Die Welt stirbt also mal wieder („Occidere Mundi”). Naja, eigentlich ja keine wirklich neue Info, die uns die französische Hellectro-Combo A7ie da mit ihrem neuen Album so gibt. Auch das musikalisch Dargebotene ist beileibe kein Manifest des Neubeginns oder der Progression. Und doch schaffen es A7ie immer wieder zu begeistern. Warum? Weil ihnen an pechschwarzen, extrem melancholischen und morbiden Hellectro kaum jemanden etwas vormacht – selbst die „Hochkaräter“ des Genres nicht. Beim Hören von Knallern wie „The Evil In Us”, „Face To Death” oder „I Wish I Could” gerät man schon ins Grübeln, warum diese Band so relativ unbekannt geblieben ist. Die fast durchweg tanzbare Elektronik, die markerschütternde Traurigkeit und der grenzenlose Fatalismus von A7ie bündeln sich am Ende des Albums in dem Highlight „Alles Ist Gut (In A Wonderful World)“. Wenn das kein Clubkracher wird, müsste es schon mit dem Teufel zugehen. Wahrlich ein Hammertrack! Während das Genre nach und nach in Bedeutungslosigkeit verschwindet, geben einige Acts immer noch Gas und warten mit Herzblut und Kreativität gegen Einheitsbrei und Langweile auf. Vielen Dank dafür!

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Tracklist:

  1. Twist
  2. The Evil In Us
  3. Occidere Mundi
  4. Fallacious Chrysalis
  5. Acédie
  6. Face To Death
  7. Succube
  8. A Dream Within A Dream
  9. I Wish i Could
  10. Alles Ist Gut ( In a wonderful World )