Centhron – Gottwerk

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1.0 MusikCenthron - Gottwerk
1.0 MusikCenthron - Gottwerk

Centhron waren mir bislang nur beiläufig bekannt, irgendwo habe ich zwar mal ein oder zwei Songs gehört aber das war es auch schon. Und dann war da noch die vernichtende Rezension zur CD „Lichtsucher“. Alles in allem habe ich auf dieses Album wahrlich nicht gewartet und so ließ mich auch die Meldung kalt, dass der Releasetermin verschoben werden musste. Der Grund dafür ist allerdings wahrlich kurios, denn dass ein Presswerk sich weigert eine CD zu pressen und dabei auf die Texte verweist ist mir so noch nicht bekannt geworden.

Vorbehaltlos und ohne große Erwartungen ging ich als an das „Gottwerk“ heran, immer einen Satz aus oben besagter Rezension im Hinterkopf: „EBM werden Centhron nicht revolutionieren, dafür fehlt der Band noch das gewisse extra und auch der Einsatz der Gastsängerin Frederike Schopf täuscht nicht darüber hinweg das man es hier mit einem grundsoliden Album zutun hat, doch CD`s der Marke „Lichtsucher“ hat wahrscheinlich jeder inzwischen im Regal stehen.“ Na Prima! Das kann ja heiter werden.
Heiter wurde es auch! Centhron ballern hier mal eben locker ein Album aus den Boxen, welches das Zeug hat in einigen 2006er Toplisten zu erscheinen. Dabei kochen Centhron auch nur mit Wasser. Es ist keine eigentliche Revolution aber ein verdammt leckeres Mischmasch aus den besten Zutaten. We are Centhron! Raise Your Fist! Schallt es einen direkt zu beginn entgegen und man möchte erwiedern „Full Force Ahead“ (242 sei Dank).

Um das ganze genretechnisch zu erfassen bietet sich ein EBM-Industrial Mix an, das hört sich unspektakulärer an als es letztlich ist. Das Album ist schnell, hochqualitativ, überraschend und durch und durch abwechslungsreich. Alte Accessory treffen auf den aktuellen Agonoize Sound. Und dann sind da noch Tracks wie z.B. „Graue Front“, dessen Refrain mich ein wenig an alte Fear Factory Zeiten erinnert hat. Die Gesänge (ja es sind mehrere) sind dabei von heftig aggressiv verzerrt bis weiblich distanziert einzuordnen und passen jedes Mal wie die Faust aufs Auge. Einzelne Songs hervorzuheben mag ich hier eigentlich nicht, denn das durchgehend hohe Level ist schon begeisternd.
Ebenfalls aggressiv sind auch die Texte, von denen sich aber am besten jeder selbst ein Bild machen sollte.
Wer hier nicht mit den Beinen wippt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen!

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