[tabby title=”Allgemeines”] Heim zum Tanzbrunnen – Drei Tage Amphi 2016 liegen hinter uns!
Immer nach dem Motto: „Weich in der Birne aber fest im Vorsatz sich keine Minute Konzert-programm entgehen zu lassen!“. Wann weiß man, das wieder das Amphi läuft?
Wenn man schon am Deutzer Bahnhof Frauen mit Rohrreinigern in den Haaren, bei spasti-schen Zuckungen zu „Bum-Bum – Musik“ rund um das eigene Auto beobachten kann. In einer Hand den Gummibärchenschnaps, in der anderen Hand das festumklammerte High-Tech Handy.
2 Tage gediegene Aperitifkultur! Frühstückskölsch und Nudeln mit Soße für fast 8 €!
Die Szene lässt sich weder totsagen noch tot saufen! Trink Blutengel unter den Tisch und ge-winn einen Gratisklingelton Deiner Wahl! Weiter so! Irgendwie geraten die Dinge an einem sol-chen Wochenende immer ganz schnell außer Kontrolle… Rave-Gothic´s, Easyjet-Punks,
Körpergeruchsfans ab geht die Post! [Karsten] [tabby title=”Samstag”] Solitary Experiments
Trotz Mittagszeit gaben Dennis & Co. von Anfang an Vollgas.
Eine 40-minütige Electroparty vom allerfeinsten… Auch Show und Visualisierung waren stim-mig….
Das zahlreiche Publikum war am Samstagmittag doch noch ein bisschen verhalten. Sänger Dennis schaffte es jedoch im Laufe des Sets, die Menge aus der Reserve zu locken. Hits wie die in 2009 erschienene Single „ Immortal“ aber auch viele Titel des Albums „Memorandum“ wurden gespielt. Niemand stand mehr still, der Sound der Berliner ist einfach zu treibend und wunderbar melodisch. Solitary Experiments sind ein Beispiel dafür, dass man qualitativ hoch-wertigen Electro – Sound immer wieder neu und vielseitig weiterentwickeln kann. [Karsten]

Mono Inc.
Energiegeladen, hoch professionell und voller unbändiger Spielfreude. Mono Inc. sind ein Hö-hepunkt des Amphi 2016. Titel wie „Arabia“, „Gothic Queen“, „Seligkeit“ und „It never rains“ setzten Glanzpunkte. Die vier Nordlichter nutzten ausführlich die Gelegenheit, die vor kurzem veröffentlichte Live DVD „Live“ zu präsentieren. Viel Überzeugungsarbeit bedurfte es aller-dings nicht. Mono Inc. sind endgültig in der ersten Liga unserer Szene angekommen. [Karsten]

Spetsnaz
Amphi Festival 2016Aus logistischen Gründen, starte das Amphi Festival für mich erst um 16:40 Uhr. Bis dahin hatte ich mir einen kurzen Überblick über das Festival Gelände verschafft und den Weg ins Theater gefunden. Das dies zum Problem werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. EBM Made in Sweden stand auf dem Programm. Die Jungs von Spetsnaz sind immer gern gesehene Festival Gäste und verstehen es eigentlich immer, die Menge mit ihren EBM Sequenzen zu begeistern. Dies war auch diesmal so. Das Theater tobte und vor der Bühne entwickelte sich ein „Pogo Zone“. Das mal ein Playback nicht so wollte, wie vorgese-hen irritierte eigentlich eher die Zuhörer. Pontus nahm es ganz als Profi und lies sich auch da-von nicht beirren. Profi mit lange Bühnenerfahrung eben! Die 50 Minuten mit den beiden sym-pathischen Schweden gingen viel zu schnell vorbei. [Markus]

