[tabby title=”Allgemeines”]

Zum bereits 24.Wave-Gotik-Treffen erwartete Leipzig auch in diesem Jahr wieder ca. 20.000 vorrangig schwarz gekleidete Gäste aus aller Welt. Letztendlich kamen wohl um die 21.000 Gäste wieder nach Leipzig und einige mehr, die das WGT wirklich nur zum Treffen mit Gleichgesinnten nehmen wollen und auf das Bändchen verzichteten. Zentraler Treffpunkt für viele war dabei die Moritzbastei, in, auf und um deren Mauern mit Konzerten, Partys und Mittelaltermarkt. Rund 220 Bands von Future-Pop bis Goth-Metal, von EBM bis Apocalyptic Folk, von mittelalterlichen Klängen bis zu hartem, elektronischem Industrial waren dabei. Die Konzerte und Veranstaltungen des WGT fanden an ca. 50 Orten statt, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, so etwa in den altehrwürdigen Gemäuern der Moritzbastei, in der neo-antiken Kuppelhalle Volkspalast und im Schauspielhaus. Nach dem großen Interesse vieler WGT-Gäste in den letzten Jahren, gab es auch diesmal wieder wundervolle klassische Musik zu erleben, sogar Opernvorstellungen konnte man beim WGT besuchen.

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Für uns überschnitten sich dieses Jahr leider zu viele Bands, so dass wir viel abwägen mussten. Allerdings haben wir auf diesem WGT bedeutend mehr Leute/Freunde getroffen und mit Ihnen geredet wie in den vergangenen Jahren. Ein sehr positiver Effekt!

Das Wetter war dieses Jahr auch auf unserer Seite! Kein Regen, nicht zu heiß, denn letztes Jahr sind wir dahin geschmolzen.
In unzählige Klubs luden Szene-DJs aus aller Welt bis zum Morgengrauen zum Tanzen ein.

Der 1886 geweihte Leipziger Südfriedhof gehört zu den größten und kunstgeschichtlich bedeutendsten europäischen Friedhöfen. Er ist mit seiner herausragenden Parkschöpfung, mit etwa 500 bedeutenden Kunstwerken und dem größten europäischen Friedhofsbauwerk ein großes Flächendenkmal. 560.000 Leipziger haben hier bisher ihre letzte Ruhe gefunden – darunter unzählige bedeutende Unternehmer, Wissenschaftler, Künstler und Architekten. Weiterhin fanden die Oberbürgermeister und auch die weltberühmten Thomaskantoren und Gewandhauskapellmeister hier ihre letzte Ruhestätte. Auch hier gab es wieder Führungen über den Südfriedhof zum Wave-Gotik-Treffen.

Auch in diesem Jahr gab es in der “Runden Ecke” wieder eine Ausstellung “Kinder der Nacht – unangepasst und überwacht” – Schwarze Szene in der DDR. Wer sich im SED-Staat schwarze Klamotten anzog, die Haare hochtoupierte und The Cure oder Depeche Mode hörte, geriet schnell ins Visier der Staatssicherheit. Die „Runde Ecke“ zeigt Auszüge aus Originalakten und führt szenische Lesungen durch, die das Ausmaß der Nachstellungen durch die frühere DDR-Geheimpolizei dokumentieren.

Wie in jedem Jahr gab es auch wieder im Agra Cafe die Foto- und Kunstausstellung, in diesem Jahr mit Werken von Annie Bertram, welche auch noch eine Märchenstunde in der Sixtina am Freitag zu bieten hatte (zu diesem Event später mehr), Chris Geming, Robert Grund, HR Meier, Satyr und Lisa Schubert.

Es wurden auch wieder gute Lesungen und Vorträge angeboten, wie z. B. von Christian von Aster, Mark Benecke, Lydia Benecke, Markus Heitz und vielen mehr.

Der große Treffen-Zeltplatz lag wie immer auf dem Gelände der ehemaligen Landwirtschaftsmesse „Agra“ am Rande der Stadt.
Mit den Obsorgekarten, die zum Zelten berechtigten, bekam man den Pfingstboten, das ausführliche WGT Programmbuch.

Die öffentlichen Nahverkehrsmittel der Stadt konnten von Freitagmorgen bis Dienstagmittag alle WGT Gäste, außer den Presseleuten, kostenlos benutzt werden. Trotz der Baustelle an der Agra hatte man kaum Einschränkungen, denn die Stadt gab sich sehr Mühe, die Gäste teilweise mit Straßenbahn und Bus flott hin und her zu fahren.

