Vorweg sei gesagt dass ich irgendwie nicht nachvollziehen kann wie dieses Album eigentlich seinen Weg zu mir gefunden hat. Ich erinnere mich einfach nicht mehr, also wer auch immer dafür gesorgt hat das „Listen, Learn and Speak“ auf meine Playlist kam: Hab Dank!
Beyond Obsession war mir bis dato völlig unbekannt. Von daher war erst einmal ein wenig Recherche angesagt: Beyond Obsession ist ein Trio aus dem Nordosten der Republik, bestehend aus Nils, Andre und Sören und diese drei haben sich auf die Fahne geschrieben den Sound aus alten Depeche Mode Tagen (Construction Time Again/Some Great Reward) in die Gegenwart zu katapultieren. Das sagt die Band natürlich so nicht, umschreibt aber glaube ich ganz gut was die drei auf diesem Werk zusammengetragen haben. Das ganz klingt dann eben so als ob jemand die alten DM Tapes von De/Vision neu zusammenmixen lassen hat und Mesh durften den Songs neue Melodien verpassen. Verdammt viele große Namen für eine unbekannte Band? Ja mag sein und normalerweise tut man Newcomern auch keinen Gefallen damit, doch hier sehe ich keinerlei Gefahren. Dafür ist dieses Album viel zu stark. Abwechslungsreichtum steht dabei an oberster Stelle! Berechenbares und 08/15 Drumloops gibt es nicht, dafür grandiose Melodien und der spürbare Wille etwas eigenständiges zu erschaffen. Anspieltipps gibt es viele, vielleicht sollte man nicht mit „Nothing Like That“ starten, denn dies wäre der einzige Song bei dem die kreativschaffenden, meiner Meinung nach zu viel reinpacken wollten. Das kann aber den Gesamteindruck des Albums kaum schmälern. Wer auf Synthie Pop steht darf eigentlich gar nicht an dieser Band vorbei ohne zumindest ein Ohr zu riskieren. Für schmale 10 € könnt Ihr das Album auch bei der Band als CD bestellen. Eine Investition in eine hoffnungsvolle Band mit Zukunft!

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Beyond Obsession Live

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