Donnerstag, Oktober 21, 2021

6ct Humour im Interview

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1.0 Musik6ct Humour im Interview

Wir interviewten die drei Herren von 6ct Humour über ihr neuestes Werk „iHuman“ und über so manche musikalische Angelegenheit, sowie über Humor, Fans, Labels und warum das Album ausgrechnet am Karfreitag rauskam?!?


Hallo zusammen, wie setzt sich 6ct Humour zusammen und wer hat welche Aufgabenbereiche?

Andreas: Rouven ist unser Sänger und Texter. Ronny und ich sind die Tastenmänner, zudem komponieren wir die Songs. Darüber hinaus gibt es ja auch sehr viel zu tun. Rouven betreut die Finanzen, Ronny ist der visuelle Kopf, betreut Artwork, Homepage etc. und ich bin für die Kontakte zu Webradios, Webmagazinen und die Pflege der verschiedenen WebPortale zuständig.

Wie hat eigentlich alles begonnen?

Andreas: Ronny und ich kennen uns bereits seit fast zwanzig Jahren und haben in den Neunzigern bereits Musik zusammen gemacht. Lange Zeit nur für den Hausgebrauch. Rouven kam Ende 2008 dazu und es hat wunderbar gepasst. Wir waren uns einig, eine CD produzieren zu wollen. Nun gut, mittlerweile sind es zwei und die Geschichte geht weiter.

Ist bei euch der „Humor“ immer im Sonderangebot? Ich meine, 6 Cent, das ist schon recht günstig ….

Andreas: Naja, Humor findet man bei uns schon. Nicht bei den Songs, aber wir sind immer für ’nen Spaß zu haben. Was unseren Bandnamen angeht, der hat bei einigen Leuten bereits für so manche Verwirrung gesorgt. Passierte früher häufiger und passiert leider immer noch, dass wir als 6ct Humor angepriesen werden. Die Geschichte, wie wir zum Namen gekommen sind, ist recht simpel. In dem Song „Blasphemous Rumours“ von Depeche Mode aus dem Jahr 1984 gibt es eine Textzeile, die ähnlich zu unserem Namen klingt. Aber eben nur bei der Ausprache ähnlich. Wir wollen doch nicht klauen 😉

Auf eurer Homepage gab es des Öfteren vor dem Release Videobotschaften, wer hatte die Idee zur Transparenz?

Andreas: Ronny war der Initiator der Videobotschaften. Er schlug es uns vor, wir fanden es klasse und schon waren wir an der Umsetzung.

Wie habt ihr euer Label gefunden?

Andreas: Die EP „Dropping a dime“ vom letzten Jahr war quasi unsere Bewerbung. Wir haben lange über Linklisten und Bandseiten zugebracht, um uns mit den nötigen Adressen zu versorgen. Danach ging dann einiges an Bewerbungen raus und wir hatten auch mehrere Gespräche. „Sonic-X“ wurde es deswegen, weil wir von Anfang an einen Draht zu Tommy Steuer hatten. Da passt was zusammen, das haben wir recht schnell gemerkt.

Und was ist der Vorteil an einem Label für euch?

Andreas: Natürlich hat man andere Möglichkeiten der Vermarktung. Man kommt durch das Label an Kontakte, bei denen vorher noch die Tür für uns geschlossen war. Allein das ist ein großer Vorteil. Zum anderen wirkt es natürlich einen Schritt weit professioneller, als wenn man eben alles nur selbst über die Homepage vermarktet.

Wieso kam das Album eigentlich zum Karfreitag raus? Da gibt es doch bestimmt eine plausible Erklärung?

Rouven: Da es auf der CD „iHuman“ um das Menschsein geht dachten wir, es gibt ja wohl keinen besseren Termin als Karfreitag! Naja um ehrlich zu sein muss man in Deutschland an einem Freitag veröffentlichen und wir haben den ersten Freitag im April genommen und dann gemerkt: es ist ja Karfreitag!

Nun habt ihr euer neues Album „iHuman“ ins Osternest gelegt. Gibt es denn schon erste Reaktionen?

Ronny: Es gab ja schon einige Specials bei Webradios und Radiostationen. Die Reaktionen von den Hörern waren durchweg sehr positiv und wir haben ja eine Preorderaktion gestartet die auch gut angenommen wurde. Auch über unsere Socialnetworks kamen positive Feedbacks und viele guten Wunsche für die Zukunft der Band und die gelungene CD.

Welche Bedeutung verbirgt sich hinter dem Albumtitel „iHuman“?

Rouven: Wie schon gesagt geht es darum, dass der Mensch in einer technokratischen Welt eine immer kleinere Bedeutung bekommt. Er darf eigentlich nicht mehr Mensch sein. Für uns sollte der Mensch aber doch im Mittelpunkt stehen. Deshalb ist auch „Human“ das einzige groß geschriebene Wort auf der CD. Die Titel beziehen sich einfach auf das was einen Menschen ausmacht: Menschlichkeit.

Wie entstehen eure Songs, was ist zuerst da, der Sound oder der Text?

