Seit 1996 existierten schon erste Fragmente des Diary Of Dreams-Nebenprojekts .com/kill. Nie fand Mastermind Adrian Hates die Zeit dazu, selbiges mit Leben zu füllen. Zusammen mit Gaun:A ist es schließlich doch soweit: Das selbstbetitelte Debüt, des bis dato geheim gehaltenen Projekts, erblickt das Licht der Welt. Gleich vorweggenommen: Der Überraschungsfaktor, so schnell er da war, ist ebenso schnell verfolgen. Das Album bietet nämlich sehr viele Elemente von Diary Of Dreams, insbesondere das Händchen für traurige Melodien. Dazu gibt es eine breiter angelegte, harschere Elektronik, die sich zeitweise sogar in Noise-artigen Gefilden bewegt. Der Gesang ist größtenteils 1:1 Diary Of Dreams, wenn das musikalische Gesamtkonstrukt auch direkter, roher und wuchtiger wirkt. „Freaks Like Us“ hätte ohne Probleme auch auf den letzten Veröffentlichungen von Diary Of Dreams sein können. „.com/kill” und „Das Blendwerk“ weisen nun schon deutlich mehr Industrial-Noise-Elemente auf. Wuchtig, groovig und herrlich aggressiv zeigt sich darauf „Monster Divine“. „Who:Ah!“, Percussion-getrieben, irrt etwas arg ziellos umher. Der Hit des Albums folgt nun mit „Machine“ – Eine Art Clubtrack eines starken Diary Of Dreams-Tracks. Das etwas fade anmutende „Still Die Gier“ kann dieses Niveau nicht mehr halten. „Out Of Control“ und das klagende „Knecht Der Lüge“ schaffen dennoch ein versöhnliches Ende. .com/kill ist nicht Diary Of Dreams; Und doch irgendwo schon. Das Album zeigt einen nicht unspannenden Aspekt der beiden Musiker Adrian Hates und Gaun:A. Doch die Ähnlichkeiten sind mit Händen greifbar.

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