Das Projekt „Angel Theory“ des Australiers Charles Fenech habe ich irgendwann 2005 mit der damaligen „Black And Blue EP“ aus den Augen verloren und hätte schwören können das sich das Projekt erledigt hat. Umso erstaunter war ich als diese CD nun den weg auf meinen Schreibtisch gefunden hat und ich zudem feststellen musste das es in der Zwischenzeit weitere EP`s und Alben zu vermelden gab. Umso gespannter war ich natürlich wie das wohl heutzutage klingen mag? Es hat sich einiges getan. „Angel Theory“ klingt 2014 um einiges atmosphärischer und detailreicher und passen gleichfalls in den Club wie auch in die eigenen vier Wände. Düstere Melodien, harte Beats, hin und wieder sogar aggressive Elemente, gleichfalls aber mit jeder Menge Feinheiten versehen. Überrascht wird der Hörer durch einige ungewohnte Melodien, die „Angel Theory“ einen einzigartigen Anstrich verleihen. Die meisten Songs bauen auf einer soliden EBM/Industrial Grundlage auf, angereichert mit Futurepop Elementen ergibt sich ein Sound der nicht mal eben mit jeder X-Beliebigen Band verglichen werden kann. Abwechslungsreich und spannend und dennoch cluborientiert sind drei Dinge die nicht jeder in nur einem Album unterzubringen vermag. Füllmaterial sucht man hier ebenfalls vergebens. Jeder Song ist für sich ein Treffer! „Encrypted Relics“ ist eigentlich jedem Fan elektronischer Musik ans Herz zu legen. Fans von PAIL und Assemblage 23 (Tom Shear steuert gar einen Remix zu Trackliste bei) sollten sogar ganz genau zuhören.

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