Das Beste am Wave-Gotik-Treffen aber war seine einzigartige, magische Atmosphäre, die man überall in Leipzig spüren konnte. Gruftis aus aller Herren Länder feierten entspannt und friedlich, erfreuten sich an allen Facetten ihrer Subkultur, genossen ihr Zusammensein und tauchten die Straßen und Plätze einer ganzen Stadt in vielfältiges Schwarz.

Aufgefallen ist mir in diesem Jahr, dass es kaum noch Cybers, dafür aber immer mehr Steampunk und mehr schwarz gab. Dieses Jahr haben wir es sogar zum Steampunk-Treffen am Samstagmittag geschafft.

Vor dem Agra Gelände fand man leider wieder zu viele Fotografen, was schon einem Spießrutenlauf glich und ich es persönlich nicht sehr toll fand, obwohl ich auch Fotograf – allerdings im Fotograben bin – ungefragt fotografiert zu werden!

[tabby title=”Donnerstag”]

Am Donnerstag, den 21.05.15 fuhren wir in Richtung Leipzig, legten ein paar Kaffeepausen ein und kamen gegen 16 Uhr in Leipzig an.
Zuerst holten wir den Schlüssel zu unserer Wohnung ab, welche wir mit unseren guten Freunden Annie & Pat teilten, und beluden nach dem Einkauf unseren Kühlschrank für die nächsten 5 Tage.
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Gabi, die es wie schon viele Jahr zuvor möglich gemacht hat, dass wir auch in diesem Jahr in einer schönen Wohnung untergekommen sind!
Dieses Jahr verbrachten wir den Abend nicht wie viele Andere in der Moritzbastei oder dem Darkflower, wo es die WGT-Eröffnungsfeiern gab, sondern machten uns einen schönen gemütlichen Abend zu viert.

[tabby title=”Freitag”] Am Freitag 14 Uhr begann wie gewohnt das Vikorianische Picknick im Clara Zetkin Park, welcher sehr idyllisch an einem See lag.

Wir allerdings holten gegen 14 Uhr das Pressbändchen und besuchten die Agra-Shopping-Meile, wo es wieder viel Musik z.B. am Infacted Recordings Stand, Bücher und Klamotten von verschiedenen Händlern z.B. den Stand Puderblond von Denise oder auch den Strychnin-Store – alles rund ums Rock’n’Roll & Punk’n’Roll Outfit – aus Berlin gab.

Gegen 16 Uhr gab es im Agra-Foyer von der Band Two Witches eine Autogramm-Stunde.

Danach mussten wir allerdings schnellstens in die Absintherie Sixtina. Denn dieser Abend stand dort im Zeichen der Märchen. Die Absintherie war eine tolle Location. Davor stand wie letztes Jahr schon eine knöcherne Grusel-Kutsche. Im Innenhof gab es kleine Stände und ein paar Tische, allerdings waren die Sitzplätze heißbegehrt. Für das leibliche Wohl war sogar auch hier für Vegetarier gesorgt!
Vorher allerdings spielten dort noch die Schattenkinder. Schattenkinder ist eine Darkwave-HeavenlyVoices-Formation aus Sachsen, die seit Anfang 2003 besteht. Unter diesem Namen vereinen sich fünf Musiker, die einen einzigartigen Stil prägen. Der Hörer findet in der Musik neben Darkwave und HeavenlyVoices auch Anlehnungen an Gothic, Neoklassik, Folk, Jazz und Trip-Hop.
Die beiden Frontfrauen Katharina und Madeleine verzaubern mit elfengleichen Stimmen, wenn sie in träumerischen Melodien von versunkenen Welten und magischen Zeiten erzählen. Bandgründer und Keyboarder Reiner überrascht dabei vor allem mit verschlungenen Klängen und ausgefallen Rhythmuskreationen. Dazu spielt Katja sowohl die klassische Violine als auch die chinesische Erhu, mit der sie den Songs einen Hauch von Orient verleiht. Sven sorgt mit E-Gitarre und Bass wiederum für den nötigen Druck. Bezeichnend für „Schattenkinder“ sind die melancholisch romantischen Texte, in denen die Band das Babel der Sprachen für sich entdeckt hat. 2004 veröffentlichte „Schattenkinder“ ihr Debütalbum „Vision of Nightfall“, welches die Gothic- und Mittelalterszene aufhorchen ließ. Im Februar 2008 folgte nun „Weisser Regen“, veröffentlicht unter dem Label „Curzweyhl“.