Aesthetic Perfection
Die Umbauphase wurde für den schnellen, Erwerb von Getränken genutzt. Der Weg zurück ins Theater war dann aber sehr schwierig. Lange Schlangen bildeten sich vor dem „zweiten Eingang“. Doch irgendwie waren wir dann doch wieder pünktlich da. „Antibody“ als Opener hatte schon was, und überhaupt versprüht Aesthetic Perfection eine ganz besondere Atmo-sphäre. Angesicht weiterer Hits wie „The New Black“ oder der neuen Single „LAX“ stieg die Temperatur merklich an. Das Theater wurde immer mehr zur Sauna. [Markus]

Neuroticfisch
Amphi Festival 2016Letztes Jahr dem Unwetter zum Opfer gefallen, war es diesmal endlich soweit. Neuroticfish brachten ihr Amphi Debut hinter sich. Ach was heißt hier hinter sich. Neurotifish nahmen eine wilde Fahrt durch sämtlich Alben und mit jeder Minute Spielzeit wurde die eigentlich eh schon verdammt gute Stimmung noch besser! Egal ob Evergreens wie „MFAPL“ oder neue Songs wie „Is it dead?“. Egal was da aus den Boxen kam, es wurde gefeiert und getanzt. Bislang hat-te ich Neuroticfish noch nie live gesehen. Ich kann jedem der dies bislang ebenfalls nicht ge-tan hat nur eines sagen. GEHT DA HIN! Für alle die vor dem Theater standen und keinen Ein-lass mehr bekamen tut es mir leid. Der Abschluss mit „Velocity“ war schon fast episch! Das kennt man so eigentlich nur von VNV Nation Konzerten! Groß! [Markus]

Peter Heppner
Das letzte Wolfsheim Konzert, was ich gesehen habe, ist in eher schlechter Erinnerung
geblieben. Somit erwartete man nicht viel, bzw. war über das, was Peter bot positiv über-rascht. Angefangen bei WOLFSHEIM-Klassikern, wie „Kein Zurück“, „Künstliche Welten“ u.ä. die immer wieder eingestreut wurden und vom Gros der Anwesenden frenetisch bejubelt wur-den. Der Amphi – Samstag endet in einer entspannten, chilligen Atmosphäre. Peter ist zwar nicht der kommunikativste und agilste auf der Bühne, aber dies war am Samstagabend auch nicht mehr angesagt. [Karsten]

Front Line Assembly
Zeit für die letzte Band des Abends, bevor das Theater zur Disco umgebaut wurde. Zeit für einen Dinosaurier der Szene. FLA hat irgendwo jeder schon mal gehört. Mein letztes „zusam-mentreffen“ mit der Band war ebenfalls auf dem Amphi Festival und besonders gerne erinnere ich mich da nicht mehr daran. Damals ging mir der massive Gitarreneinsatz doch reichlich auf die Nerven. 2016 macht die Band einen viel besseren Eindruck. Voll Synthetisch gab es eine wilde Fahrt du die lange FLA Diskographie, bei der kaum ein Hit fehlte. So macht das Spaß! Für mich war der erste Amphi Tag damit auch beendet und das mit einem positiven Fazit. [Markus]

Blutengel
Ja, Blutengel polarisieren! Wiedermal traten Chris & Constance und weitere Backgroundtänze-rinnen die Bühne. Blutengel ist wie eine Glaubensrichtung! Entweder man liebt Herr Pohl & Co. abgöttisch oder man hasst ihn! Blutengel sorgt für kontroverse Diskussion.
Aber auch hier war an diesem Abend etwas Anderes am Start als erwartet. Wer wieder mal eine Dessous-Show auf dem Niveau eine Erotikmesse erwartet hatte, wer überhebliches
Gehabe, distanzierte Kommunikation mit dem Publikum erwartete wurde enttäuscht.
Der König des Goth-Dance gab sich Volksnah, authentisch, einfach sympathisch.
Weniger Bombastshow ist manchmal mehr! Dazu das konsequente, kompromisslose Be-kenntnis zu unserer Szene! Respekt…Herr Pohl! [Karsten] [tabby title=”Sonntag”]

