Dismantled – The War Inside Me

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1.0 MusikDismantled - The War Inside Me
1.0 MusikDismantled - The War Inside Me

Dismantled is back! Zwar trat man offiziell mit dem für mich enttäuschenden Album „When Im Dead“ in den Ruhestand, doch richtig still war es eigentlich nie um das Project von Gary Zon. Nun also die Rolle rückwärts offiziell ins Rampenlicht. Und mit dem 4ten Album zeigt Gary Zon auch wieder, warum man Dismantled zu den Topacts des EBM/Industrial Sectors zählen muss. Nicht ganz so geradlinig wie Front Line Assembly, aber auch nicht so völlig abgedreht wie seinerzeit Velvet Acid Christ, garniert mit einer Prise NIN, brettert „The War Inside Me“ aus den Boxen.

Die letzten 4 Jahre müssen für Gary Zon nicht gerade rosarot gewesen sein, anders ist dieser aggressive, musikalische Wutausbruch kaum zu erklären. Eindeutig härter als bei den Vorgängeralben geht es zur Sache. Annähernd kann da nur noch das geniale „Post-Nuclear“ mithalten. „The War Inside Me“ treibt das aber noch auf die Spitze. Wer also auf leichverdauliche Schmusemusik steht ist hier völlig fehl am Platze.
Dismantled präsentiert hier mehr eine Ausdruckskunst als sich starr in eine Genreecke drängen zu lassen. Kunst kann ja bekanntlich auch mal anecken und das wird Gary mit diesem Werk sicherlich gelingen. Sei es textlich oder musikalisch. „Normal ist das nicht“ wäre eine beliebte Redewendung aus meiner Heimat.

Im Gegensatz zu früher findet sich nur schwer ein wahrer Clubhit, denn zu oft wechseln die Songs ihr Tempo und ihre Stimmung. „The War Inside Me“ ist ein höllischer Trip für die Kopfhörer und verlangt vom Hörer die Opferung einer satten Stunde, denn wer nicht aufpasst und genau zuhört, verliert schnell den Überblick.
Wenn ich mir mal überlege, dass einer der Gründe für das „Ende“ von Dismantled mangelnder Erfolg war, überrascht diese Scheibe umso mehr. Erfolg liegt zwar bekanntlich im Auge des Betrachters, aber die breite Masse wird hier weder angesprochen noch wird diese erreicht werden. Es wird sich nichts ändern. Eine kleinere Gruppe wird Gary Zon dafür lieben und vergöttern, mehr gibt’s aber nicht zu holen.
Für mich liegen hier Genie und Wahnsinn dicht beinander, wobei das Ergebnis atemberaubend ist und für mich jetzt schon eines DER Highlights 2011 darstellt.

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