Diary Of Dreams – King Of Nowhere

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Start1.0 MusikDiary Of Dreams - King Of Nowhere

Drei abgerissen wirkende Männer schleppen unter größten Anstrengungen ein schweres Holzkreuz auf den Gipfel eines Berges. Eingerahmt ist diese Szenerie durch eine apokalyptisch anmutende Landschaft. Am Ende erklimmen sie mit letzter Kraft den Gipfel, rammen das Kreuz in die Erde und buddeln eine Krone aus. Ermattet sacken sie zu Boden. So in aller Kürze der Inhalt des Videoclips, den Diary Of Dreams zu ihrer neuesten Single-Auskoppelung „King Of Knowhere“ gedreht haben und freundlicherweise dieser EP beifügen.

Soll sich ganz freidemokratisch Leistung wieder lohnen? Wer etwas unbedingt will bekommt das auch? Oder ist alles Streben nach Glück letztendlich doch vergebens? Auch die neueste Veröffentlichung der deutschen Band lässt wieder Freiräume für Interpretationsmöglichkeiten aller Art und in den diversen Foren dürften sich die zahlreichen Anhänger die Köpfe zermartern, was ihre Helden nun wieder ausdrücken wollten. Unbestritten ist jedoch, dass mit „King Of Knowhere“ ein weiterer sehr starker Track des erfolgreichen aktuellen Albums „(if)“ diese Auskoppelung verdient hat. Die „Album Version“ des Tracks hangelt sich an einer hypnotischen Grundmelodie entlang, nimmt dann Fahrt auf und gerät zu einem dieser klassischen Tracks von Diary, die man so schätzt: die Melancholie, eine wunderschöne Melodie, die lakonische Stimme von Adrian Hates.

Die EP kommt im klassischen MCD-Format und liefert neben der Album-Version vier weitere Remixe, darunter der unvermeidliche „Club Mix“. Diese Remixe gehen sehr respektvoll mit dem Original um und erhalten dessen Identität, aber stellen damit auch ihre eigene Existenzberechtigung in Frage. Aus der Reihe purzelt der sehr sphärische „Lonely-Mix“ des Tracks „Kingdom Of Greed“, der allem Ballast beraubt von seiner zarten Pianomelodie und später dezent hinzu tretenden Synthies und Streichern lebt. Adrian singt diese Version wesentlich ausdrucksstärker und akzentuierter als das Original. So gelingt ihm mit dieser Version das Highlight dieser EP. Neben dem besagten Videoclip findet sich noch ein Live-Clip des Songs, aufgenommen im Mai 2009 bei einem Konzert in Ekaterinburg, Russland. Für Fans und Sammler ist diese EP sicherlich ein Muß. Der Gelegenheitskäufer wird einen zweiten oder dritten Track vermissen. Dennoch ist diese EP unterm Strich sehr gelungen und wird dem hohen Stellenwert gerecht, den die Band mittlerweile weit über die Grenzen der Schwarzen Szene hinaus genießt.

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