Beyond Obsession
Amphi Festival 2016Fast konnten die Jungs von Beyond Obsession einem schon leidtun. Als das Duo um 11:00 Uhr die Bühne betrat war vor der Bühne noch jede Menge Platz. Doch mit zunehmende Spielzeit füllte sich der große Platz vor der Mainstage. Beyond Obsession sind noch eine recht junge Band und ein wenig merkte man die Nervosität der beiden. Dennoch denke ich das man mit diesem Auftritt neue Freunde gewonnen hat und die Cover Version von „Never Tunr Your Back On Mother Earth“ erzeugte bei mir Gänsehaut. Augenschließen, vergessen wo man ist und man ist erstaunt das nicht Martin Gore auf der Bühne steht, wenn man diese wieder öffnet. Hammer! [Markus]

Solar Fake
Solar Fake ist das Elektroprojekt von Sven Friedrich (bekannt durch Dreadful Shadows, Zeraphine). Sven schaffte es mal wieder, zu beweisen, dass Computermusik nicht zwingend emotionslos, innovationslos und uninspiriert sein muss. Passendes Bühnenlicht und gezielt eingesetzter Nebel verstärkten den Eindruck. Trotz brütender Mittagshitze spielte er vor

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einer gut gefüllten Mainstage ein sehr erfolgreiches Konzert. [Karsten]

 

Suicide Commando
Amphi Festival 2016Zeit für einen weiteren Dino der EBM/Industrial Szene. Suicide Commando feiert Geburtstag! Satte 30 Jahre ist Johan Van Roy nun schon aktiv. Seine Bühnenshow legendär! Und auch für das Amphi brachte der Belgier seine Videoshow mit. Zartbesaitete sollten da aber nicht hinschauen. Es sind schon teils heftige Bilder, die im Hintergrund der Bühne das musikalische untermalen. Dem anwesenden Publikum, war das eh egal. Trotz der prallen Sonne, hatte der schwarze Mop den Partymodus angeworfen. „BTK“ als Opener eingesetzt, brachte die Menge zum Toben und schwitzen. Es folgt Hit auf Hit. Schade das „See You In Hell“ keinen Platzt mehr in der Setlist fand. Das hätte vermutlich für weitere tumultartige Szenen vor der Bühne gesorgt. Aber auch so war das ein mehr als überzeugender Auftritt. [Markus]

Covenant

Verstärkt durch Daniel Myer, gaben sich Covenant die Ehre und nutzten dies gleich zum Einspielen für die Ende des Jahres anstehende Tour. Anfangs ein wenig schwach, steigerten sich Publikum und Band zusammen immer mehr. Die zu Beginn zerbrechlich wirkende Stimme von Eskil, nahm immer mehr Fahrt auf. Nach ein paar Minuten war es dann wie erwartet ein Ritt durch die unendlichen Hits der Band. Als kleines Bonbon durfte man die neue Single „Sound Mirrors“ bereits hören. Covenant gefallen mir aber in einem kleinen Rahmen eindeutig besser, als auf einer großen Open Air Bühne. Ein Umzug ins Theater hätte, aber vermutlich dort einen Riesenansturm ausgelöst. [Markus]

Project Pitchfork

Die Electro – Legenden um Sänger Peter Spilles spielten vor großer, erwartungsfroher Kulisse auf der Mainstage und begannen ihr Set nach dem Intro mit einem “Best of” ihrer bisherigen Veröffentlichungen. Alte Hits wie “Timekiller” durften nicht fehlen, aber auch “Alpha Omega” und “Requiem” fehlten nicht. Wer bis jetzt nicht schwitzte war, der tat es jetzt! [Karsten]

Editors

„An end has a start“, der Name des zweiten Editors-Album aus dem Jahr 2007, war so gesehen das Motto des Amphi – Headliners 2016!

