„The German Bass Machine“ knallt uns das zweite Album um die Ohren. [DE:AD:CIBEL] konnten in letzten Jahren schon auf sich Aufmerksam machen. Sei es mit den eigenen Singles oder mit diversen Sampler Beiträgen. Wer [DE:AD:CIBEL] bislang nur anhand von Sampler Beiträgen kennt, sollte sich davor hüten die Band voreilig in eine Richtung zu drängen. . [DE:AD:CIBEL] sind durchaus wandlungsfähig und weit ab z.B. vom Bunkerdurchschnitt.
Den direkten Beweis liefert die Band mit dem Album „Globalized“, abwechslungsreiche Elektrosongs ganz ohne Aggrotech, Cybergoth Attitude bestimmen das Bild. Und das ist auch genau richtig so! Die Grenzes des EBM sind dem Duo aber genauso fremd. Globalized klingt noch um einiges dichter und ausgefeilter als das Debutalbum. Man sollte sich aber ein wenig Zeit nehmen um sich [DE:AD:CIBEL] zu nähern. Denn man ist durchaus bereit, die „normalen“ Wege zu verlassen und biegt gerne mal rechts oder links ab und setzt die Akzente anders, als vergleichbare Bands. Das angesprochene Publikum ist dadurch natürlich Breitgestreut, auf der anderen Seite bedarf es beim Hörer auch eines, nicht allzu engen musikalischen Horizonts.
Mir persönlich ist es aber immer lieber eine Band setzt ihre Ideen um, statt sich im 08/15 Darkelectro zu verlieren. Und man muss nicht auf Tanzflächenfutter verzichten. Vanitas ist da das beste Beispiel. Staubtrockene Bassequenzen, mit den dazu passenden Shouts versehen und schon „geht die Lutzi ab“. Doch das ist halt nur die eine Seite. Es warten viele Facetten auf den Hörer und in der Summe haben wir es hier vielleicht mit einem der interessantesten Electroalben des Jahres zu tun. FLA z.B. würden „gefällt mir“ drücken!
Da ich die der Band schon seit einiger Weile verfolge, könnte [DE:AD:CIBEL] bei gleichbleibender Entwicklung tatsächlich in Bälde ein Revolutionäres Album gelingen und sich an die Speerspitze einer neuen Musikgattung setzten (wie auch immer das dann betiteln wird, erste Vorschläge wären IDE für IntelligentDarkElectro).

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