Eine der besten deutschen Elektropop Bands kehrt mit einem neuen Album im Rampenlicht zurück. Zwar war es in der Vergangenheit stets so, das Sätze wie „ unterbewertete Band“ oder“ es wäre ihnen zu wünschen …“ ziemlich häufig im Zusammenhang mit A Spell Inside fielen, doch wer nach dem letzten Album immer noch nicht begriffen hat wie gut diese Band eigentlich ist, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Also starten wir den Autopilot und gehen mal davon aus das dieser Geheimtipp Status nun endgültig Schnee von gestern ist. . „We still believe in the spell“ heißt es da im Booklet und zeigt das die Musiker voll und ganz von Ihrem tun überzeugt sind. Der Opener „Frei Sein“ macht dann schon nach wenigen Sekunden klar, dass man zum Großangriff startet. Genau diesen Songs als Freedownload anzubieten, das Ganze mit einem Video zu unterstützen ist ein gewiefter Schachzug um sich endlich in den Vordergrund zu bringen. Die aktuellen GEWC Charts zumindest, zeigen das der Plan aufzugehen scheint. „Frei Sein“ hat eine große hypnotische Anziehungskraft und eignet sich zum Mitsingen und tanzen bestens. Mit deutschen Texten geht es dann auch weiter. Insgesamt gibt es diesmal eine Umkehr der normalen Verhältnisse, bis auf eine Ausnahme gibt es ausschließlich deutschsprachiges zu bestaunen. Spannend an diesem Umstand ist die Gefahr sehr schnell ins Plakative abzudriften, doch bis auf wenige Ausnahmen sind die Texte mehr als annehmbar und weitab von peinlichen Ungereimtheiten. Musikalisch ist die Band in der Lage sich noch einmal zu steigern und weicht nicht selten von dem normalen Rhythmus „Intro, Strophe, Refrain, Strophe…“ ab. Überhaupt hat man jede Menge Songs im Gepäck die zu überzeugen wissen. Die Single „Frei Sein“ ist dabei der Song der sofort ins Auge springt. Andere Songs wie „Ewig“ oder „Kein Fleiss, Kein Preis“ brauchen ein wenig mehr Anlaufzeit um dann aber umso stärker zu erscheinen. Um wieder auf den bereits eingangs erwähnten „Status“ der Band einzugehen, kann der Autopilot eigentlich nur in Richtung Elektropop Olymp zu steuern. Alles andere wäre grob fahrlässiger Unfug der Hörerschaft. „Autopilot“ ist ein Kandidat für das Electropop-Album des Jahres!

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