Aber es ist insgesamt ein gutes Motto, um über aktuelle Lebens- oder sonstige Krisen hinweg zu kommen. Die Fans des gepflegten Post-Wave, aber auch der Rest des Publikums erwarte viel und….. wurden leider enttäuscht. Die Editors spielten sich souverän durch alle bislang erschienen Alben. Titel wie „No Harm”, “Sugar”, “Ocean Of Night”, “Papillon”, “Marching Orders” und viele weitere. Aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Vielleicht war das Publikum auch einfach nur total müde von diesem langen Tag? Sänger Tom Smith gab alles, aber eine echte Begeisterung sieht anders aus. Aber das Publikum wirkte „Saft und kraftlos“. [Karsten] [tabby title=”Fazit”]

Es allen recht zu machen wird schwierig!

Stichwort: Früher war alles besser… Einfach mal daran denken: Das Amphi ist das was man selber daraus macht! Veränderungen liegen in der Natur der Dinge… Und wer irgendwas total doof findet sollte einfach nicht mehr hingehen.

Manche Abläufe und mache Entscheidungen sollten die Verantwortlichen nochmals überdenken. Aber im großen und Ganzen war es ein gelungenes Wochenende! Einfach mal die Festivalatmosphäre wirken lassen.

Essen und Getränke:

Die Gastronomie am Tanzbrunnen war nie kostengünstig.

Heißt wir wussten, worauf wir uns einließen. Wenn man bereit war 15 min. zu laufen, hatte man das breite Cateringangebot des Deutzer Bahnhofs…. zu normalen, handelsüblichen Preisen

Out fit

Einfach Wahnsinn! Es verschmelzen sämtliche Subkulturen zu einer oft ganz individuellen Auslegung der jeweiligen Szene. Sehr gut! Aufwendige, selbstgemachte Outfits die begeistern! Weiter so!

Security…

Jedes Jahr arbeite ich mich daran ab… und jedes Jahr wird nichts besser, eher schlechter!

Diese „Premiumdienstleister“ erlauben sich Dinge, unfassbar!

In den jetzigen, unsicheren Zeiten ist Schutz gut und wichtig. Die Damen und Herren hatten viele wichtige Aufgaben – die Umsatzsicherung des Cateringservice, sonstige Willkürentscheidungen gehört eigentlich nicht dazu! Die Security sollte für das Publikum arbeiten nicht dagegen. Beispiele:

Ich konnte am Festivalsamstag problemlos zwei kleine Flaschen Wasser mit auf das Festivalgelände nehmen. Sonntags war dies nicht mehr möglich.

Samstag gab es für die Pressevertreter einen extra Eingang (so gesehen „Schnell check in“), dieser wurde am Sonntag leider wieder abgeschafft. Alles ohne nachvollziehbare

Erläuterung. Insgesamt erfolgten die Kontrollen eher unfreundlich und „ruppig“ und waren von Willkür, Egozentrik und demonstrativer Machtausübung geprägt. Handlungsweisen waren weder konsequent noch logisch und keinesfalls nachvollziehbar. Man sollte mal die Security- Firma wechseln. Es gibt bessere! [Karsten]

Die Leistung der Security war wirklich wechselhaft. Von einfachem Durchwinken, bis zur intensiven Kontrolle war alles dabei. Durch den „zweiten Eingang“ am Theater, bastelte man sich selbst ein Eigentor, denn dort gab es immer wieder einen Reibungspunkt zwischen Publikum und Security. Da kann man nur hoffen, dass die Stadt Köln ihr Problem mit Oper schnellsten in den Griff bekommt und das Staatenhaus wieder frei wird. [Markus]

Rückblick / Ausblick:

Wir freuen uns schon auf das besondere Ambiente in der schönsten Stadt Deutschlands (Köln) in 2017! Wir freuen uns auf die Bands und Künstler und das interessante Rahmenprogramm! Vielen Dank für ein gelungenes Wochenende…. Wir haben uns sehr wohlgefühlt!

Ein stimmungsvolles und friedlich-familiäres Festivalwochenende geht zu Ende.

Man sieht sich 2017 in Köln!

[Karsten] [tabby title=”Impressionen”] [tabbyending]