Es ist dies die erste grosse Feier im Museum seit dem Tod des Künstlers, und dieser ganz besondere Tag soll denn an ihn erinnern. Die Türen des Museums werden sich am 23.Juni um 10 Uhr öffnen, und das Programm beginnt ab 13 Uhr.
Am Abend wird das Museum um 22 Uhr schliessen.

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Freunde und Persönlichkeiten der musikalischen, künstlerischen und kulturellen Welt werden HR Giger auf ihre ganz unterschiedlichen Art und Weise ehren.
Präsentiert werden z.B. eine Garten-Party mit kulinarischen Leckerbissen, Auftritte und Darbietungen von Künstlern sowie zwei Bars, in welchen man Drinks inmitten der Werke des Künstlers geniessen kann. Speziell zu erwähnen ist die berühmte HR Giger Absinth Bar, welche einen neuen, speziell für diesen Event hergestellten Absinth ausschenkt.

Fiorella Scatena

Die Visagistin Fiorella Scatena ist sowohl italienische Meisterin wie auch Weltmeisterin im Body Painting. Ihr Stil vereint verschiedene Techniken und optisch suggestive Special Effects, welche eine unverwechselbar dunkle, mysteriöse Atmosphäre erschaffen, die zwischen Surrealismus und Erotik anzusiedeln ist. Ihre Kreaturen erscheinen gleichzeitig betörend und grotesk, hin- und hergerissen zwischen Sinnlichkeit und Horror. Ihre Kreationen verraten ihre Liebe für das Makabre und die surrealistische Kunst, inspiriert nicht zuletzt durch die Visionen von HR Giger.
Seit ihrer Kindheit liess sich Fiorella von ihrer Leidenschaft für jede Art von Kunst leiten. Ihr angeborenes Talent als Zeichnerin wurde bald offensichtlich.
Fasziniert von den durch Make-Up ermöglichten Metamorphosen begann sie ihre Arbeiten der Körperkunst. Seit 2006 nahm sie an einigen der wichtigsten Wettbewerben der Branche teil und erzielte zwei Gewinne und drei Silbermedaillen, sowie den Publikumspreis am European BodyArt Contest im Jahr 2007. 2008, im Alter von nur 23 Jahren, wurde sie Weltmeisterin in der Special- Effects-Kategorie; es war das erste Mal, dass die italienische Flagge in der Hall of Fame des World Body Painting Festivals Einzug hielt. Im selben Jahr wurde sie überdies italienische Meisterin, 2011 wurde sie Dritte in der Weltmeisterschaft, 2012 erreichte sie den zweiten Platz der Semi-Finals mit ihrem “Tribute To Alien & HR Giger”, und 2013 gewann sie den “Show Award”. 2014 wurde Ihr die Ehre zuteil, in die angesehene Jury des World Body Painting Festivals berufen zu werden.
Aus Anlass des 20. Geburtstages des Museum HR Giger wird Fiorella Scatena als Hommage an den Meister ihre Body-Painting-Performance “Tribute To Alien & HR Giger” gemeinsam mit dem zweimaligen Airbrush-Weltmeister Udo Schurr neu auslegen.

All Miles

Auch der Garten des Museums ist Teil der Jubiläumevents. Unter anderem findet dort zu Ehren von HR Giger ein Jazzkonzert des Quartetts “All Miles” statt. Es werden Werke von Miles Davis gespielt, einem der Lieblingsmusiker des Künstlers.
Vincent Terrapon wurde 1976 geboren; er ist professioneller Gitarrenlehrer.
Er studierte ursprünglich Philosophie an der Universität von Fribourg und machte Anschliessend eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Seine Leidenschaft war jedoch die Musik. Bis zum Ende seiner Studien am Conservatoire de Fribourg war er während zehn Jahren Gitarrist der Schulband (BBCF). Diese Ausbildungsjahre wurden ergänzt durch eine Fortbildung an der “Ecole de Jazz et de Musique Actuelle” in Lausanne. Die Swiss Jazz School in Bern bot ihm danach Gelegenheit, in vielen Projekten mitzuwirken. Während Jazz sein Lieblingsmusikstil ist (“Weber-Terrapon-Thalmann Trio”, “Kind of Miles
4tet”), spielt er auch Tango (“Arrabal”).
Im Rahmen des zwanzigjährigen Jubiläums des Museum HR Giger wird Vincent Terrapon zusammen mit Guillaume Marmy, Benoît Pernet und Sami Gillioz
ein einzigartiges Konzert darbieten.

PERSEPHONE

Die Band PERSEPHONE wurde im Herbst 2000 gegründet. Benannt nach der griechischen Göttin der Unterwelt widmet sich das Ensemble um Sängerin
Sonja Kraushofer, den romantischen, melancholischen Tönen. Seit ihrem Debütalbum “Home” (2002) haben sich PERSEPHONE permanent weiterentwickelt. Handeln jene Songs von Ruhe und Erlösung, folgen die Alben “Atma Gyan” (2004) und “Mera Sangeet Kho Gaya” (2004), einem Konzept, das die ruhelosen Gefühlszustände der mythologischen Figur Persephone in der Welt der Lebenden beschreibt. Verbunden durch einen Konzertzyklus erscheint “Atma Gyan” zu Frühlingsbeginn, “Mera Sangeet Kho Gaya” im Winter. Für “Letters To A Stranger” (2007) arbeitet die Band mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode zusammen. Ganze zehn Jahre nach dem letzten, von tragischer Romantik umwehtem Album “Letters To A Stranger” begeben sich PERSEPHONE mit “Perle” (2018) auf eine dunkle Reise in eine andere Welt. Ausgangspunkt dieser Reise ist ein Klassiker der phantastischen Literatur: Alfred Kubins einziger Roman “Die andere Seite”.
Musikalisch noch immer der Melancholie verschrieben, gelingt PERSEPHONE mit “Perle” die Vertonung eines albtraumhaften Szenarios, das das Schwelgerische der frühen Werke mit einer entrückten, geradezu gespenstischen und sehr beklemmenden Stimmung konterkariert und ein Monument der Einsamkeit ergibt.
Konzerte der Band sind stets theatralisch, leidenschaftlich und dennoch sehr fragil. Das komplett unverstärkte Konzert findet im 3. Stock des Museums statt. Pianist André Wahl wird auf dem von HR Giger so geliebten Flügel spielen.

