amGod – Dreamcatcher

REVIEW OVERVIEW

wertt[U]ng
87 %
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Nach einem gefühlten Jahrhundert gibt sich amGod erneut die Ehre und veröffentlicht ein neues Album. Wobei die Bezeichnung Doppelalbum es wohl genauer treffen würde. Unterteilt in “Creeped & Bloody” und “Harsh & Dirty” zeigt der Traumfänger, wie elektronische Musik klingen kann, wenn man aktuelle Trends und Clubstandards einfach links liegen lässt. Die Songs nehmen teils ein bedrohliches Ausmaß an und erschließen sich nicht gleich beim ersten Mal. Es bedarf einiger Anläufe, bis man die mitunter vertrackten Strukturen erfasst hat und das Album in seiner ganzen Vielfalt erkundet hat. Hier liegt auch die große Gefahr, dass amGod schlichtweg unter der VÖ-Masse begraben werden. Denn wer hat noch Zeit, sich ein Album wieder und wieder anzuhören? Die Masse der Hörer wird sich diese vermutlich nicht nehmen und die im Netz auffindbaren Snippets helfen da auch nicht wirklich weiter. Mit Clubeinsätzen darf auch nur spärlich gerechnet werden.
Die Zeichen stehen also nicht sonderlich gut, um auf sich aufmerksam zu machen, zumal viele der aktuellen Elektrojünger amGod überhaupt nicht zuordnen können. Daher sei mir einfach mal der Hinweis gestattet, dass der unter amGod firmierende Dominik früher ein Teil von yelworC war. Vielleicht hilft das ja. 😉

Trotz oder gerade wegen dieser widrigen Umstände werden diejenigen belohnt, die sich das Album zu Herzen nehmen und Zeit damit verbringen. Man wird mit ungewöhnlichen Songstrukturen, originellen Ideen und einer bedrohlichen Atmosphäre konfrontiert, die zusammen ein ungewöhnliches Darkelectro/Industral Album ergeben, das sich klar und deutlich von der Masse hervorhebt und den Hörer eine lange Zeit zu fesseln vermag, wenn man das denn zulässt.
Zu der dritten CD der Limited Edition “Slaved & Deeply”, die aus Remixversionen besteht, kann ich leider nichts sagen, da diese mir nicht vorlag.

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