Dann kamen gegen 18 Uhr noch Electronic Noise, eine Leipziger Band auf die Bühne. Electronic-Noise besteht aus drei Mitgliedern. Das sind TaKKKer (Sänger, Musicmaker, Organizer, Songwriter), Gerald (Keyboard ) und der Wesi (E-Gitarre). Anfangs war Electronic-Noise ein Soloprojekt. Da TaKKKer mit seinem jetzigen Nebenprojekt ( Dark Pleasure ) eine kurze Pause einlegte entschloss er sich etwas neues zu starten. Da er bei Dark Pleasure nicht all seine Aggressionen raus lassen konnte schrieb er für Electronic-Noise Texte wo er sich richtig auslassen kann. Aber da er nicht alleine auf der Bühne stehen wollte holte er sich zuerst von seinem alten Kameraden Wesi Unterstützung. Nicht viel später holte er sich noch Gerald am Keyboard dazu.

Es kam der Höhepunkt des Abends in der Sixtina. 20 Uhr eröffnete Nina de Lianin den Märchenabend.
Nina de Lianin ist eine professionelle Performance-Künstler (Sänger, Tänzer und Schauspielerin) und ein Profi-Modell aus Belgrad, Serbien, die derzeit in Berlin lebt. Sie ist an zahlreichen Musikproduktionen, Gesang und Tanz-Performances, Konzerte, Schauspiele und Modekampagnen in Serbien, Deutschland und weltweit mit dabei. Ihr Portfolio zählt mehr als 1500 Auftritte in mehr als 25 Ländern auf 4 Kontinenten. Ihre künstlerische Ausbildung begann sie im Alter von fünf Jahren mit Ballettunterricht und wurde ein außergewöhnliches Talent. Nina setzte ihre Ausbildung und künstlerische Erfahrung in Belgrad weiter um, wo sie die staatliche Prüfung als darstellender Künstlerin bestand und einen Vollzeit-Arbeitsvertrag mit dem Serbian National-Ensemble (ab 2005) unterzeichnete. Einer der Höhepunkte ihrer Karriere war die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2008 in Belgrad, wo sie beim Halbfinale und beim Finale mit dem serbischen National-Ensemble dabei war. Bevor sie Belgrad verließ, hatte Nina für drei Jahre Operngesang erlernt. Ihre Lehrerin war die Solistin und Sängerin der serbischen National Oper, Frau Svetlana Nestorov. Mit Anfang Zwanzig, verließ Nina ihrer Heimatstadt Belgrad und zog nach Berlin, wo sie in Musikstudium begann. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung und Erfahrung als Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin, arbeitet Nina auch als Model und ist in Agenturen in Deutschland und im Ausland vertreten.

20 Uhr kam die entzückende Nina de Lianin auf die Bühne, sang ihr erstes Lied an diesem Abend und holte anschließend Annie Bertram mit dazu. Sie stellten gemeinsam das Märchenbuch Wahre Märchen II von Annie Bertram vor.
Wahre Märchen II gewann den RPC Jury Award 2015!
Bei der Verleihung der diesjährigen RPC-Awards auf der Role Play Convention, Europas größte Fantasy- und Rollenspielmesse, in Köln vom 16. bis 17.05.2015 konnte Annie Bertrams Bild- und Kurzgeschichtenband Wahre Märchen II die Jury überzeugen.
Für dieses außergewöhnliche Projekt konnten unter anderem Deutschlands erfolgreichster Fantasy-Autor, Markus Heitz, der Meister des dunklen Humors, Christian von Aster, sowie die Gewinnerin des Literaturpreises Seraph 2014, Ju Honisch, gewonnen werden. Julia Becker, Oliver Graute, Oliver Hoffmann, Diana Kinne, Lea Melcher, Björn Springorum, Isa Theobald und Rona Walter komplettieren das elfköpfige Autorenteam, das Grimms Märchen genauso durch den Wolf dreht wie die der Herren Hauff und Andersen.
Wahre Märchen II soll an die jahrtausendealte Tradition des Geschichtenerzählens erinnern und daran gemahnen, dass Märchen uns auch heute moralische Stütze sein können und keineswegs nur etwas sind, womit man kleine Kinder erschreckt. Mit ihrem Blick für das Besondere rückt Annie Bertram den Märchenstoff in ein neues Licht, das oft erst auf den zweiten Blick Abgründe enthüllt oder einfach verträumt, emotional und schlicht fantastisch ist.
Und heute Abend in der Sixtina konnten sich die Gäste verzaubern und in eine besondere Märchenwelt entführen lassen. Als erster las Christian von Aster seine Geschichte vom “Rumpelstilzchen” und Oliver Graute fesselte das Publikum mit seinem Märchen “Der gestiefelte Kater”. Eine 20 minütige Pause tat dem Publikum dann recht gut, um sich für den 2. Teil des Abends zu stärken.
Nun trat nochmal Nina de Lianin mit einem Song von Depeche Mode, speziell für Annie Bertram, auf. Sie hatte eine wahnsinnig gute Stimme die unter die Haut ging.
Ju Honisch laß nun ihr “Aschenputtel” und zu guter Letzt gab Markus Heitz sein Märchen ” Das kalte Herz” zum Besten, welche durch eine kleine Feuershow das Ende fand. Während der Lesung lief kontinuierlich eine Beamershow mit Fotos aus dem Märchenbuch.
Eine richtig runde Geschichte/Märchen in einem wunderschönen Ambiente der Absintherie Sixtina wurde den Zuschauern geboten.
Den Abend beendeten wir passender Weise mit einem Glas Rotwein in unserer gemeinsamen Wohnung mit Annie und Pat.

