Centhron melden sich mit einem neuen Album zurück. „Biest“ ist das inzwischen schon 7te Album der Band und ein wenig skeptisch war ich aufgrund meiner ersten Liveerfahrung mit der Band schon. Doch was auf dem Amphifestival mich noch ein wenig befremdete, ist auf CD alles wieder gut. Live konnte man den Eindruck einer Industrial Rockband gewinnen. Doch „Biest“ zeigt sich erfreulich elektronisch. Mastermind Elmar Schmidt bleibt sich auch inhaltlich treu. Krieg, Gewalt, Religion und Sex sowie ein Schuss „Nordische Mythologie“ sind die Zutaten aus denen die Inhalte bestehen, was sich auch in Songtiteln wie „Herod“, „Pornoqueen“, „War Of Gods” oder „Vatican Fuck“ wiederspiegelt. Auch sonst bleibt vieles wie gehabt. Der Gesang ist verzerrt und die Beats hämmern durch die Boxen. Einzig „Herod“ fällt ein wenig aus dem Rahmen, denn hier kommt mal unverzerrter Gesang zum Einsatz. Ein Mittel was Centhron in Zukunft gerne öfter einsetzten könnte. „Herod“ entwickelt vielleicht auch dadurch einen Ohrwurmeffekt. Frontal und ohne Blatt vor dem Mund war die Band ja schon immer. „Pornoqueen“ ist da geradezu ein Paradebeispiel. Klare Aussage und klare Melodieführung zu hämmernden Beats, eigentlich ein Centhron Prototyp. Inhaltich wird bestimmt nicht jeder glücklich mit dem was Elmar Schmidt dort zu sagen hat, allerdings ist dieses „Problem“ so alt wie die Band selbst. Das gilt auch für die Verdächtigungen, Centhron an den rechten politischen Rand zu drängen. Doch auch „Biest“ liefert dafür keine Anhaltspunkte. „Biest“ erfüllt alle Punkte die ein gutes Harsh Electroalbum verlangt und verfeinert den bisherigen Sound bietet aber auf den anderen Seite nichts wirklich neues, was in diesem Genre allerdings auch schwer sein dürfte.

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Centhron Live

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