Drew Goddards ist Autor und Regisseur in einem und lässt mit „Bad Times At The El Royale” einen sehr unterhaltsamen Film auf die Menschheit los. Schauplatz des Films ist das Hotel „El Royale“. In dem runtergekommenen Hotel, welches genau auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada liegt (was anhand einer roten Grenzlinie sichtbar ist).

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In diesem Hotel treffen nach und nach Gäste ein, von denen keiner ist was er zu sein scheint. Die Charaktere sind mitunter Skurill und überzeichnet, aber genau das macht den Charme dieses Films aus. Ich konnte kaum glauben, dass die zwei Stunden schon vorbei sein sollten, als der Abspann lief. Es gibt in diesem Hotel nur einen angestellten, den guten aber leider auch sehr problembelasten Miles. Dieser nimmt 4 Gäste auf und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf. Drew Goddards hat sich einiges bei Quentin Terrention abgeschaut. Der Aufbau des Films erinnert mich an „The Hatefull Eight“. Aber es gibt das sicher durchaus schlimmere Vergleiche.

Drew Goddards spielt in diesem Film mit den Erwartungen des Zuschauers, erfüllt diese kurz nur um dann mit einem Paukenschlag eine 180 Grad Wendung hinzulegen. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, den gerade mühsam aufgebauten Charakter mit einer Ladung Schrott nach knapp 40 Minuten wieder aus der Story zu feuern. Überhaupt packt der Autor hier derart viel Stoff in den Film, das Netflix daraus vermutlich 1-2 Staffeln produziert hätte. Und dennoch hat der Regisseur die Zeit, eine Schauspielern knapp eine Minute einfach nur singen zu lassen. Es sind genau diese Element die „Bad Times At The El Royale” zu einem cineastischem Kunstwerk machen. Auf der anderen Seite agiert Drew Goddards hart an der Grenze zwischen Oberflächlich und Grandios! Vielleicht hätte ein Charakter weniger, dem Film gutgetan und das Ganze ein wenig entzerrt. So hätte man auf die ein oder andere Stelle ein wenig mehr eingehen können.

Dennoch ist die Kombination aus phantastischer Kulisse und hervorragenden Schauspielern, sowie der nicht vorhersehbaren Handlung ein sehr wohlwollende Abwechslung zum xten Marvel Blockbuster, oder der nächsten Neuverfilmung eines alten Kassenschlagers.