Covenant sind ja dafür bekannt, sich nicht unbedingt an Konventionen oder Genregrenzen aufzuhalten, sondern diese ganz nach Belieben zu verschieben. Vielmehr gilt die Band vielen als Richtungsweisend und innovativ. Die aktuelle Presseinfo lässt dennoch erstmal Zweifel aufkommen: „“The Blinding Dark” ist sicherlich nicht Covenants einfachstes Album. Es erreicht nicht die Hitdichte von Klassikern wie “Northern Light” oder “United States Of Mind”, und es ist sicherlich nicht so gefällig wie die besten Covenant-Ohrwürmer “Dead Stars” Oder “Happy Man”. Was bitte mag einen da erwarten? Ich fand die Vorab Single „Sound Mirrors“ schon schräg, und damit die Erwartungshaltung für dieses Album ein wenig gedämpft. „The Blinding Dark“ macht es dem Hörer tatsächlich nicht besonders einfach. Es ist sperrig, verwirrend und vor allem sehr düster.

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Vorab ließen Covenant verlauten, dass die Musik “eher durch kalten Zorn als durch sengendes Feuer angetrieben” sei. Für mich ist diese Aussage absolut treffend formuliert. Statt Powerhits wie „We Stand Alone“ oder „Dead Stars“ die schurgerade auf Party aus sind, sind es hier eher vertrackte, im ersten Augenblick leisere Töne, die einem entgegenschallen. „Fullwell“ besteht eigentlich nur aus einer lauter werdenden Synthline. Andere nennen das halt „Intro“. „I Close My Eyes“ lässt zunächst gar nicht vermuten, dass man es mit einem „besonderem“ Covenant Album zu tun bekommt. Eher poppig, nahe am Zustand der Radio Tauglichkeit, agieren hier die Schweden. Während das folgende „Cold Reading“ sich nicht besonders weit vom „gewohnten“ Covenant Sound entfernt. Unterkühlte, treibende Sounds hat man ja schon öfter von dieser Band gehört.
„A Rider On A White Horse“ jedoch ist dann mal was völlig neues. Zumindest kann ich mich an keinen vergleichbaren Song der Schweden erinnern. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich die weibliche Gesangsstimme, die hier unterstützend zum Einsatz kommt. Der Song ist eine Coverversion eines Lee Hazlewood Klassikers. In der Summe haben Covenant hier wohl ein völlig neues Genre erfunden. Electro Country Ballade? Wie auch immer man das hinterher nennen wird, der Song ist kurios, grandios! Ungefähr genauso kurios ist der Track „Summon Your Spirit“. Hier wird ein experimenteller Klangteppich aufgefahren, den man so auch nicht an jeder Ecke zu hören bekommt.
Covenant gelingt mit „The Blinding Dark“ ein sehr außergewöhnliches Album, was vom Hörer schon einiges an Aufmerksamkeit verlangt. Trotzdem war es bei mir „Liebe auf den ersten Blick“.
Wenn man was zu meckern finden will, wäre es wohl das von 11 Tracks auf der CD mit Fullwell sowie den beiden Interlude, 3 kurze Instrumentale zu finden sind. Bleibt also gar nicht mehr so viel übrig.

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