Depeche Mode sind auch 2018 mit ihrer Global Spirit Tour unterwegs, und da die Band sozusagen direkt vor der Haustür gastierte, stand der dritte Besuch an. In der gut gefüllten Lanxess Arena, startet die Band mit dem Namen „Pumarosa“ pünktlich ihren Job, das Publikum zu unterhalten. Irgendwie muss ich bei dem Namen ja immer an die Puderrosa Ranch denken. Naja die Musik der Briten, war nichts für mich aber es gab schon weit schlimmeres im Vorprogramm von Depeche Mode.

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Der Hauptact starte ebenfalls pünktlich mit seiner „Winter Tour Setlist“. Eröffnen dürfen aber immer noch die Beatles vom Band, welches dann in dem Setlistopener „Going Backwards“ mündet. Schon jetzt war klar, dass der Sound in der Arena überraschend gut war. Die Kölner Lanxess Arena hat was das angeht ja nicht den aller besten Ruf. Bis auf den Umstand das, dass Mikrofon von Dave manchmal zu leise war, gab es da aber wenig zu meckern. Nach „Going Backwards“, der erste Song vom 1997er Album „Ultra“, es sollten noch einige folgen.

„It`s No Good“ und das nochfolgende “Barrel Of A Gun” lösten zumindest bei mir Erinnerungen, daran auch wie es war das Album damals, dass erste mal in den CD Player zu schieben. „A Pain That I’m Used To“ darf anscheinend inzwischen bei keinem Konzert der Band mehr fehlen. Viel spannender aber war für mich „Useless“. Das Backgroundvideo dazu geradezu genial! Eine Hommage an das 97er Video. „Precious“ hatte ich schon im Sommer vermisst. Nun ist der Song also zurück in der Setlist! Und jetzt sollte das erste Mal so richtig Bewegung ins Publikum kommen. Wie das halt so ist, die alten Hits bekommen den meisten Applaus und so wurde es laut als „World In My Eyes“ aus den Boxen erklang. Folgte die aktuelle Single „Cover Me“, bevor Martin Gore die Bühne übernahm und mit „Insight“ und „Home“ die Global Ultra Tour perfekt machte. Satte 5 Songs des 97er Albums? Damit hatte ich nicht gerechnet. „In Your Room“ und „Where`s The Revolution“ bauten die Stimmung weiter auf die nun an diesem Punkt der Setlist überkochen sollte. „Everything Counts“ in der 2017/2018er Version ist einfach nur unfassbar gut! „Stripped“ eignet sich wunderbar zum Höhepunkt überzuleiten. „Enjoy The Silence“ und „Never Let Me Down Again“ räumen jede Halle auf! Was soll man dazu noch sagen?  Der Zugangenblock wurde auch diesmal traditionell von Martin Gore und seiner Accoustic Version von Strange Love eröffnet, bevor man mit voller Kraft dem tobendem Mop „Walking In My Shoes“ und „A Question Of Time“ um die Ohren pustete. Was fehlt noch? Genau! Ohne „Personal Jesus“ kann kein Depeche Mode Konzert auskommen. Der vielleicht perfekteste Song der Band Geschichte lies die Stimmung noch mal final hochkochen.

Fazít: Auch das dritte Konzert der Tour zaubert mir ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht. Jetzt kann der krönende Abschluss im Juli kommen. Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!