Channel East – Window To Earth

REVIEW OVERVIEW

wert[U]ng
65 %
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Das Cottbuser Electropop Duo Channel East, veröffentlicht mit „Windows To Earth“ ihr zweites Album. Man neigt ja bei unbekannteren Bands immer dazu, vergleiche zu etablierten Acts zu ziehen und viel zu oft werden da Depeche Mode für junge Synthiepop Bands herangezogen. Hier liegt der Fall allerdings ein wenig anders, denn die Electropopdinos taugen hier nun bedingt als Richtungsweiser. Viel besser eignen sich hier Erasure, da Channel East jegliche Melancholie abgeht. Hier ist die Welt noch in Ordnung und macht einfach nur Spass. Daher passt die Parallele zu Erasure um einiges besser. Am deutlichsten wird dies beim Song „Queen Aplomb“, der vor laute Fröhlichkeit geradezu rosarot aus den Boxen strömt. Manchmal ist dies, je nach Tagesform, nur schwer zu ertragen. Channel East verbreiten auch mit ihrem zweiten Album Synthiepop in Reinkultur. Dabei bedienen sich jeglichem Mittel das dieses Genre hergibt und schaffen so zwar keine Revolution, aber ein durchweg tanzbares Album, welchem wie schon beim Debütalbum aber ein paar Ecken und Kanten gut tun würden.
Simple, straighte Songs prägen das Bild auf diesem Silberling wodurch das Album sehr glatt poliert wirkt, was sicher eine Chance bietet sich dem Mainstream zu öffnen. Der Abstand zu chartkompatiblen Massenproduktionen ist da manchmal aber ziemlich gering.
Defakto muss nicht jede Band die musikalische Welt neu ordnen, manchmal muss es auch reichen den Hörer einfach zu unterhalten, und genau das tun Channel East. Für Synthiepopliebhaber , denen z.B. das letzte !Distain Album zusagt, ist das hier ein gefundenes Fressen.

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