[tabby title=”Samstag”]

Der Samstag begann für uns im Leipziger Palmengarten bei schönstem Wetter. Dort fand das 4. Steampunk-Treffen statt. Es sind viele Teilnehmer/Gäste erschienen, die sich einen schönen Nachmittag mit einem tollen Buffet machen konnten. Ein paar Fotografen schwirrten umher und konnten ein paar gute Schnappschüsse erhaschen, wie auch unser Fotograf von Uselinks, Karsten Schulze. Zum Abschluss gab es ein großes Gruppenbild von allen Steampunkern und zur Überraschung auch eins von den Fotografen die gegenüber standen.

Heute Abend gab es für uns im Programm die Agra-Halle.
19.35, die Halle war nur halb gefüllt, kamen Youth Code auf die Bühne. 2012 gestarteten amerikanischen Formation aus allen Poren. Ryan und Sara generieren eine Musik, die ganz bewusst an die frühen Tage des legendären Wax Trax Labels erinnert. Interessant für alle, die auf der Suche nach selten gehörten EBM/Industrial-Klängen amerikanischer Machart sind.
Als nächstes kamen die legendären DAF auf die Bühne. DAF gelten als Pioniere und Inspiration für die Genres Electropunk, Electronic Body Music und Techno. Die Jahre 1980 bis 1982 sowie die Alben „Die Kleinen und die Bösen“ und „Alles ist gut“ gelten hierbei als Höhepunkte, für „Alles ist gut“ erhielten sie den Deutschen Schallplattenpreis. 2008 gab es eine neue Reunion und am 13. August 2008 spielten DAF anlässlich ihres 30-jährigen Bandjubiläums ein Konzert im Rahmen des c/o Pop (Cologne On Pop)-Festivals. Außerdem waren sie seit 2010 wieder auf Tour und spielten auch 2011 und 2012 auf diversen Festivals.

Die Halle bei DAF war schon recht gut gefüllt und die Fans tanzten ausgelassen und die Stimmung war sehr gut. Alle freuten sich auch am Ende noch über Zugaben, die DAF noch sehr gerne gab.
Wir sind allerdings nach den ersten 3 Song schnellsten zum Kohlrabizirkus gefahren, da für unsere Fotografin, Bettina Pietschmann, noch Fields of the Nephilim auf dem Plan stand.

Dort angekommen bot sich direkt am Parkplatz eine schwarze Masse! Kein reinkommen zu der Urzeit, obwohl es in der Halle gar nicht so voll war, laut Aussagen einiger Leute, die von ihren Freunden, welche schon im Kohlrabizirkus standen informiert wurden. Die Leute standen vor den Absperrzäunen, durften nicht mehr rein, laut der Security und riefen irgendwann “die Mauer muss weg und wir sind das Volk” was bei allen zu lautem Gelächter führte.
Unsere Fotografin durfte wenigstens schnell vorbei huschen, so dass sie wenigstens die ersten 3 Songs fotografieren konnte. Komischerweise durften ab dem 1. Song die Leute dann doch in den Kohlrabizirkus rein. Aber dann war die Halle doch ganz schön voll und die Fans feierten die Band Fields of the Nephilim.

Setlist:
Intro
Dawnrazor
Preacher Man
Moonchild
For her light
At the Gates
Zoon
Prophecy
Psychonaut
Last Exit

Fields of the Nephilim ist eine einflussreiche Gothic-Rock-/Gothic-Metal-Band, die 1983 in Stevenage (Hertfordshire) gegründet wurde. Die Band verbindet optische Elemente aus den Bereichen Italowestern und postnuklearem Endzeitszenario, mit mythischen Elementen aus den Bereichen Schamanismus, Hermetik, Chaosmagie und Nephilim-Legende. Auf die mythologischen Nephilim, alttestamentarische bösartige Riesenwesen, geht auch der Bandname zurück.

