Destin Fragile existieren bereits seit 1993. Warum wir bislang so gut wie nichts von dieser Band gehört haben? Nun das könnte zu einem Großteil am Erfolg von Spetsnaz liegen. Denn Gründer Pontus Stålberg ist ja mit Stefan Nilsson zusammen als EBM Project ziemlich bekannt. Stefan Nilsson spielt komplimentiert zusammen mit Daniel Malmlöf das Line Up der Band. Nun sollte es aber so sein, das man all die Song, die in dieser langen Zeit entstanden sind endlich zu einem Album bündelt. Ich gebe zu, das meine Erwartungshaltungen an dieses Album enorm hoch waren und es das Trio auch nicht geschafft hat diese zu erfüllen. Aber der Reihe nach. Der Opener „Run Away“ beginnt mit einer Sequenz die in einem EBM Track münden könnte, allerdings dann logischerweise in einer Electropop Nummer endet. Der Refrain ist verdammt einprägsam und auch sonst mach der Song einen kompakten Eindruck. Hier liegt aber auch ein Problem. „Halfway To Nowhere“ beinhaltet durch die Bank solide, catchy Songs die aber meist zu glatt und fast schon überproduziert klingen. Gerade vor dem Hintergrund der agierenden Musiker hätte ich mir das Klangerlebnis dreckiger gewünscht. So aber ist „Halfway To Nowhere“ ein Hochglanz Synthie Pop Album. Tanzbare Songs treffen dabei auf düstere Balladen. Es fehlt lediglich das gewisse Etwas um sich wirklich aufzudrängen. Vermutlich wäre das Album besser bei mir angekommen, wenn ich gar nicht vorher gewusst hätte wer hier agiert und natürlich sollte man als Redakteur eine gewisse Neutralität an den Tag legen. Doch das ist erfahrungsgemäß verdammt schwer. Wer sich für Electropop begeistern kann sollte unbedingt in dieses Album hinein hören. Spetsnaz Fans sei noch schnell gesagt: Finger Weg! Das ist nichts für euch

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