Mit ein wenig Verspätung reiche ich hier gerne die Rezension zur ersten Depeche Mode Single aus dem Album „Sounds Of The Universe“ nach.

Depeche Mode beweisen mit diesem Titel das sie auch heute keinem Trend hinterher laufen oder stur 08/15 Strukturen umsetzten. „Wrong“ bezieht seinen Reiz in erster Linie aus dem Gesang von Dave Gahan der dem Hörer die Worte nur so um die Ohren haut. Pausen und Breaks sind da eher rar gesät. Ebenso rar macht sich ein echter Refrain. Der fehlt schlichtweg einfach, aber durch die ständige „Wiederholung“ des Wortes „Wrong“ vermisst man einen Refrain auch nicht wirklich.

Da mich Depeche Mode Remixversionen schon seit einigen Jahren nicht mehr vom Hocker hauen, hat es für meinen Einkauf auch die „schmale“ Singleausgabe getan. Neben dem Titelstück wartet dort noch der Song „Oh Well“ darauf gehört zu werden.

Um es vorwegzunehmen. Konnte man in letzter Zeit die gelungenen B-Seiten an einer Hand abzählen (streng genommen braucht man seit 1990 sogar nur ein paar Finger) reißt mich dieser Song endlich mal wieder mit. „Oh Well“ präsentiert die aggressivste Synthieline seit dem Instrumental „Painkiller“ und frisst sich dank des simplen Textes im Gehör fest. Das „Oh Well“ den Weg auf das Album nicht gefunden hat ist mir angesichts der Qualität ein Rätsel. Darüber mag ich mir aber den Kopf auch gar nicht zerbrechen, sondern freue mich über eine rundum gelungene Depeche Mode Single.
Erwähnen möchte ich viel lieber das „Oh Well“ von Herrn Gore eigentlich als Instrumental gedacht war. Dave Gahan nahm diesen Song aber mit nachhause und schrieb die passende Gesangslinie dazu. Das Ergebnis überzeugt nicht nur Martin Gore.

Wie bereits erwähnt habe ich mir die Maxisingle nicht zugelegt und schweige von daher über die dort zu findenden Remixversionen.