„Danag, ein junger Soldat der königlichen Leibgarde, wird von seiner Prinzessin ausgesandt, eine mysteriöse Gruppe Abenteurer, die sich selbst Der Schwarze Bund nennt, zu finden und eine Botschaft zu überbringen. In der geheimnisvollen Nachricht bittet die Prinzessin Moleidon und dessen Verbündeten unverzüglich zu ihr aufzubrechen. Ohne zu wissen, worauf sie sich einlassen, begeben sich die Mitglieder des Schwarzen Bundes gemeinsam mit Danag auf die Reise…

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„Der schwarze Bund I – Sarxjäger“ ist das erste Werk des Nachwuchsautors Nico Weinard. Darin beschreibt der Autor eine geheimnisvolle, düstere und magische Welt, die definitiv den Geist der Herrn der Ringe-Trilogie atmet. Zudem finden Elemente und Ideen aus diversen, althergebrachten Rollenspielen Einzug in die Storyline. Es gibt Helden, Bösewichte, Schlachten, eine wichtige Mission und echte Charaktere, in denen sich der Leser schnell wiederfinden kann. Fantasy-Herzen werden bei diesen Worten sicherlich höher schlagen. Allerdings gestaltetet sich die Erzählung zu Beginn etwas schwierig: Zu wenig wird beschrieben, etwas abgehackt und kurz geraten wirken die Dialoge, die Charaktere bleiben blass und zu schnell werden Handlungsstränge aneinandergereiht. Auch die Sprache wirkt anfangs etwas hölzern und sperrig. Besonders am Anfang einer solchen Geschichte hätte man eine größere angelegte Einleitung über das Wohl und Wehe, die klare Positionierung von Gut und Böse und die Vielfalt und Größe der Welt erwartet, die man gerade betritt. So wird der Leser erst mal unwissend ins kalte Wasser geworfen, was eventuell nicht jeder so gut finden wird.

Die Startschwierigkeiten bessern sich im Laufe der Geschichte. Sie nimmt schneller Fahrt auf, der Leser wird mehr in die Handlung eingebunden und fasziniert. Und genau darin lässt sich das große Potential der Geschichte und respektive das Potential des Autors erkennen. Was leider noch fehlt, sind die richtig erhebenden, mitreißenden Momente, die einen Fantasy-Roman so einzigartig machen können. Insgesamt ist „Der schwarze Bund I – Sarxjäger“ aber ein solider Anfang, auf dem sich durchaus aufbauen lässt. „Der Schwarze Bund II – Der Auftrag der Prinzessin“ wirft ja bereits seine Schatten voraus. Besinnt sich der Autor weiter auf seine Stärken, dürfte eine spannende Geschichte ihre Fortsetzung finden.