Binary Park konnten schon mit Ihrem Debut vor knapp 2 Jahren überzeugen. Tanzbare Electrosounds die intelligent zusammengestellt wurden, ließen Kritiker wie Fans gleichermaßen aufhorchen. Das Trio bestehend aus, Huw Jones, Alfred Gregl und Torben Schmidt werkelte für das zweite Album nun seit Anfang des Jahres und präsentiert nun das Ergebnis. Wenn man das ganze sportlich sieht käme man zu diesem Fazit: Binary Park haben sich die Latte sich ein wenig höher legen lassen, als ihre bisherige Bestleistung, nahmen Anlauf und sind mit „Singularity“ locker drüber gesprungen. Binary Park beherrschen die Kunst, eingängliche Songs zu schreiben und zeitgleich soviele ungewöhnliche Sounds einzuarbeiten das sowohl für Clubbesucher, Nebenbei Hörer und Kopfhörerjunkies ein stimmiges Gesamtkunstwerk am Ende herauskommt. Nach dem Opener „Lab Coat“ der mehr als Intro zu sehen ist, kommt mit „Empty Frame“ eine Nummer auf den Teller, die sich mit von den Fans heiß geliebten „Depeche Mode“ B-Sides messen kann. Ein Midtempo Kracher, bei dem es mehr zu entdecken gibt als bei so manch anderem kompletten Album. Dies ist beileibe keine Ausnahme. Über satte 14 Tracks erstreckt sich das Album und keiner dieser Songs weicht qualitativ ab. Lediglich die musikalische Ausrichtung variiert ein wenig. Eine grobe Einsortierung wäre die Schnittmenge aus De/Vision und Haujobb. Passenderweise gibt Daniel Myer beim Song “Humans” den Gastmusiker. Allzu sehr auf die einzelnen Tracks möchte ich gar nicht eingehen, denn jeder für sich ist ein kleines Kunstwerk geworden. „Singularity“ kann ich jedem nur dringlich ans Herz legen, der sich für elektronische Musik zu begeistern weis. Fernab von gängigen Trends und Standards schaffen sich „Binary Park“ ihren eigenen Standard.

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