[tabby title=”Sonntag”]

Der Sonntag begann an der Morizbastei. Laut Aussage der Security durfte man ab diesem Jahr oben auf dem Mittelaltermarkt keine Leute mehr fotografieren!? Sehr komisch, ob es anderen Fotografen auch so ging kann ich allerdings nicht sagen.
Im Park vor der Moritzbastei gab es ein Model-Treffen, welches Luna Adulara organisiert hatte. Bei schönem Sonnenschein räkelten sich ein paar schöne Models zur Freude einiger Fotografen.
Anschließend fuhren wir in die Agra. Dort wartete schon die Cocktailbar und leckeres Handbrot auf uns.

Im Agra-Foyer gab es gegen 15 Uhr die Autogrammstunde von Kirlian Camera. Viele Fans warteten schon ungeduldig auf sie.

In der Agra-Shoppinghalle gab es vor dem Puderblondstand von Denise ein kleines Highlight. Gegen 17Uhr spielte Die Kammer Ungeprobtes und Unpluggedes. Es bildete sich sofort eine Traube von Menschen, die dazu klatschten und mit den lustigen Musikern mitfeierten. Das war eine ganz besondere Einlage auf dem WGT.

Wir fuhren dann aber schnellstens zum Kohlrabizirkus, denn pünktlich um 19.30 Uhr kamen Beborn Beton auf die Bühne. U.a. spielten sie auch 1 Song vom kommenden Album, hatten eine gute Akustik und auch die Stimme vom Sänger war klasse. Die Fans feierten jedenfalls kräftig mit.

(Wiki) Beborn Beton wurden 1989 von Michael B. Wagner (Musik) und Stefan Tillmann (Musik) gegründet und kurze Zeit später durch Stefan Netschio (Text und Gesang) ergänzt. Durch erste Tapeveröffentlichungen (’89-’92), über Samplerbeiträge (seit 91) und einer Vielzahl an Livegigs erspielten sie sich schnell eine beträchtliche Fangemeinde. Dies führte 1993 zum Plattendeal bei dem Dortmunder Label Subtronic, die das Debüt Tybalt mit der Auskoppelung Twisted und zwei Jahre später Concrete Ground herausbrachten. Wegen künstlerischer Differenzen trennte sich Beborn Beton 1996 von dem Label und wagte mit Strange Ways Records einen Neuanfang. Eine wohl richtige Entscheidung, wie sich später herausstellt, denn der Erfolg der dritten Beborn Beton Scheibe Nightfall übertraf die Erwartungen der Band bei weitem. Ein Jahr später wurde der Erfolg mit dem Album Truth noch einmal übertroffen, mit dem man die ausgetretenen independent Pfade verließ und melancholische Pop Hymnen schuf. 1999 erschien die bisher letzte Beborn Beton Veröffentlichung Fake, auch diese erfolgreich. Seitdem widmeten sich die Künstler einem ehrgeizigen Remixprojekt, welches seit November 2000 zu kaufen ist. Wenn auch die musikalische Arbeit in diesem Fall zum größten Teil von anderen Musikern erbracht wurde, wurde das Projekt doch von der Band selbst organisiert und vorbereitet. So mussten z.B. für einige Stücke der Gesang neu aufgenommen und Samples bereitgestellt werden. Zum anderen wurden im Gegenzug Remixe für viele der beteiligten Bands angefertigt. Im Mai 2002 erschien in den USA bei WTII Records eine mit weiteren Remixen angereicherte Best-Of Doppel CD, die erste Veröffentlichung in den USA. Begleitet wurde die Ausgabe von einer vierwöchigen Tournee durch 15 Städte, von der Ost- (Miami) bis zur West-Küste (Seattle). Für 2015 wurde ein neues Album namens “A Worthy Compensation” angekündigt, welches beim Label Dependent erscheinen wird.’

21:10 Uhr lief als Intro ein schöner Walzer, bevor Vive la Fête auf die Bühne gesprungen kamen. Die Halle war gut gefüllt und sie lieferten eine gute Performance ab.
Die Band stand auch schon vor ein paar Jahren als Mitternachts Special in der Agra.

Setlist:
Nuit Blanche
Tokyo
Schwarzkopf
Verite
Naive
Exatement
Mon Dieu
AC
BMW
Jaloux
Maquillage
Noire Desire

(Wiki) Vive la Fête (frz. für „es lebe die Feier“) ist eine belgische Band, die elektronische Independentmusik macht. Sie wurde 1997 von Danny Mommens und Els Pynoo in Gent gegründet.
1997 taten sich der ehemalige dEUS Bassist Danny Mommens und seine Freundin Els Pynoo zusammen, um eine durch den Electroclash und Electropop inspirierte Musik zu machen. Die meisten Stücke werden von Pynoo gesungen, Mommens spielt Gitarre und singt ebenfalls bei einigen Stücken. Später kamen Ben Brunin (Bass), Marc Requilé (Keyboard) und Jan D’Hooghe (Schlagzeug) hinzu. Bereits mit den ersten Alben Attaque Surprise (2000) und République Populaire (2001) konnten Vive la Fête unter anderem in der Modewelt Erfolge feiern, so komponierten sie etwa die Musik für die 2002 Chanel Modeschauen.

