Locker, Cremig und fruchtig sind eigentlich Prädikate mit denen man einen Pudding oder ähnliches preise würde aber irgendwie passt das auch zu Conetik. Das norwegische Duo tut niemandem weh und kommt wie ein Sommerwind daher und präsentiert unbeschwert seine Songs. 14 Episoden haben sich auf Kube Musik zu einem Album vereinigt mit dem Conetik die Pop Musik weder revolutionieren noch aufrütteln wird.

Süßholz raspelnd bahnen sich die Tracks den Weg ins Trommelfell und erinnern dabei an die Pet Shop Boys und andere Pop Größen. Freunde gepflegter Melodien dürfte das Herz dabei aufgehen.

Den Auftakt mach das Stück „(Sun = Liar)“ mit Futurepop Drums, eingängigen Synth-Riffs und dem zarten, ruhigen Gesang des Frontmann Stain und damit wird die weitere Marschrichtung für das Album vorgegeben. Atmosphärische Flächen Sounds treffen mal auf Futurepop mal auf 80er Jahre Popstyle. Das passt soweit ganz gut, wenn dabei nicht irgendwann mal Langeweile aufkommen würde.

Ein paar Ecken und Kanten! Das genau fehlt Conetik um aus dem Einheitspopbrei herauszuragen. Dabei bemüht sich die Band z.B. mit „Cold Star (Dead Eyes)“ darum ein wenig düsterer rüber zukommen. Doch leider ist das eher die Ausnahme.

Dieses Album ist schön! Wer also sich musikalisch ins Traumland beamen möchte liegt hier nicht verkehrt, mir aber ist das viel zu ruhig geraten.