Schluss aus vorbei, die Zeiten in denen Die Krupps immer nur kleine Häppchen servierten sind vorüber! Das erstemal in diesem Jahrtausend gibt es ein volles Album um die Ohren. Alleine der Titel macht schon deutlich, dass Die Krupps sich musikalisch wieder rückwärts orientieren. Wer denkt da nicht gleich an die Zusammenarbeit mit Nitzer Ebb aus dem Jahre 1989?. „Ein Blick zurück im Zorn“ heisst der Opener, der diesen ersten Tatverdacht gleich unterstreicht und mit klassischen EBM Sequenzen aufwartet. Nicht minder klassisch gibt sich Track Nummero 2. Die „Schmutzfabrik“ könnte ein Pondon zu Orange Sector´s Machinisten sein. „Die Maschinen stehen Still, wenn sein starker Arm es will“ sind vielleicht nicht die wirklichen lyrischen Highlights des Jahres, dennoch überwiegt der Fun Faktor bei diesem Song. „Risikofaktor“ war ja bereits als Single vorab bekannt, was natürlich wenig an den Qualitäten des Songs ändert. Nach diesen 3 Songs hat man sich eigentlich gerade schon ein Bild vom Gesamtalbum gemacht, doch „Robo Sapien“ ändert nicht nur die Sprache, sondern auch den musikalischen Fokus. Weg vom reinem EBM Stampfer. Die Krupss können eben noch mehr. „The Machinist Of Joy“ spielt da in der gleichen Liga, während man sich bei „Essenbeck“ schon fragt, ob da eventuell Icon Of Coil ihre Finger mit im Spiel hatten?. „Im Falschen Land“ geht dann ohne weitere Rückfragen, elanvoll nach vorne. Während die folgenden Songs diese Energie nur noch bedingt versprühen, jedoch mit anderen Qualitäten aufwarten können. Kurzum: „The Machinists Of Joy“ ist ein viel stärkeres Album als ich dies von den Krupps angesichts der letzten EP erwartet hätte. Mehr noch! Die Krupps zeigen der jungen Garde noch einmal eindrucksvoll wo der Hammer hängt und liefern ein druckvolles, abwechslungsreiches Album ab. Daumen Hoch!

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Die Krupps Live

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