22.00 begannen Kirlian Camera mit ihrem Set. Sie kamen wieder mit den üblichen Sturmhauben „verkleidet“ und den Taschenlampen auf die Bühne. Elena Alice Fossi, wie immer ausgesprochen sexy gekleidet, sang sehr gefühlvoll und legte aber auch eine tolle, kraftvolle Show ab. Die Fans waren total begeistert.

(Wiki) Ursprünglich wurde die Band 1979 vom Sänger und Keyboarder Angelo Bergamini unter dem Namen „Suicide Commando“ gegründet. Da es jedoch bereits eine Musikgruppe mit diesem Namen gab, änderte Bergamini den Namen im Jahre 1980. Er beschäftigte sich zu der Zeit mit Esoterik und so übernahm er „Kirlian Camera“, den Vorschlag des Bassisten Mauro Montacchini. Neben Bergamini und Montacchini gehörten Fabrizio Chiari (Keyboard) und Simona Buja (Gesang) zur Originalbesetzung. Mit der ersten Veröffentlichung „Dawn“ im Jahre 1980 trennte sich Montacchini von den anderen Mitgliedern und wurde durch Giorgio Vecchi ersetzt. 1982 verließen Chiari und Vecchi Kirlian Camera, an ihre Stelle traten Paul Sears und Bruno Bizzarri. Nach der ersten Langspielplatte „It Doesn’t Matter, Now“ kamen noch Piero Canavera (elektronisches Schlagzeug) und inoffiziell Renato Ollivo (Gitarre) hinzu. Mit der 1985 veröffentlichten Single „Blue Room“ wurden Kirlian Camera dann auch außerhalb Italiens bekannt. Paul Sears beendete seine Mitgliedschaft bei Kirlian Camera. Produzent und Schlagzeuger Charlie Mallozzi, der bereits an dem Debütalbum „It Doesn’t Matter, Now“ mitwirkte, ergänzte das Projekt erneut. Die beiden Singles „Ocean“ und „Heldenplatz“ erschienen anschließend auf dem neuen Label Virgin Music. Besonders im Heimatland Italien wurden Kirlian Camera durch TV-Auftritte bekannt, sie kamen jedoch – vor allem durch den Vertrag mit Virgin – unter Erfolgsdruck. Im Jahre 1988 kündigte die Band den Vertrag und Sängerin Simona Buja verließ Kirlian Camera. Gleichzeitig wurde die zweite LP „Eclipse: Das Schwarze Denkmal“ veröffentlicht. An diesem Album arbeitete erstmals auch die Sängerin und Keyboarderin Emilia Lo Jacono mit, die seitdem neben Bergamini zur Stammbesetzung Kirlian Cameras gehört. Der Titeltrack „Eclipse“ entwickelte sich zu einem internationalen Hit. 1991 erschien mit großem Erfolg die dritte LP „Todesengel: The Fall Of Life“ bei Lo Jaconos Independent Label „Heaven’s Gate“. Mit dem dritten permanent integrierten Mitglied Simon Balestrazzi (Schlagzeug, Gitarrenprogrammierung) folgte eine Zeit, in der Kirlian Camera regelmäßig Alben auf den Markt brachten, darunter auch Kooperationen mit Projekten wie Dive und :Wumpscut:. Gleichzeitig setzten sich Kirlian Camera länderübergreifend immer mehr durch. Neben Österreich, Schweiz und den Niederlanden wurde vor allem Deutschland zu einem Kernpunkt der Anhängergemeinde, wo zahlreiche Tourneen stattfanden. Simon Balastrazzi verließ 1997 Kirlian Camera. An seine Stelle traten Barbara Boffelli (Gesang) und Ivano Bizzi (Keyboard). Letzterer war schon früher mitunter eingesprungen. Im Jahr 2000 verließ Barbara Boffelli die Gruppe und wurde durch Elena Fossi ersetzt. 2002 widmeten sich die Bandmitglieder Nebenprojekten, wie Stalingrad (Angelo Bergamini, Elena Fossi und Ivano Bizzi) und Siderartica (Elena Fossi mit Andrea Savelli und ihrem Bruder Andrea Fossi, die Kirlian Camera bei Konzerten als Live-Musiker unterstützen). Anfang 2003 kam Mauro Montacchini, Mitbegründer der Band, wieder hinzu, sodass die Stammbesetzung mit Bergamini und Fossi erneut aus drei Personen besteht. Live traten alternativ auch Emilia Lo Jacono, Nancy Appiah, Roberta Astolfo (auch bekannt als Leutha), Lydia Dumfeh und die frühere Sängerin Barbara Boffelli auf. 2004 kam zur Studiobesetzung Simone Mulè von der Gruppe „La Fille Biaise“ dazu, allerdings nur für kurze Zeit. 2004 veröffentlichten Kirlian Camera das Album „Invisible Front. 2005“, auf dem es zur Zusammenarbeit mit Projekten wie Naevus, Jarboe und anderen Künstlern kam. Schon bei den Alben „Still Air“ (2000) und „Absentée“ (2001) waren deutlich musikstilistische Umschwünge zu erkennen gewesen. Ende 2005 kam Falk Pitschk zur Band und ersetzte 2006 den Keyboarder Andrea Fossi. Des Weiteren wurde ab Dezember 2006 Sarah Crespi als Violinistin eingesetzt. 2009 veröffentlichten Kirlian Camera das Album “Shadow Mission Held V” unter anderem mit neuen Versionen von “Edges” und “Heldenplatz”. Ende des Jahres 2009 erschien die Kirlian Camera Collection “Odyssey Europa” mit allen Singles der Bandgeschichte als Doppel-CD und limitierte Edition mit 4 CDs. (Universal Music) Aufgrund der vielen Wechsel im Line-up und den musikalischen Aktivitäten der ehemaligen und momentanen Mitglieder auch außerhalb Kirlian Camera, z. B. in Form von Neben- oder Soloprojekten, ergibt sich gewissermaßen ein Netzwerk von Musikern (United Gladiators), Projekten und Bands, dessen Zentrum Kirlian Camera und vor allem Angelo Bergamini zu sein scheint. Zudem werden auf der Homepage von Kirlian Camera auch die Nebenprojekte in der Diskographie aufgeführt.

