Dunkelwerk – Höllenbrut

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1.0 MusikDunkelwerk - Höllenbrut
1.0 MusikDunkelwerk - Höllenbrut

Das Einmann-Projekt Dunkelwerk bescherte uns im Jahr 2005 das Debütalbum und blieb mir damit bislang in guter Erinnerung, da ich einige Songs davon auch heute noch gerne höre. Das Debüt wirbelte einigen Staub auf, da angesichts der verwendeten Samples der Vorwurf der Kriegsverherrlichung bei einigen Redaktionen Einzug hielt und man deswegen „Dunkelwerk“ totschwieg. Dabei fand ich das sowohl auf dem Album als auch im Booklet ziemlich klar wurde, dass man den WWII keinesfalls so toll fand.

Wie dem auch sei, mit „Höllenbrut“ dürfte dies nicht passieren, denn anders als artverwandte Genrebands lässt man diesmal Krieg Krieg sein und widmet sich einer gänzlich anderen Armee. Es geht um Vampire – ihre Mythen und Geschichten bilden diesmal den inhaltlichen Rahmen für das zweite Album.

„Höllenbrut“ macht es mir aber nicht leicht, mich zwischen Gut und Schlecht zu entscheiden. Positiv fällt ins Gewicht, dass von dem Schema Strophe, Refrain, Strophe abgewichen wird, was ordentlich zur Auflockerung beiträgt. Für noch mehr Abwechslung sorgen die Breaks und langen ruhigen Passagen in den Songs, die für den Clubeinsatz zwar tödlich sind, für den Hörer aber sehr geeignet, sich von anderen Bands abzuheben. Der Gesang ist zwar verzerrt, bleibt aber im Rahmen und ist durchgehend verständlich. Doch leider ist der Gesang, der bei „Höllenbrut“ einen größeren Stellenwert einnimmt als noch beim Debüt nicht sonderlich gut. Gesangliche Schwächen sind leider nicht zu überhören, monotone Gesangslinien auch nicht. Was mir darüber hinaus ein wenig auf den Nerv geht ist der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch mitten im Satz.

Wie eingangs schon erwähnt, schwanke ich in der Beurteilung von „Höllenbrut“ ständig hin und her. Zwar gibt es hier endlich mal jemanden der sich nicht nur mit monotonem Beat durch das Endzeit Electro Genre hangelt, auf der anderen Seite fehlen mir ein paar Glanzlichter, die den Hörer mitreißen können.

Insgesamt gibt es jetzt aber doch 4 Punkte von mir, denn trotz der genannten Schwächen ist man bemüht, dem Bösen Endzeit Electro etwas Neues beizumengen und schert sich weniger darum, ob die Songs im Club funktionieren.

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