Ronny: Meistens sind die Instrumentale zuerst fertig aber in der Regel ist es so, dass gleichzeitig eine Textidee vorhanden ist. In einer Kreativphase werden dann Instrumental und Text kombiniert.

Welchen Grund hat es, dass die CD zweisprachig ist? In welchem Gebiet fühlt ihr euch mehr zu Hause, im Deutschen oder im Englischen?

Rouven: Wir fühlen uns mit beiden Sprachen wohl. Englisch ist die Sprache, die in der Musikwelt am meisten gesprochen wird und von den meisten Zuhörern verstanden wird. Wir sind mit dieser Sprache in der Musik aufgewachsen und benutzen diese auch in den Songs von „6ct Humour“ auf eine selbstverständliche Art und Weise. Unsere Muttersprache ist nun mal Deutsch und das gibt uns die Möglichkeit mit dieser Sprache völlig andere Bilder zu beschreiben als im Englischen. Wenn wir schon zweisprachig arbeiten können: warum diesen Vorteil nicht nutzen?

Wer ist eigentlich auf dem Cover zu sehen und wer steckt hinter der Idee?

Ronny: Das ist Rouven, unser Frontmann. Hinter der Idee steckt ein Video von Björk, dass ich persönlich sehr mag und beeindruckend finde. Ich kam mit dieser Idee zu Andreas und Rouven. Beide waren begeistert und zum Namen der CD „iHuman“ passte es einfach perfekt. Es war auch eine echte Herausforderung, diese Idee für uns umzusetzen.

Lasst uns bitte noch etwas näher auf ein paar Songs eingehen. Am besten sucht jeder von euch, seinen Favorit oder seine Favoriten heraus und erzählt uns etwas zum jeweiligen Song …

Andreas: „chains of fear“ – war der erste Song, den ich für „iHuman“ geschrieben habe und er war der Startschuss in die Rekordingphase.

Ronny: Einen Favoriten gibt es bei mir nicht. Ich sehe das Album „iHuman“ als Ganzes und ich denke wir haben eine runde Sache hinbekommen und auch eine Steigerung geschafft zu unserer ersten Veröffentlichung „Dropping a dime“.

Rouven: Mir geht es ähnlich wie Ronny. Hätte einem von uns ein Titel nicht zu 100% gefallen, wäre er nicht auf „iHuman“.

Wie schaut es aus mit Remixen? Habt ihr selbst Bands im Kopf, gab es Anfragen von Bands? Erzählt doch mal ….

Andreas: Es gab diverse Anfragen, aber wir waren sehr auf die Produktion und Fertigstellung der „iHuman“ konzentriert. Der Zeitrahmen war so eng gesteckt, dass wir uns sonst auf keine neue Themen konzentrieren wollten. Grundsätzlich sind wir aber immer bereit über Remixe zu reden.

Wie schaut es eigentlich LIVE bei euch aus? Wird das Album eigentlich auch auf der Bühne vorgestellt?

Rouven: Das Album wird auf jeden Fall live gespielt, aber als Newcomerband ist es nicht einfach, die geeignete Location und den geeigneten Rahmen zu finden. Wir spielen gerne live und suchen auch gerade nach einer Bookingfirma, die sich um diesen Sektor kümmern kann. Ausserdem bieten wir allen interessierten Fans und denen die es werden wollen ein „Wohnzimmerkonzert“ an, wie es jüngst die Pet Shop Boys taten!

Gibt es auch Bands, mit welchen ihr einmal gemeinsam auf der Bühne stehen wollt?

Ronny: Naja es gibt da schon einige Bands! Natürlich wäre ein Gig mit Depeche Mode der Knaller, aber eine Tour mit Mesh, Client, De/Vision, And One, Camouflage, Assemblage 23 usw. wären schon genial!

Ihr seid auf vielen Plattformen vertreten, wer kümmert sich um diese zeitintensive Sache?

Andreas: Das machen wir alle zusammen und deshalb könnt ihr sicher sein: wenn ihr Kontakt zu uns aufnehmt, ist auf jeden Fall ein Bandmitglied am anderen Ende!

Wo führt euer Weg denn nun hin? Gibt es schon Zukunftspläne?

Rouven: Der Weg führt auf jeden Fall zu einem neuen Album, das Ende 2011 erscheinen wird und ansonsten freuen wir uns auf jede interessante Abzweigung auf dem Weg dort hin!

Vielen Dank für das Interview und nun habt ihr doch bestimmt noch ein paar abschließende Worte für unsere Leser auf Lager ….

Alle drei: Wir freuen uns sehr auf die kommende spannende Zeit. Natürlich sind wir sehr gespannt, wie unser neues Album bei den Hörern ankommen wird. Wir versuchen, bei den kommenden WebRadioSpecials persönlich mit in den verschiedenen Chaträumen zu sein, daher könnt Ihr uns gerne mit Fragen löchern. 😉


Herzlichen Dank auch an das Team von SOS RADIO (www.sos-radio.net), welches uns Inspirationen zu den Fragen lieferte.

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