Seit Mitte März steht nun die aktuelle Single Binary von Assemblage 23 in den CD-Regalen.
Knapp zwei Jahre nach dem letzten Album. Diese Zeitspanne hat Tom Shear nicht nur für sein Nebenprojekt Nerve.Filter genutzt sondern scheint auch mit Assemblage 23 andere Pfade einschlagen zu wollen. So zumindest interpretiere ich diese Single.
Dabei beginnt alles sehr gewöhnlich, typisch Assemblage 23 eben. Nach einem ca. 40 sekündigen Intro peitschen einem die gewohnten Klänge um die Ohren. Wie immer alles sehr gefällig, tanzbar und mit ordentlicher Wucht. Doch wie bereits beim letzten Album angemerkt, reisst mich das schon lange nicht mehr vom Hocker. Es wirkt einfach wie am Reißbrett entworfen, bietet schlichtweg nichts bahnbrechend Neues. Nur vereinzelte Klänge kommen einem eher unbekannt, neu vor. Da keimt doch ein wenig Hoffnung auf, auch wenn das nicht alles sein kann.


Tom scheint mich erhört zu haben, denn mit „Dirt“ findet sich hier noch ein Track, der eher schon Electro-Clash als Futurepop ist und dem Gesamtbild mehr als gut tut. Es geht doch!
Immer noch ist es Assemblage 23, keine Frage, aber in einem neuen Gewand. Aufregender, überraschender als die anderen Nummern.
Fluorescent Skies ist hingegen ein verträumter Pop-Song, der ein wenig an Nerve.Filter erinnert.
Womit wir auch schon bei den Remixen angekommen sind. Wie bereits bei den letzten Singles, lässt Tom hier niemand fremden an die Regler sonder besorgt die Remixe gleich selbst. Wobei es sich eher um andere Versionen handelt. Zum einen um einen Club Mix, der genau das hält was der Titel verspricht zum anderen den „Nerve Filter Dub“, der viel mehr eine Re-Interpretation ist als ein Mix. Die Vocals sind neu aufgenommen worden und vom Club-Appeal des Originals bleibt nicht viel übrig.
Insgesamt eine gute Single, wobei hoffentlich „Dirt“ der für das Album wegweisende Track ist und „Binary“ eher eine Brücke zwischen den Alben schlagen soll.