Eisenfunk – Pentafunk

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1.0 MusikEisenfunk - Pentafunk
1.0 MusikEisenfunk - Pentafunk

Die Münchner Band Eisenfunk feiert dieses Jahr ihr fünfjähriges Bestehen und kommt zumindest in der Presseinfo schon sehr selbstbewusst her: Eisenfunk ist die erfolgreichste Band des modernen Elektrosounds. Festgemacht wird dies an den Klickzahlen des Youtube-Videos zu dem Clubhit „Pong“. Na ob Youtube da wirklich der Gradmesser sein kann?

In der Summe liefert die Band das ab, was man erwarten konnte. Das wird zum einen die Fans zufrieden stellen, zum anderen aber natürlich auch Kritiker auf den Plan rufen, die Eisenfunk eine mangelnde Weiterentwicklung vorwerfen. „Pentafunk“ startet mit dem schon feierlichen „Introludium“ und dem Titeltrack „Pentafunk“, bevor man mit „Pestilenz“ das erste Mal die wahre Stärke ausspielt. Es ist eben ein Unterschied, ob man im Cybergothicgewässer fischt und sich nur auf Samples verlässt, oder ob man eben einen echten Frontmann in seinen eigenen Reihen weiß.

Leider kann Eisenfunk dennoch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Mit „Neandertal“ gibt es zwar einen weiteren Stampfer mit gesellschaftskritischem Text, doch findet sich in der Tracklist auch einiges an Füllmaterial. Einfache, simple Kindermelodien, die mir nach einigen Minuten ein Gähnen entlocken. Zwar bedient man hier ein bestimmtes, tanzwütiges Klientel, doch der Abnutzungseffekt setzt ziemlich schnell ein. Wenn es nur darum geht, die Leute zum Tanzen zu bringen, reicht das aus, doch von der Sorte gibt es zig andere Bands. Und so pendelt man zwischen Bundesliga und Kreisklasse hin und her. Mit „Funk’n Base“ steuert man z.B. klar die oberen Regionen an. Eine Verwandtschaft zur Werbepause aus dem Album „Schmerzfrequenz“ ist zwar nicht zu überhören, schadet aber auch nicht.

„Pentafunk“ bietet für jeden etwas. Viele Experimente, wie z.B. japanische Klänge oder Mittelalter-Sounds, sorgen für Abwechslung. Dafür sind einige Songs so einfach gestrickt, dass ich sehr schnell gelangweilt bin. Meiner Meinung nach hätten die stärksten 8 Songs als Album einen besseren Eindruck hinterlassen als diese Sammlung von 14 Stücken. Es fehlt mir die durchgängige Qualität, da wirkt doch einiges belanglos und austauschbar und da helfen Youtube-Klicks eben doch nicht wirklich weiter.
Die beiden abschließenden Remixe sind allerdings wieder von der interessanteren Sorte und gehen voll in Ordnung.

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