Nachdem Biffy Clyro im Juli vergangenen Jahres das 7. Touralbum und Meisterwerk „Ellipsis“ herausbrachte freuten wir uns auf die Winter-Tour 2017, die sie auch nach Stuttgart bringen sollte. Denn es ist nun schon knappe 6 Jahre her, dass Biffy Clyro in Stuttgart vorbeischauten. Im leider nicht mehr existierenden Club „Die Röhre“ legten die Schotten damals eine atemberaubende Show aufs Parkett.
„Biffy Clyro ist eine schottische Band aus Ayrshire, die 1995 gegründet wurde. Simon Neil, James und Ben Johnston packen Ende der 90er in Schottland die Gitarren aus. Vorbilder sind unter anderem Weezer, die sich mit ihrem Gitarrensound einen Namen in der Szene erspielen. Die Schotten schütteln das Klischee des dudelsackspielenden Rockträgers ab und spielen etliche Gigs mit ihren aggressiven Pop-Tunes um ihre Heimatstadt Kilmarnock herum. Viele dieser Konzerte vergehen, bis das Debüt “Thekidswhopoptodaywillrocktomorrow” in die Läden kommt. Die Split-Scheibe nehmen die Clyros gemeinsam mit Electric Honey auf, die sich auch um die Verbreitung des Songs “Iname” auf BBC kümmern. 1997 zieht die Combo nach Glasgow, um Audio Engineering und Elektrik in der Musik zu studieren. Diese vielen kleinen Schritte ebnen den dreien den Weg nach oben. Dabei lassen sie nie das Ziel aus den Augen, sich und ihrem Sound ohne Kompromisse treu zu bleiben.

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Von 2013 an beinahe zwei Jahre lang touren Biffy Clyro mit “Opposites” rund um den Globus; danach kommt die Krise, man liest von Depressionen und Schreibblockaden. Ursache sind zum einen Todesfälle im näheren Umfeld, zum anderen konnte man aber auch nicht mehr weitermachen wie bisher, wie Neil 2016 im Interview erklärt. Bleibt also nur, die Richtung zu wechseln und Neues zu wagen, und tatsächlich erweitern Biffy Clyro auf “Ellipsis” ihr Spektrum um Synthiepop-, Hip-Hop- und Countryeinflüsse.“ ~ laut.de-Biographie ~

Als Support brachten sie Frank Carter and the Rattlesnakes mit in die Porschearena.

Frank Carter & The Rattlesnakes
Frank Carter & The Rattlesnakes

Im Jahr 2005 gegründete Frank Carter gemeinsam mit anderen Musikern die Hardcore-Punk-Band Gallows. Mit dieser veröffentlichte er 2006 das Debütalbum Orchestra of Wolves und Grey Britain drei Jahre später, sowie eine Split-EP mit der Band November Coming Fire. Beide Alben schafften den Einstieg in die britischen Albumcharts. Ein Vorfall aus dem Jahr 2007, in welchem sein Bruder Richard involviert war, führte zu einem Plattenvertrag mit einem Majorlabel. Nach einem Disput mit der Band im Jahr 2011 wurde von den übrigen Musikern aus der Band geworfen und durch Wade MacNeil von Alexisonfire am Mikrofon ersetzt. Nach seinem Rausschmiss gründete er mit Jim Carroll die Alternative-Rock-Band Pure Love, welche prompt einen Plattenvertrag mit Vertigo Records und Mercury Records ausgestattet wurde. Mit dieser erschien 2013 das Debütalbum Anthems. Seit 2014 ruht das Projekt. Im Jahr 2015 gründete er die Band Frank Carter & the Rattlesnakes, welches sich musikalisch wieder an den Hardcore Punk orientiert. Nach einer veröffentlichten EP folgte im August des gleichen Jahres das Debütalbum Blossom über Kobalt Label Services, welches einen Charteinstieg in den britischen Albumcharts verbuchen konnte. Am 20.01.2017 meldeten sie sich mit dem neuen Album „Modern Ruin“ zurück.[miptheme_adssystem ad=”12831″ align=”center” hide_on_mobile=”no”][/miptheme_adssystem]

Biffy Clyro
Biffy Clyro

Die Engländer der rothaarige, bis zum Hals tätowierte Sänger Frank Carter, Dean Richardson,Tom ‘Tank’ Barclay und Gareth Grover kamen pünktlich auf die Bühne und zeigten dem Publikum, wie man dreckigen Hardcore mit Pop vermengt, ohne wirklich Kompromisse zu schließen. Der volle Innenraum der Porschearena ging schon bei der Vorband ab, um gemeinsam zu feiern, zu pogen und zu rocken.
Gegen 21 Uhr war es endlich soweit und Biffy Clyro stürmten die Bühne. Die Begrüßung des Publikums erfolgte sogar auf Deutsch und erwähnte immer wieder Porsche…Porsche…
Mit gleißenden Strobo Licht eröffneten sie ihre Show und hatten auch während den gesamten 2 Stunden mit Oberkörper frei, wie man sie kennt, eine super Bühnenpräsenz und geniale Lightshow. Die schroffen Gitarrenriffs fahren den Fans so in die Beine, dass sie nur tanzen, pogen und feiern konnten. Es gab auch öfters Crowdsurfing, bei dem ein Fan nach dem anderen auf dem Rücken oder Bauch liegend – von der Menge über die Menschen getragen wurde.
Einige Fans waren im Innenraum auch mit verschiedenen schottischen Fahnen unterwegs und feierten die Band ausgelassen.
Sie spielten sich quer durchs Repertoire. Sehr schön waren auch die Solo Stücke von Sänger Simon Neil mit Akustik Gitarre, wie z.B. der Song “Medicine”. So ein gefühlvoller Gesang brachte Gänsehaut pur!
Aber 21 Songs schienen dem Publikum nicht zu reichen und sie forderten noch mehr!
Die Schotten ließen nicht lange auf sich warten und gaben eine Zugabe von 3 Songs.

Setlist:

1. Wolves of Winter
2. Living Is a Problem Because Everything Dies
3. Sounds Like Balloons
4. Biblical
5. Victory Over the Sun
6. On a Bang
7. God & Satan
8. Bubbles
9. 57
10. Friends and Enemies
11. Black Chandelier
12. The Captain
13. Re-Arrange
14. Howl
15. Medicine
16. Glitter and Trauma
17. Mountains
18. In the Name of the Wee Man
19. Flammable
20. That Golden Rule
21. Many of Horror

Zugabe:
22. Machines
23. Animal Style
24. Stingin’ Belle

Vielen Dank auch an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit mit Arnulf Woock vom Veranstalter Musiccircus vor Ort.