Anne Clark (* 14. Mai 1960 in Croydon, South London) ist eine britische Songwriterin, Sängerin und Pianistin, die im Zuge der Post-Punk-Ära im Vereinigten Königreich bzw. der europäischen New-Wave/Dark-Wave-Bewegung Popularität erlangte und bis heute als Musikerin mit eigener Band aktiv ist.
Clarks erstes Album erschien 1982. In Europa sind ihre bekanntesten Songs Our Darkness und Sleeper in Metropolis (beide von 1984), in den USA Hope Road (Single von 1987). In Deutschland erlangte der Song Our Darkness zusätzliche Bekanntheit als Titelmelodie des bis 1996 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlten Politmagazins ZAK.
Musikalisch lassen sich fast alle ihre Werke in den Bereich der Elektronischen Musik mit teils avantgardistischen Klassik-, Folk-, Rock- und Dance-Elementen einordnen. Insgesamt wird ihr Schaffen der Gattung „Spoken Word“ zugerechnet, dass heißt Anne Clark singt nicht, sondern trägt die meist sehr poetischen Songtexte vielmehr rhythmisch gesprochen vor.
Inhaltlich setzen sich diese überwiegend und kritisch mit den Unzulänglichkeiten des Menschseins, des alltäglichen Lebens und der Politik auseinander, was besonders den frühen Arbeiten eine schwermütige und melancholische Substanz verleiht, die
sowohl im Deutschen als auch im Englischen als „Weltschmerz“ bezeichnet wird.
(Quelle: Wikipedia)

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Der 25.2.2009 ist schon eine Weile her, an dem uns damals Anne Clark mit der Band Diorama im FranzK in Reutlingen so richtig einheizte. Wir freuten uns, dass sie und ihre Band wieder den Weg nach Reutlingen gefunden haben und beschlossen uns dieses Konzert am 19.11.12 im FranzK nicht entgehen zu lassen.
Um 20:15 Uhr fing das Set von Anne Clark mit dem Opener „Full Moon“ an. Mit im Gepäck hatte Anne ihre Band Steve Schroyder (Electronics), Jann M. Engel (E-Cello), Murat Parlak (Vocals, Keybords, Klavier), Tobias Haas (Schlagzeug) und Jeff Aug (Gitarre), eine wunderbare Zusammenstellung begnadeter Künstler, die ihr Instrument mehr als gut beherrschten.
Bei dem rot angestrahlten Vorhang könnte man meinen, man sei in einem Theater und Anne Clark entführt uns in ihre Welt. Tanzbare treibende Rhythmen und elektronische Beats bestimmen das Bild, aber auch ruhige, melancholische Stücke, wie „So Quiet Here“ und „Be Drunk“, bei denen Anne und Murat Parlak am Piano wunderbar harmonierten.
Ein Gast fand es so schön, dass er während des Konzerts Anne fragte, ob er ihre Hand nehmen darf und ihr einen Handkuss gab.
Ihre Texte trug sie ruhig vor und bewegte sich dabei meist nur wenig, genoss dabei selbst das Konzert in vollen Zügen. Das sah man ihr an!
Das Publikum forderte natürlich, nach solch einem wunderbaren Konzert der Extraklasse eine Zugabe, die es auch bekam. Aber noch nicht genug! Das Publikum schrie nach den 2 Zugabesongs so lange, bis die sympathische Anne Clark und ihre Band zum Abschluss den Song „Our Darkness“ präsentierten.

Ein genialer Abend mit einem klasse Publikum, einer tollen Sängerin und Band ging langsam zu Ende. Obwohl Anne Clark ein wenig erkältet war, merkte man es ihr dank Ingwer,
Honig, Zitrone und Salbeitee nicht an. Am Schluss konnte man sich noch von der Band und Anne Clark CD´s signieren lassen.

Ein großes Danke wieder einmal ans FranzK für die tolle Organisation und dem Management von Anne Clark. Bis zum nächsten mal!

Setlist:

Full Moon
Alarm Call
Short Story
Leaving
Heaven
Killing Time
Off Grid
The Hardest Heart
Echoes Remain For Ever
So Quiet Here
Be Drunk
Shell Song
Seize The Vivid Sky
Elegy For A Lost Summer
Ajde Jano (Band Instrumental)
The Haunted Road
Empty Me
As Soon As I Get Home
Mundesley Beach
Virtuality
Sleeper In Met
Boy Racing

1. Zugabe

The Panther
Abuse

2. Zugabe

Our Darkness