Die Compagnie Quilla

Die Compagnie Quilla wurde 2008 gegründet, um den zeitgenössischen Tanz und die Subkultur des Gothic und Metal näher zueinander zu bringen. Seit 2011 sind Rebekka Scharf und Sarah Keusch der feste Kern der Compagnie und entwickeln ihre konzeptbezogene Arbeit für die Untergrundszene gemeinsam
stetig weiter.

Zunehmend entstehen Stücke für die Tanz- und Konzertbühne. Neben der Musik aus den Genres sind es vor allem Attribute wie Naturbezogenheit, Symbol-, Form- und Bewegungssprache, die den Ausdruck ihrer Arbeit prägen. Es ist der Untergrund, Hintergrund, die Innenseite, Kehrseite, die Ambivalenz,
welche für die Cie Quilla Inspirationsquellen sind. Ebenso werden konkrete Massenphänomene von Metal-Konzerten in ihrer Kraft, Körperlichkeit,
Empfindung und sozialen Umgang erforscht und mit dem Tanz in Berührung gebracht.
Grundsätzlich wird nach auflodernden, eigenwilligen Bewegungen im Menschen gesucht, welche zum Teil noch geweckt werden möchten oder die bestehende
Form verändern. Für das 20 jährige Jubiläum des HR Giger Museums liessen sich die beiden Bewegungskünstlerinnen für ihre Performance vom Gemälde “Way Of The Magician” inspirieren. Die Tanzdarbietung wird von einem Cellospiel musikalisch untermalt. Der Tanz und die bewegten Bilder der Tänzerinnen können
als verschiedene Lebensarten- und Zyklen verstanden werden und die Einladung sich auf eine Reise zu begeben um Erlebtes zu reflektieren. Begleitet wird die Tanz-Show von der Cellistin Lorenza Dorizzi.

Lorena Dorizzi

Lorena Dorizzi ist Cellistin und wohnt in St. Gallen. An der Zürcher Hochschule der Künste schloss sie den Bachelor of Arts in Musik und den Master instrumentale Musikpädagogik bei Martina Schucan und an der Hochschule für Musik in Luzern den Master Interpretation in Contemporary Music bei Erik
Borgir ab. Ihre musikalischen Erfahrungen sind sehr vielfältig, wobei die zeitgenössische Musik und Improvisation einen Schwerpunkt in ihrem Studium bilden.
Wichtige musikalische Impulse erhielt sie unter anderem vom Carmina Quartett, Ensemble Recherche, Rohan de Saram, Lucas Fels und Lucas Niggli. In
diversen Kammermusikformationen erarbeitet sie Werke von barocken bis zeitgenössischen Komponisten. Als freischaffende Cellistin spielt sie in verschiedenen
Projekten und Ensembles wie dem Ostschweizer Improvisationsquartett Stimmsaiten, Eibish (Folk meets Klassik) oder dem Celloduo In&Out.

Im Jahr 2016 erhielt sie einen Förderbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung. Sie unterrichtet Violoncello an der Musikschule Herisau und im Musikzentrum St. Gallen.

Stargazer 22

Stargazer 22 wurde Ende 2017 von Sängerin Patricia Cooney und Produzent und Songwriter Tibor Lörincz gegründet. Eine Zusammenarbeit, die sich durch mehrere Glückliche Zufälle ergab, denn beide hatten musikalisch schon miteinander gearbeitet und sich aus den Augen – oder darf man sagen: Ohren?
– verloren. Durch einen Zufall trafen sich beide an einem der unwahrscheinlichsten Orte, nämlich mitten in der Nacht in einem fast verlassenen Zugabteil wieder und tauschten Kontaktdaten aus, mit der festen Absicht die alte Bekanntschaft zu erneuern. Und schon war die Idee für ein neues Projekt geboren. Die Stücke arrangierten und schrieben sich beinahe wie von selbst. Tibor Lörincz’s Erfahrungen als Produzent und Musiker gaben den Ton für die Songstrukturen an und woben gekonnt einen manchmal leuchtenden, manchmal dunklen Harmonieteppich um Cooneys romantische Stimme.

Das Ergebnis: Elektronische Klänge, die sich mit keltisch und klassisch angehauchtem Gesang vermengen, einen ins Weltall entführen und gelegentlich wieder auf die Erde schmettern. Mit Ihrer Show und gleichzeitig auch ihrem Debüt “Hell und Dunkel” werden sie während des zwanzigjähren Jubiläums des Museum HR Giger das Verschmelzen und die Transformation von Beidem symbolisieren.

Foto von HR. Giger
Webseite: www.hrgiger.com
Kategorien: Bands
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