[tabby title=”Montag”]

Heute war nun endlich das Heidnische Dorf auf unserer Liste, denn dort tranken wir üblicherweise jedes Jahr unser leckeres Kirschbier. Es gab wieder viele schöne Stände, an denen man Ware kaufen konnte, aber auch das Badehaus und die Kuppelei waren wieder vor Ort, in der man heiraten konnte. Die Menschen genossen das schöne Wetter auf der Wiese und lauschten den Bands, die an allen Tagen auf den Bühnen spielten.

Anschließend gingen wir ins Agra-Foyer wo es um 17 Uhr wieder eine Autogrammstunde mit Combichrist gab. Viele Fans warteten schon ungeduldig davor.

Am letzten Abend des WGT im Agra Cafe, für einige vielleicht eine Zuflucht um in Ruhe noch einen Cafe zu trinken bevor es wieder weiter ging, tranken auch wir unseren zum WGT Abschluss unseren letzten Cafe, was für uns schon zum Ritual geworden ist.

Eigentlich sollte es für uns heute Abend 2 Highlights geben, denn Diorama sollten als Headliner im Felsenkeller spielen. Allerdings entschieden wir uns dann doch anders.

Im Schauspielhaus erwartete uns um 18:00 Uhr Sea + Air und 19:40 Uhr Die Kammer.
Marcus der Sänger von Die Kammer war sehr gut aufgelegt und spielte den ganzen Abend mit den Gästen und auch die Band machte untereinander Witze. Das Publikum wurde in die Songs mit Klatschen und Singen einbezogen und allen hat es riesigen Spaß gemacht. Die Stimmung war grandios. Die Band fühlte sich auf dem WGT Zuhause und haben auch schöne Erinnerungen an den Auftritt vor ein paar Jahren in der Krypta. Marcus kam bei einem Song mit einem Shirt “Black as Coal” auf die Bühne und gab dies als Song wieder. Die Songs erzählten Geschichten verzauberten das Publikum, welche am Ende noch so kräftig nach Applaus schrie, dass es sogar eine Zugabe gab und der Sänger sagte “Ihr seid so süß”. Der Abschluss war eine schöner Ballade.

Setlist:

Slipping Around The Corner
Fate/Illusion
Seeming and Real
Labyrinths of Despair
The Orphanage
Soophies Circus 1 – 3
Mirror
Praying Mantis
Endangered Memories
Sinister Sister
Hither & Thither
Final Days

Zugabe:
Black As Coal

Anfang 2016 wird Die Kammer wieder auf Tour sein mit einem neuem Album “Season 3″ im Gepäck. Motto und Artwork vom kommenden Album werden Ende September bekannt gegeben.

