon recht voll.

Setlist:

1. Mein Weg
2. I beg for you
3. Tears of Joy
4. Conversation Overkill
5. Why
6. Sex´n Cross
7. Mandragore
8. Hole in the Moon
9. Monokultur
10. Metal Rules
11. Strange Affection
12. Confession
13. Soldiers

Metroland, eine Band die ich noch nicht kannte.
Es waren 2 Musiker, welche an ihren Laptops standen und mich sehr stark an Kraftwerk erinnerten. Es waren 2 erfahrene Musiker, die ihre bisherigen Stationen allerdings bewusst nicht nennen wollen. Auch lief im Hintergrund eine Beamershow mit einfachen, technischen Symbolen. Untergrundbahnen und die Metros diverser Großstätte waren ein Schwerpunkt dieser Show.

Nun kamen Chrom pünktlich 20 Uhr auf die Bühne.
Melodische Elektroklänge schlugen uns sofort um die Ohren und sie wurden bei jeder Ansage der Songs bejubelt. Eine Band, die sich in den letzten Jahren zurecht einen Namen gemacht.
Es schien so dass viele wegen dieser Band gekommen waren und feierten sie bis zum letzten Song.

Solitäry Experiments feiern dieses Jahr 20 Jahre Bühnenjubiläum und brachten eine LED-Beleuchtung und eine super Show mit viel Power mit. Auch sie wurden vom Publikum gefeiert.

Anschließend trat noch Anne Clark im Kohlrabizirkus auf, aber da waren wir schon auf dem Weg zum Alten Landratsamt.

Pünktlich um 22:40 Uhr Klangstabil kam Maurizio und Boris auf die Bühne.
Boris zog als erstes die Schuhe aus um wie gewohnt während des Konzerts den Kontakt zum Boden zu haben. Die Halle war brechend voll und von Beginn an wurde die Band bejubelt. Sehr emotional sprach Boris über die Medien, Nachrichten und sein Empfinden, was uns sehr aus der Seele sprach. Das Wichtigste sei Freundschaft!
Zwischendurch fragte Boris das Publikum wer hier ein Kind hat, einen Sohn und im Alter von 11 Jahren. Ein junger Mann kam auf die Bühne und bekam das Buch “Shadowboy” von Klangstabil geschenkt.
Das Konzert im Ganzen war sehr ausdrucksstark, gefühlvoll und voller Energie. Die Leute tanzten, sangen lauthals mit und klatschten am Ende so lang, bis es eine Zugabe gab.
Es war auch für uns ein sehr emotionales Konzert und das 2. große Highlight des diesjährigen WGT´s.

Eigentlich wollten wir um Mitternacht noch in die K3 Lounge zu Psyche, aber leider war dieser Keller-Club, der sehr schön ist, zu voll sodass wir nicht hinein kamen.
Ich hätte mir für die Dark Wave Band Psyche, die es schon länger als drei Jahrzehnte gibt eine etwas größere Location gewünscht, da viele Leute Darrin Huss sehen wollten.

[tabby title=”Montag”]

Heute besuchten wir zum 2. mal die sehr schöne Ausstellung “H.R. Giger und der Zeitgeist des 20. Jahrhunderts” im SansvoiX – modern art.
Die Werke Hans Ruedi Giger´s drehen sich hauptsächlich um das immer wiederkehrende Thema der „Biomechanoide“, in denen er surrealistische Tendenzen mit Technik, Mechanik bis hin zu Kreatürlichem in verstörende bis morbide Zusammenspiele oftmals auch sexueller Andeutungen bringt.
Nun ist der großartige Künstler H.R. Giger am 12.5.14 an den Verletzungen eines Sturzes verstorben. Die Galerie SansvoiX und mit ihr auch alle seine Fans und Kunstliebhaber trauern um den Tod dieses einzigartigen Genies.
’’Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn gedenkt.‘‘
Bertolt Brecht
Im Falle Gigers bedeuten diese Zeilen das ewige Leben für Ihn, seine Werke und sein Vermächtnis.
Ruhe in Frieden.

Den letzten Abend des WGT´s verbrachten wir in der Agra-Halle.
Rabia Sorda kam als erste Band auf die Bühne, welche für God Module eingesprungen sind.

Anschließend spielten noch Faderhead und Absolute Body Control.

Als Headliner des heutigen Abends kam Oomph!. Oomph! legten eine sehr geile Show hin und heizten dem Publikum so richtig ein. Die Agra Halle glich eh schon einer Sauna.
Ein sehr würdiges Ende eines sehr schönen aber sehr heißen WGT`s.

Allerdings schaute noch einer vom Uselinks-Team in der Moritzbastei vorbei.
Dort spielte zum Abschluss Robotiko Rejekto. Die Band war eines seiner WGT Highlights und sind bekannt aus den späten 80er und der Techno Scene. Sie spielten alte bekannte Songs wie “Rejekto!” oder “Umsturz Jetzt!” aber auch neue vom letzten Album “Corporate Power” das 2012 erschien.

[tabby title=”Fazit”]

Ein tolles Festival, welches wieder einmal sehr facettenreich war und dessen Gäste für ein paar Tage eine ganze Stadt kulturell verwandelten.
Es war schön, gleichgesinnte Freunde wieder zu treffen, wie Gabi, Annie & Jan, Dani & Ben, Iriz & Swente, Alexandra & Hendrick, Inka & Markus, Marina und noch viele andere mehr! Es war wunderbar mit Euch Allen!

In Kürze sollen bereits die Vorbereitungen für das 24. Wave Gotik Treffen beginnen.
Auch hier noch ein riesen Kompliment und großes Danke an die Organisatoren, Helferlein und an den Pressesprecher des WGT Cornelius Brach. Es war uns ein Vergnügen, bei so einem sehr gut durchorganisierten Event wieder dabei gewesen zu sein und für unser Musikmagazin arbeiten zu dürfen.
Es war Wieder rundum ein gelungenes und Professionelles Festival, dass die Fans der Wave Gotik Scene aus der ganzen Welt verbindet.
Vielen Dank an die Künstler, den Veranstalter und allen die hier Mitgeholfen haben.

Tausende Gothics kamen wieder einmal im Jahr nach Hause – zum Wave-Gotik-Treffen.
Wir freuen uns schon auf das 24. Wave-Gotik-Treffen, welches vom 22.05. bis 25.05.2015 in Leipzig stattfinden wird!

Bis dahin alles Liebe

Betty & Kaschy – Teil des [U]selinks-Team
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