1979 jagte Ridley Scott dem Kinopublikum erstmals mit dem schwarz glänzenden „Alien“-Titelmonster Angst ein. Der Film gilt bis heute als absoluter Klassiker. Das Fortsetzungen nicht ausbleiben, zeigte ja schon „Prometheus“ das Alien 3 nicht der Abschluss der Filmreihe bleiben würde.
Fast ist man ja versucht zu sagen, dass den Filmemachern eben nichts neues mehr einfällt und man daher gerne auf Fortsetzungen und Neuverfilmungen setzt. „Alien:Covenant“ führt die Reihe also nun fort. Es hat sich eigentlich nicht viel geändert und die Story des Films ließe sich schnell grob zusammenfassen.

Advertisement
  1. Menschen wachen aus einem Tiefschlaf auf und sehen sich schon kurz danach mit den Außerirdischen konfrontiert.
  2. Die Menschen beginnen sich zu wehren, werden aber nach und nach dezimiert.
  3. Ende, bis zum nächsten Mal.

Gut, das wäre jetzt natürlich ganz vereinfacht dargestellt, spiegelt aber den Kern der Story wieder.
Die inszenierten Bilder sind natürlich großartiges Actionspektakel, aber leider völlig ohne Sinn und Verstand. Da hilft es kaum, das man mit dem Androiden David eine bekannte Figur ins Spiel bringt um wenigsten etwas „Storyline“ in die Sache zu bringen. „Covenant“ fehlt es aber an sonst so ziemlich allem was man von „Alien“ erwartet. Die kühle, bedrohliche Atmosphäre der alten Filme ist völlig verschwunden und spätestens nach den letzten Szenen ist man sich sicher, dass wir in 2-3 Jahren den nächsten Alien Film „bewundern“ dürfen. Das hat was von Kultschändung. Das was ich für die Star Wars Reihe befürchtet hatte, scheint nun auf Alien zuzutreffen. Solange das Publikum ins Kino kommt macht man immer weiter und immer weiter. Das dabei der Film völlig auf der Strecke bleibt und an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten ist, scheint kaum jemanden zu stören. Für mich ist das jetzt schon die Cineastische Enttäuschung des Jahres.