Bislang trat Constance Rudert als Gesangsengel der Band Blutengel oder als DJ in Erscheinung. Nun war die Zeit ein eigenes Album auf den Markt zu bringen anscheinend gekommen. 15 bekannte Independent-Hits mussten dran glauben und wurden in ein orchestrales Gewand gezwängt.

Kennt ihr das? Ihr seid auf einer Familienfeier und der Gastgeber (wahrscheinlich gerade 50 geworden) hat einen Alleinunterhalter engagiert. Dieser trällert mit seinem Keyboard irgendwelche Hits nach und versucht sich daran diesen Songs eine eigene Note zu verpassen.

Genau das ist hier auch passiert… wie stand es noch im Pressetext? „Die Grundidee bestand darin, die oftmals recht harten Stücke auf ihre Essenz herunter zu wässern, um ihren zerbrechlichen Kern ans Tageslicht zu fördern“ Vielen Dank! Dieser Kern schmeckt mir nun mal gar nicht. Egal welchen Song ich auch anhöre, nach spätestens 1:30 wird gnadenlos weiter geschaltet. Das Cover sollte eigentlich in Verbindung mit dem Projektnamen Warnung genug sein.

Sicher wird sich aber auch hier eine Käuferschar finden, denn (Achtung Pressetext) Constance Rudert beweist, dass sie in den Jahren bei Blutengel zu einer erwachsenen Künstlerin gereift ist, die zu Recht einen Platz an der Speerspitze der Szene innehat.