Hier schon mal die Live-Termine die bereits feststehen:

05.02.2016 Leipzig Moritzbastei
06.02.2016 Berlin K17
18.02.2016 Hamburg Logo
19.02.2016 Frankfurt Das Bett
20.02.2016 Köln Luxor
05.03.2016 Dresden Puschkin

Support: Lisa Morgenstern

Weitere Termine sind in Planung.
(Wiki) Die Kammer
Die beiden Musiker, Sänger Marcus Testory (ex-Chamber) und Gitarrist Matthias Ambré (ex-ASP), welche bereits in der Vergangenheit zusammenarbeiteten, gründeten Die Kammer am 22. Dezember 2011. Anfang Februar startete das Duo Season 0 und das Videomärchen Early Adoptions. Am 15. April 2012 stießen mit Oliver Himmighoffen (Schlagzeug, ex-ASP) und Dirk Klinkhammer (Tuba) zwei weitere Musiker zu den beiden Musikern. Das allererste Konzert fand am 27. Mai 2012 im Rahmen des Wave-Gotik-Treffen (WGT) in Leipzig statt. Nur wenige Wochen später, am 14. Juni, wurde Filmkomponist Matthias Raue (Violine, Viola) als weiteres Bandmitglied vorgestellt. Komplettiert wird Die Kammer von Tabea Rotter (Cello) und Aline Deinert (Violine). Die erste Single The Orphanage wurde vier Tage nach Raues Einstieg bei Die Kammer digital herausgebracht. Bei dem Musikvideo wirkte unter anderem Ingo Römling mit. Mitte Oktober erschien mit Season I: The Seeming and the Real das Debütalbum über Delicious Releases, die von New Music Distribution vertrieben wird. Am 20. Mai 2013 erblickte mit Hither and Thither ein neuer Song das Licht der Welt. Am 31. August 2013 spielte Die Kammer gemeinsam mit Versengold, Lyriel und Fiddlers Green als Vorgruppe für Schandmaul, die im Rahmen eines zweitägigen Open-Air-Festivals im Tanzbrunnen ihr 15-jähriges Jubiläum feierten. Das Konzert war an beiden Tagen mit mehr als 10,000 Besuchern ausverkauft. Anfang 2014 soll Die Kammer auf vereinzelten Shows gemeinsam mit Schandmaul durch ganz Deutschland touren. Am 21. Januar 2014 erschien mit Be Careful die erste Single aus dem neuen Album, das Season II: Views from the Inside heißt und am 14. Februar 2014 veröffentlicht wurde.

[tabby title=”Fazit”]

Ein tolles Festival, welches wieder einmal sehr facettenreich war und dessen Gäste für ein paar Tage eine ganze Stadt kulturell verwandelten.
Leider war es unserer Fotografin im Fotograben kaum möglich, durch das schlechte Licht inkl. Nebel , gute Fotos zu machen. Schien aber von manchen Bands so gewollt (laut Setlist).

Insgesamt gab es auch eine große Vielfalt an Essen, auch für Vegetarier, was mich sehr freute.

Meine Highlights waren am Freitag die Vernissage mit dem Märchenbuch von Annie Bertram “Das Märchenbuch 2” mit den wunderschönen Lesungen und dem Gesang von Nina de Lianin und mein erstes Konzert am Montag von Der Kammer, es war der Hammer, Danke an die Band!

Es war schön, gleichgesinnte Freunde wieder zu treffen, wie Gabi, Annie & Pat, Dani & Frank, Simone und Tom aus Edinburgh, Alexandra & Hendrick, Inka & Markus, Marina und noch viele andere mehr! Es war wunderbar mit Euch Allen!

In Kürze sollen bereits die Vorbereitungen für das Jubiläum, dem 25. Wave Gotik Treffen, beginnen.
Auch hier noch ein riesen Kompliment und großes Danke an die Organisatoren, Helferlein und an den Pressesprecher des WGT Cornelius Brach. Es war uns ein Vergnügen, bei so einem sehr gut durchorganisierten Event wieder dabei gewesen zu sein und für unser Musikmagazin arbeiten zu dürfen.
Es war wieder rundum ein gelungenes und professionelles Festival, dass die Fans der Wave Gotik Scene aus der ganzen Welt verbindet.
Vielen Dank an die Künstler, den Veranstalter und allen die hier Mitgeholfen haben.

Tausende Gothics kamen wieder einmal im Jahr nach Hause – zum Wave-Gotik-Treffen.
Wir freuen uns schon auf das große Jubiläum des 25. Wave-Gotik-Treffen, welches vom 13.05. bis 16.05.2016 in Leipzig stattfinden wird!

Bis dahin alles Liebe

Betty & Kaschy – Teil des [U]selinks-Team

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