Autodafeh – Act Of Faith

REVIEW OVERVIEW

wert[U]ng
85 %
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Die Erben Front 242‘smelden sich mit ihrem nunmehr dritten Studio Album zurück und so langsam entwachsen sie ihren Kinderschuhen und präsentieren sich als selbständige Band. Das soll nun nicht bedeuten, dass Autodafeh nun ihre Wurzeln verleugnen, nein, aber man ist gerade dabei, die geistigen Väter zu überholen, zumal diese sich ja mit dem Abspulen ihres Programmes begnügen.

Die Messlatte legt man mit dem Song “Heaven Screams” gleich selbst mal ziemlich hoch – ein sehr einprägsamer Opener. Gefolgt von nicht minderschlechten 11 Songs, die eines alles gemeinsam haben: Hier wurde nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen. Punktgenau hämmern die Bässe aus den Boxen, jagt ein Old School EBM Shout den anderen. Und nebenbei katapultiert man den angestaubten Front 242 Sound so in die Gegenwart. Ganz behutsam verpassen Autodafeh den Songs einen modernen Anstrich. Die Entwicklung passt ein wenig zu Spetsnaz, die ja auch als “Coverband” (Nitzer Ebb) starteten und nach und nach ihr eigenes Profil entwickelten. Das gleiche passiert hier auch. Der Song, der am meisten noch an Front 242 erinnert, ist die Neuauflage von “Divided We Fall”. Der Rest ist Autodafeh Old School Modern EBM pur. Wie sonst kaum eine andere Formation vermag es Autodafeh, die Vergangenheit mit der Gegenwart und auch der Zukunft des EBM zu einem einzigen Sound zu verschmelzen. 

Vereinzelte Songs herauszuheben ist da gar nicht vonnöten. Klar wird jeder, der sich mit EBM auskennt, zu jedem Song einen “Vorgänger” finden. Aber das ist ehrlich gesagt völlig egal! “Act of Faith” macht Spaß und wenn es schon was zu kritisieren gibt, ist es die spärliche Laufzeit des Albums. Viel zu schnell ist alles wieder vorbei und man beginnt von vorn.

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